Ich geselle mich mal in eure Runde, wenn das okay ist. Ich habe schon viele eurer Beiträge, nicht alle, gelesen und finde mich in sehr vielem wieder, was ihr so schreibt. Mir geht es aktuell nicht gut, bin frisch getrennt und weiß noch nicht, ob ich es gut oder schlecht finde. mir fehlt zur zeit einfach die kraft darüber nachzudenken. ich bin (physisch wie psychisch) so ausgelaugt und müde von der beziehung. ich weiß nicht, ob meine ex eine N. ist, ich denke nicht, dass sie die kriterien einer PS erfüllt, aber ganz sicher legt sie narzistische züge an den tag, die mir emotional das genick gebrochen haben.
dass irgendetwas an der beziehung nicht stimmte, habe ich vor allem durch ein sehr diffuses gefühl gemerkt. irgendwann ist mir (und vor allem freunden von mir) aufgefallen, dass mein selbstwert immer mehr zu schrumpfen begann, ich wurde im laufe ängstlich, unsicher, und irgendwann regelrecht depressiv mit dem ganzen kram, der dazu gehört (sich dumm, wertlos, etc. fühlend, schuldgefühle immer und immer wieder, nervosität...) zunächst habe ich das auf mich geschoben: wer weiß, vielleicht bin ich zu gestresst und reagiere deshalb immer so dünnhäutig. irgendwann hat mich eine freundin darauf aufmerksam gemacht, dass ich immer dann besonders mies drauf bin und schlecht über mich denke und rede, wenn ich mit meiner mittlerweile ex-partnerin zeit verbachte. mir fiel es irgendwann selbst auf: nach gemeinsamen treffen fühlte ich mich immer schlechter, nie besser...Dachte anfangs, okay, es liegt an mir, sie hat sich schließlich wieder über diese und jene sache an mir aufgeregt (z.b. weil ich klagte, dass ich mich schwer bei meiner kollegin durchsetzen könne; da wurde sie richtig wütend, dass ich immer nur jammere und ja selbst schuld sei an meiner misere; oder sie warf mir vor, ich sei (physisch) zu distanziert, nur um mir zwei tage später, wenn ich ihr mit einer lieben postkarte und einer einladung zu einem gemeinsamen badewannenabend + anschließender Massa. eine freude machen wollte, zu sagen, ich würde sie mit nähe erdrücken). ich habe die meiste zeit versucht, es ihr, wenn sie sich über etwas beklagte, recht zu machen, mein verhalten zu ändern. das wurde mir dann aber auch wieder vorgehalten: entweder ich machte es nicht gut genug oder ich machte es schlichtweg komplett falsch. was sie auch sehr gern machte, vor allem nachdem die ersten 4 wochen des honeymoon rum waren (und davon hatte wir bisher viele; die geschichte zwischen ihr und mir zieht sich als on/off geschichte mittlerweile über 7 jahre): mir immer wieder zu spiegeln und vorzuhalten, was meine schwächen sind. in den letzten wochen, als ich immer depressiver, unsicherer, antriebsärmer und völlig energielos war, habe ich es nicht mehr ausgehalten. ich habe eine pause gewünscht, die sie sogar zunächst begrüßte, weil sie eh etwas "unverbindlichereres" mit mir wolle und sich auch mit anderen vergnügen mochte. die pause ist nun in eine trennung übergegangen, so hat sie das mittlerweile per email entschieden. ehrlich gesagt kann ich gerade nicht trauern, weil ich immer noch total am ende und energielos bin und ich auch gemerkt habe, dass es mir in der zeit der pause wieder ein bisschen besser ging, zumindest hatte ich das gefühl, ich kann wieder atmen. das werde ich in nächste zeit (wieder) lernen müssen: atmen, atmen, atmen und feststellen, dass das ohne sie so viel besser klappt. sie fehlt mir natürlich trotzdem schrecklich. ihr kennt das ja sicher...