Zitat von NineNinchen: Aus seiner Sicht hat er mehr als genug zurückgesteckt. 1,5 Jahre. Hat alles mitgemacht, was ich wollte und trotzdem hat er nicht genug Nähe bekommen.
Ja, ja, der kleine König
Zitat von NineNinchen: Naja, er hat Recht damit, dass ich ihm nicht so viel Nähe seit der Geburt gegeben habe. Das sehe ich auch. Er hat es hin und wieder nebenbei erwähnt.
Nope.
Eine Schwangerschaft ist nicht mit der Geburt beendet. Der Körper braucht lange bis Hormone geordnet sind, die Organe wieder an Ort und Stelle und manch eine Region verweigert u. U. noch eine Weile so zu funktionieren wie davor. Das kann 1 bis 2 Jahre dauern!
Plus u. U. Wochenbettdepression, Stillzeit mit Defiziten im Hirn, dann noch die hormonelle Bindung an das Kind.
Die Haut reagiert anders auf Berührung. Der Versorgungsmechanismus läuft, das Programm sieht da im Fokus nicht den Mann pudern und hätscheln, sondern den Nachwuchs.
Das kann man sich noch so wünschen vorher, Biologie tickt anders.
Das läuft alles im Hintergrund automatisch.
Eine Schwangerschaft inkl, der Zeit danach (und ja nicht nur 6 Wochen) ist für eine Frau kein Spaziergang.
Und dann noch die Erwartungen von außen.
Du bist ein Mensch keine Maschine.
Ich kann dir sagen, dass sogar die Heilung/Wiederherstellung von Körper und Seele von Schwangerschaft zu Schwangerschaft unterschiedlich sind.
Gib dir da bitte nicht die Schuld.
Und auch als Mutter muss man sich erst einmal in die Rolle finden. Gerade beim ersten Kind.
Plus die Ängste und Unsicherheiten.
Das alles hat ein Mann nicht.
Da läuft weiter das Arterhaltungsprogramm. sprich Vermehrung. Organe sind alle an ihrem üblichen Ort, Hormone sind auch keine wesentlichen Turbulenzen, Verschiebungen, maximal ein paar "wir sind schwanger-Kilos" sind vorhanden.
Und wenn er noch einmal Mimimi macht, soll er mal zu Forschungszwecken einen Wehensimulator tragen.
Und sich richtig belesen, was eine Schwangerschaft für den Körper während und danach bedeutet.
Zitat von NineNinchen: Mal ehrlich, wenn man einen Song geschrieben bekommt ist das ja auch ein mega Kompliment.
Ach ja, den hatte ich auch und ich war 30.
So gerne ich daran zurückdenke, es war schon ein Egoding von meinem Ex.
Zitat von NineNinchen: den Blues zu bekommen. Die Inspiration. Und seit der Trennung macht er ja auch wieder viel mehr Musik.
Oder um erfolgreich im Teich zu angeln.
😉 Wie war der Satz mit den Frauen und Gesang/Gitarre?
Als ich schrieb Ansage an dich, war gemeint, kein Spaß, das ist Ernst, mit Speck fängt er Mäuse.
Ansage ich kann jederzeit Ersatz haben, sei dankbar ich habe dich im Moment gewählt. Noch, aber ich kann...
Das ist Triangulation in Reinkultur.
Passt dann zu den Infos, die du von deiner Mutter bekommen hast.
Zitat von NineNinchen: Davon muss auch ich mich verabschieden. Von den "wilden" 20ern, mit abends lange unterwegs sein.
Nö. Man kann auch als Alleinerziehende Party machen. Es gibt Papa Zeiten.
😁 Glaube mir das geht.
Geht bei mir auch heute noch.
Zitat von NineNinchen: Aber dann bin ich aich wirklich allein. Das macht mir auch Angst.
Sei ehrlich.
Du durftest doch meist eh alles regeln, managen, organisieren.
Und jetzt wird das nicht anders.
Dafür ist ein Mensch weniger, der Unordnung macht, wo du regelst und machst ( ja, dein Sohn irgendwann auch).
Einer weg, der kritisiert, dich verlacht und fordert.
Du kannst alles entscheiden ohne ausgebremst zu werden, zu diskutieren...
Wenn du politisch unkorrekt Knödel essen möchtest, dann machst du das.
Willst du Geld sparen, mach es.
Willst du Haustiere, hol sie dir.
Dir geht es nicht gut, na und, sieht keiner, kannst im Jogginganzug rumlaufen, Haare auf Sturm.
Wird dir niemand sagen (ganz besonders jemand der es selbst nicht hinbekommt) lebe endlich!
Deine Tochter ist im Kiga, deinem Sohn wird es nicht auffallen.
Und was ist in der neuen Wohnung anders als jetzt?
Du bist jetzt schon mehr als oft allein.
Kannst dich nie verlassen auf ihn, oft genug ist er nicht erreichbar usw.
Was soll da Angst einflössend sein, was du nicht schon erlebt hast?
Für mich war der Umzug eine Befreiung.
Ja, manches war etwas mehr Arbeit, anderes fiel komplett weg, dafür konnte ich schalten und walten, wie ich es wollte. Keine Diskussion, keine Vorhaltungen und Vorträge, keine Zweifel, keine Kompromisse, keine Rechtfertigung. Kein Spagat mehr.
Und mein Tempo.
Du verlierst nicht, du gewinnst.
Du kannst dich ganz auf dich und die Kinder konzentrieren.
Und allein bist du nicht.
Hast du ein Tablett, PC, Laptop, dann treffen wir uns im Chat hier, oder in den diversen Themen hier, bei Musik die wir teilen, Witze, etc.
Gibt genug Threads zur Unterhaltung.
Ich habe viele Abende und Nächte hier verbracht, und nicht nur Zuhörer und Leser, sondern Freunde gefunden.
Kontakte von hier im realen Leben geknüpft.
Schau dir die Treffen/Links an, die Sternenguckerin gepostet hat.
Ich hab über die AWO und die Frauenberatung jede Menge Kontakte geknüpft.
Ein Netzwerk von Alleinerziehenden. Von Babysitten, Kindertaxi, Kleideraustausch, Möbelaustausch, Tipps, Renovierungshilfe, Jobvermittlung, tröstende Worte, Ausflüge war alles dabei.
Du bist nicht allein. Nur einen kleinen Schritt entfernt.