Zitat von thegirlnextdoor: Auch wenn Außenstehende, alte Freunde Z.B. keine große Veränderung bemerken.
(Ich rede jetzt auch nicht von einer neuen Frisur oder neuen Hobbies usw., sondern grundlegend, charakterlich.
Das sehe ich nicht ganz so.
Was hinter den Kulissen passiert, bekommen Freunde selten mit.
Ganz besonders dort, wo die Verlasser schon Ersatz in der Hinterhand haben.
Die vielen verletzend Worte u. U. auch Taten bekommen Dritte doch überhaupt nicht mit.
Gerade in dem Fall, wo der Verlasser sein Handeln noch vor sich selbst moralisch rechtfertigen muss, wird konstruiert und gelogen, an der Haaren herbeigezogen usw.
Mag sein, dass mancher Dritter schon immer die dunkle Seite gesehen hat nur eben nicht der verliebte Expartner.
Nach über 12 Jahren Trennung benimmt sich mein Exmann wieder gesittet mir gegenüber. Eine Freundschaft wird es nicht, muss es auch nicht. Unsere Kinder sind groß.
Lange Zeit benahm er sich wirklich ekelhaft. So kannte ihn keiner.
Außer seine erste Exfrau in Ansätzen. Selbst sie war geschockt.
Hinzu kam bei ihm tatsächlich auch eine radikale Typänderung äußerlich und in Bezug auf Interessen, Musik, Einrichtungsstil, Glaube usw.
Und so etwas wirft diese permanente Frage auf, was war dann wirklich echt an der Beziehung, den Gefühlen, dem Partner. Dem eigenen Bild der Beziehung usw.
Es hindert einen aber daran konsequent nach vorne zu gehen.
Lachen kann ich heute definitiv nicht über die Dinge die gelaufen sind, oder die Sorgen die ich damals hatte.
Aber ich bin stolz, daß alles alleine geschafft zu haben.
Stolz auf 3 ganz tolle Kinder, die trotzdem gut in ihrem Leben angekommen sind.
Ich bin stolz darauf, gerade geblieben zu sein, Entscheidungen fair getroffen zu haben, den Kopf immer oberhalb der Wasserkante zu halten, egal wie böse gespielt wurde.
Ich werde nicht mit Wehmut mit 80 zurückblicken. Egal welche Knüppel mich brechen oder zum Stolpern bringen wollten, ich bin wieder aufgestanden. Manchmal mit Hilfe und oft genug alleine, für meine Kinder und für mich.
Die Lehre daraus, mache niemals jemanden zur Priorität, der dich nicht zur Priorität hat, und verlasse dich nicht auf andere.
Und du bist stärker als du glaubst.
Ich verzeihe mir meine Fehlentscheidungen und schlage eine andere Richtung ein.
Ich bin zwar nicht gläubig, aber damals verstand ich das Bildnis von Lots Frau, so wollte ich nicht sein/werden.
Je mehr man zurückblickt, umso weniger kann man vorangehen.