Zitat von Aldia249:Danke für deine lieben und ausführlichen Worte. Leider sehe ich es genauso. Wenn er nicht aus freien Stücken etwas für seine Psyche tun möchte, ...
ich finde mich sehr genau wieder im Bezug auf meinen Ex, bei dem, was du schreibst.
fremdverliebt, nix angefangen mit ihr, selbst mit Therapie losgelegt, depressiv und lethargisch.
beim Hoovering mit mir extrem kreativ gewesen (Briefe, Mails, Fotos....sogar ein "kleines Buch" geschrieben mit Punkten, wie "wir" an unserer Beziehung arbeiten könnten
..
🙄 ).
"Leider" hab ich bereits zuviel Wissen/Erfahrungen und Therapien gemacht, um dem Glauben zu schenken.
Zudem habe ich, wie du, eben nicht sofort das Handtuch geschmissen, sondern Verständnis gezeigt bis es mehrfach zum Knall kam, weil er meiner Beobachtung nach den Bogen (eigentlich wie ein kleines Kind) immer weiter überspannt hat.
Vielleicht hatte ich insofern einen Anteil daran, weil es eben auch von meiner Seite aus nicht so normal ist, soviel Verständnis aufzubringen (Stichwort Coabhängigkeit)
Wie auch immer.
Ich bin nicht seine Therapeutin und dazu habe ich auch keine Lust, das raubt meine Lebensenergie und er würde mich mit sich immer tiefer ziehen.
Depression sehe ich als ein Suchtverhalten an.
Man sagt, der Depressive nimmt morgens halt seinen "Depresso" zu sich.
Außerdem haben Depressionen für mich sehr viel mit unterdrückten Aggressionen zu tun. Die Lethargie ist pure passive Aggression, ich kann das spüren und klar, sie ist gegen mich gerichtet.
Warum?
Na, weil grad kein anderer da ist, weil es sich immer gegen die engsten Vertrauten richtet und weil das die einzigen sind, die das mit sich machen lassen.
Wenn ich den Depressiven, der sich halt so in seinen Zustand hineinwirft und noch ordentlich Mist baut und sich mir gegenüber wie ein launischer Teenager (oder wie eine einzige passive Anklage) verhält, dann bin ich entweder raus oder die Coabhängige, die es ihm ermöglicht, diesem Zustand weiter zu fröhnen.
Meiner Meinung nach mache ich mich im letzten Fall sogar schuldig.
Nicht nur mir gegenüber.