Zitat:Ist schon vor der Erkrankung der Wurm in einer Beziehung und die Liebe weg, dann soll keiner bleiben sondern besser gehen. Aber eben nicht die Krankheit vorschieben als Grund. Denn der Erkrankte oder davon Genesene kann dafür sicher nichts. Genauso wenig für die komplexe Gefühlswelt währenddessen oder danach.
Das sehe ich ähnlich. Hier geht es nicht um die Krankheit als solche. Hier ist das Gefühl verloren gegangen.
Mein Vater hat meine Mutter 4 Jahre gepflegt. Sie saß die letzten Jahre im Rollstuhl.
Was das für meinen Vater bedeutet hat, was für eine Arbeit auf ihn zukam, könntet ihr schon denken.
Wir waren oft besorgt, haben eine Hilfe angagiert, damit er besser zu Recht kommt.
Und nie haben wir ihn klagen gehört. Nur Sorge und Angst und eine tiefe Trauer.
Sie starb in seinen Armen, er 4 Monate danach, obwohl er eigentlich gesund war.
Die Liebe hat über alles getragen und ohne sie musste er auch gehen.
Wenn das hier nicht der Fall ist, dann ist die Krankheit eine Nebenerscheinung. Sicher ist der Alltag jetzt anders, aber so unerträglich? Mit Putzhilfe und der Kranke fährt sogar selbst das Auto?
Die Ehe ist zu Ende. Ist vielleicht sehr schwer das selbst so anzunehmen? Angst, dass die Umwelt es nicht verstehen wird? Und deshalb wird nach Gründen gesucht?
Zu eigenen Gefühlen stehen, das ist schon Grund genug.