Liebe Nightlight ,
.....ich habe mich zu lange dagegen gewehrt , daß durch solche Schicksalsschläge einfach alles in Frage gestellt wird . Ohne daß es "gewollt" wird . Einfach so .
Die Frage bleibt - wo gehe ich nun hin ? WIE packe ich es richtig an ?
....leider habe ich bis jetzt noch keine Antwort gefunden
Mein Partner (wie gesagt , ein echt "Lieber") verfiel in einen Aktionismus , mit dem ich einfach nicht Schritt halten konnte. Er konnte mich nicht mehr verstehen , wieso ich seine guten Rat-SCHLÄGE nicht annehmen und umsetzen wollte/konnte . Daraus ergaben sich immer wieder sinnlose Diskussionen , die noch mehr an meiner Substanz Raubbau betrieben haben....ich verzweifelte immer mehr - und je länger es dauerte , desto weniger fühlte ich mich ihm verbunden .
Es ist die blanke Verzweiflung - die nie ein guter Ratgeber ist - die mir die Sicht auf die Dinge verwischte , die mir am Ende wirklich hätten helfen können.
Übrig geblieben ist ein sehr schales Gefühl für meinen Partner , und auch er hat für sich in dieser Zeit einen richtigen Schaden genommen . Ob das nochmal mit uns finktioniert....ganz ehrlich : ich denke , das ist nur noch eine wage Hoffnung
Du funktionierst
Mehr kann man dazu im Moment einfach noch nicht sagen . Du suchst sicher nach einem Weg da raus - aber das verzweifelte umher rennen bringt dich vielleicht immer nur wieder an die Stellen , an denen du schon zig- mal warst....
Ich vergleiche das manchmal mit einem kleinen Esel , der tag- täglich immer im Kreis rennt um die Wasserpumpe eines Brunnens in Gang zu halten - irgendwann hat er seine Laufschiene so weit runter getrampelt , daß er einen Graben gelaufen hat , aus dem er noch nicht mal mehr die Umgebung sehen kann - er hält diese Laufschiene für seinen Lebensweg !
Das kann´s doch nicht sein !
Auch ich versuche zur Zeit , durch den (räumlichen , zeitlichen) Abstand eine völlig andere Sicht der Dinge zu bekommen . Auch kann ich von meinem Partner nicht verlangen, daß er das alles schön mitmacht - und zwar bitte OHNE permanente Zwangs- Unterstützung , die mich einfach nur noch weiter in die Grübelei treibt.....
Meine Hoffnung - und ich denke , das ist es was übrig bleibt : tu was du tun musst um die Notwendigkeiten zu stemmen und gib dir Zeit , die Entscheidungen von denen du jetzt glaubst sie treffen zu müssen (was du NICHT musst!) dann zu entscheiden , wenn du selbst wieder innerlich zu Kräften gekommen bist
Jetzt "kannst" du gar nichts! Und das ist nicht böse gemeint , sondern verstehend....
viel Kraft für dich
