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Partner trennt sich in Schwangerschaft

NineN
Zitat von Perzet:
Verständnis - ist das passiert auf dem Weg zu Dir, , also zur Übergabe der Kinder?

War auf dem Weg in die Kita. Hab ihm am Freitag gefragt, ob er den Kinderwagen mitnehmen möchte. Nein, er hat nichts vor, braucht er nicht. Er hat mich direkt nach dem Vorfall angerufen und innerhalb von 10 Minuten war er bei mir. Zusammen Kind angeschaut, hab meinen Arzt angerufen und dann sind wir auch schon los.

Zitat von Balu85:
Und auch wenn es ein Vollhonk ist....also der BWK....ich denke er ist sich auf seine Art dessen bewusst was er angerichtet hat.

Es sickert immer mehr durch. Aber er merkt eben auch wie anstrengend es jetzt ist mit zwei Kindern. Vor allem in der wiederkehrenden Regelmäßigkeit.
Meinte er ist jetzt nur anders unglücklich als vorher. 🤷‍♀

x 2 #10066


Stella31
Zitat von NineN:
Meinte er ist jetzt nur anders unglücklich als vorher.

Tolle Aussage 🙄

#10067


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Heffalump
Zitat von NineN:
Aber er merkt eben auch wie anstrengend es jetzt ist mit zwei Kindern. Vor allem in der wiederkehrenden Regelmäßigkeit.

Immer für ihn Rücksicht, immer trägt er schwerer.

Tschuldigung, aber er ist schon ne Lusche

x 1 #10068


P
Zitat von NineN:
Er hat mich direkt nach dem Vorfall angerufen und innerhalb von 10 Minuten war er bei mir. Zusammen Kind angeschaut, hab meinen Arzt angerufen und dann sind wir auch schon los.

Danke, das hilft, die Situation besser zu verstehen.

Was hättest Du gemacht, wenn etwas ähnliches auf deinem Weg zur Kita mit dem Kleinen passiert wäre?

Nur mal so, als Abgrenzung zu seinem Verhalten?

Edit:
Ich vermute, Du hättest Dich zuerst darum gekümmert, ob der Kleine okay ist, Arzt aufsuchen, und dabei dann den VdK informiert.
Also Du hättest Dich gekümmert.

Jetzt hat er sich gekümmert, indem er Dich informierte, weil Du Dich kümmern kannst. Das weiß er. Darauf vertraut er.
Wer weiß, wielange es noch dauern wird, bis seine emotionale Reifung nachzieht. Körperlich und Intellektuell ist er erwachsen. Emotional steckt er noch irgendwo fest. Das kommt noch, irgendwann. Aber wann, wissen wir nicht.

x 2 #10069


NineN
@Perzet Ich hätte es genauso gemacht. Was schon mal der Fall war. Da musste ich meine Tochter von der Kita abholen, weil sie sich einen Stein in die Nase geschoben hat. Da war der Kleine erst drei Monate alt und war da recht weinerlich. Hab den VdK angerufen, zeitgleich den HNO-Arzt und eine Termin ausgemacht. Dann hab ich beide hingeschickt.
Wenn etwas passiert mit den Kindern, ist er der erste den ich anrufen würde (neben dem Arzt). Vielleicht sogar, wenn mir etwas passieren würde. Einer muss ja die Kinder abholen...

Was mich ärgert ist nicht, die Risikobereitschaft, dass er meine Warnungen vorher in den Wind geschossen hat und jetzt eben genau das passiert ist! Und er nicht dafür die Konsequenzen tragen muss.

x 3 #10070


P
Das habe ich mir gedacht und zeitgleich noch den vorhergehenden Beitrag ergänzt gehabt.
Zitat von NineN:
Hab den VdK angerufen, zeitgleich den HNO-Arzt und eine Termin ausgemacht.

Eben, Du kümmerst Dich sofort - und - informierst den VdK. Das ist Verantwortungsbewusst und erwachsen.

Zitat von Perzet:
Jetzt hat er sich gekümmert, indem er Dich informierte, weil Du Dich kümmern kannst. Das weiß er. Darauf vertraut er.

Er ist in der Tat überfordert sobald etwas außer der Reihe passiert. Aber er hat auch dieses unglaubliche Vertrauen, daß Du Dich kümmern wirst, daß Du weißt, was zu tun ist. Er stand ja wie der größere Bruder der Kinder vor der Tür: "Mama schau, was passiert ist! Bitte nicht schimpfen!"

Ja, Du hast jetzt ungeplant mehr Arbeit. Und ich verstehe gut, daß Dich das ärgert, weil 'unnötig' zusätzlich belastet. Da bist Du froh, wenn endlich etwas mehr Ruhe rein kommt. Stattdessen hast Du jetzt wieder mehr zu tun. Das ist erstmal ärgerlich für Dich.
Vielleicht wird es nicht so schlimm, wie befürchtet. Aber das wird sich zeigen.

Jetzt kommt doch ne Andeutung zu ihm:
Ihr beide habt Euch sehr unterschiedlich weiter entwickelt.
Er hat gelernt, kleine Kinder zu betreuen, auf seine Weise.
Du hast gelernt, kleine Kinder zu betreuen, Dich zu kümmern. Aber Du hast ganz besonders viel persönliche Entwicklung hingelegt, erkämpft, durchlitten. Und die Unterschiede werden im Moment immer deutlicher.
Wann auch immer sich bei ihm die innere Weiterentwicklung in Gang setzen wird: keine Ahnung. Aber irgendwann wird es geschehen, hoffentlich. Im Moment ist er auf seine besondere Weise wie Dein drittes Kind. Kann man drüber stöhnen. Kann man aber auch akzeptieren lernen als etwas, worüber man keinen Einfluss hat, weil das bei ihm liegt. Über den Umgang mit ihm aber sehr wohl.

x 2 #10071


Balu85
Zitat von NineN:
Meinte er ist jetzt nur anders unglücklich als vorher.

ja....es mag merkwürdig klingen, aber ich denke dieses Gefühl kennen viele hier.

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P
Zitat von Balu85:
ja....es mag merkwürdig klingen, aber ich denke dieses Gefühl kennen viele hier.

Ja, dieses Loch in einem drin, das trotz aller Bemühungen (Musik, Arbeit, Politik, Philosophieren, Kumpels, Kinder) einfach nicht weggehen will bzw sich auffüllen lassen will.. ..

#10073


Balu85
Zitat von Perzet:
Ja, dieses Loch in einem drin, das trotz aller Bemühungen (Musik, Arbeit, Politik, Philosophieren, Kumpels, Kinder) einfach nicht weggehen will bzw sich auffüllen lassen will.. ..

ja....eben dieses. All die Bemühungen sind nur wie ein Tuch was dieses Loch verdeckt. Aber manche haben Glück und können es verschließen.

#10074


S
Zitat von NineN:
Es kam aus der Überforderung heraus. Ich sagte sinngemäß etwas wie sch. das jetzt alleine ist und wie er sich das denkt und das man sich sowas vor der Trennung mal überlegen sollte. Also ich hab ihm meine Wut um die Ohren gehauen. Und dann hat er eben gesagt, er sei nicht fähig für eine Nine-Beziehung und auch mit den Kindern ist er oft am Limit.


Zitat von NineN:
Aber er merkt eben auch wie anstrengend es jetzt ist mit zwei Kindern. Vor allem in der wiederkehrenden Regelmäßigkeit.
Meinte er ist jetzt nur anders unglücklich als vorher.

Er wollte Familie, weil's ja so schön ist und Halt, Zugehörigkeit und Geborgenheit verspricht, aber er will nur die Schokoladenseiten davon – die alltäglichen, kleinen Konflikte und den Stress, den das unweigerlich mit sich bringt, hält er nicht aus.

Und mit wütenden Frauen kann er auch nicht umgehen. Was ja ab einer gewissen Intensität und wenn es nicht mehr verhältnismäßig ist, auch nachvollziehbar wäre – aber in eurem Fall war deine Wut ja berechtigt. Da ist er ähnlich wie mein Ex, der sagte auch mal, er hätte am liebsten eine Frau, die gar nicht dazu fähig ist, wütend zu werden. Und allein bei dem Gedanken an diesen Satz steigt bei mir schon das Adrenalin und ich könnte auf 180 hochfahren. Das, was mich dann beruhigt und wieder lachen lässt, ist der Gedanke daran, dass solche Frauen sowieso nicht existieren.

Zitat von Balu85:
ich denke er ist sich auf seine Art dessen bewusst was er angerichtet hat.

Klar, sonst würde er nicht gefühlt ständig weinen. Er leidet wahrscheinlich an seiner eigenen geringen Belastbarkeit und dass diese für ein intaktes Familienleben nicht ausreicht.

Zitat von NineN:
Die Konsequenzen für seine Entscheidung trägt also mal wieder nicht er, sondern andere.

Solange das so bleibt, wird er nie nachreifen und Verantwortung lernen. Dann wird er ewig in dem Muster verharren, sich stets darauf zu verlassen, dass jemand anders sich schon kümmern wird. Wie damals, als du ihm ganz frisch nach der Geburt zu Fuß mit Baby in der Trage noch Fiebersaft bringen solltest. Diese Geschichte macht mich nach wie vor immer noch sprachlos. Er ist wie ein drittes Kind, das sich total drauf verlässt, dass Mama sich schon kümmern wird, wenn's irgendwo brennt.

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A


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