Das ihr das alle positiv seht ist sehr ermutigend!
Ich bin an einem Sonntag geboren und habe mich immer für ein Glückskind gehalten. Weil mir trotz allem immer gelungen ist was ich vorhatte, ich zum Glück nie ernsthaft krank geworden bin oder immer Familie und Freunde um mich herum hatte. Erst jetzt gerate ich so richtig ins straucheln. Ich hoffe einfach, dass mein Sonntagsglück schon weiß was es da tut....(aber es wird wohl daran Anteil haben, dass es mit der neuen Wohnung geklappt hat und das meine beste Freundin seit zwei Wochen wieder in Dresden wohnt).
Natürlich würde ich meinen Kindern immer dazu raten, dass zu tun was sie glücklich macht. Aber eben nicht, wenn andere zu Schaden kommen. Da gibt's Grenzen. Natürlich darf mein NM glücklich werden, aber sein Weg ist der egoistische, den ich meinen Kindern nicht empfehlen würde. Das eigene Glück auf Kosten anderer zu erlangen ist halt einfach abartig.
Zitat von Yoffi: Aber werd nicht darüber verbittert
Das versuche ich nicht. Ich will keine grummelige Alte werden mit Zornesfalten. Und das nur wegen eines Menschen.
Zitat von sonntag_morgen: Würdest du deinen NM überhaupt noch um dich haben wollen, Familienleben mit ihm haben wollen, nachdem er dich so mies behandelt hat?
Zitat von thegirlnextdoor: Ob er mit dem Baby wirklich auf happy family machen möchte... bin ich mir nicht sicher. Wenn er das wollte wäre er jetzt denke ich nicht so dermaßen abweisend.
Ich glaube das funktioniert nicht. Gedanklich schön, aber er ist nicht mehr der Mann von damals. Wenn er es überhaupt jemals wahr. Denn diese Gedanken begleiten mich auch. Die Unsicherheit in wie weit er mich vielleicht auch einfach nur ausgenutzt hat. So lange wie ich halt nützlich war.
Er wird vermutlich seiner Pflicht nachkommen. Mehr glaube ich nicht.
Ich habe ihm ja schon im alten Jahr gesagt, dass ich ihn bei der Entbindung nicht dabei haben möchte. Bei unserer Tochter hat er sogar die Nabelschnur durchgeschnitten. Seitdem hat er auch nie wieder gefragt. Und ich will nach oder während der Geburt keinen Nervenzusammenbruch haben.
Zitat von Yoffi: Gib dir zwei Jahre gute Therapie (und mit gut meine ich über dich und nicht über ihn reden) und ein paar Podcasts von "Stahl aber herzlich" und du wirst das tief in dir auch erkennen und spüren.
Ich werde die nächste Zeit auf jeden Fall auch an mir arbeiten. Ich möchte auch keinen neuen Partner, bevor ich nicht weiß wer ich bin.
Gestern habe ich mit einem ehemaligen Klassenkameraden geschrieben. Er fragte mich was ich so mache, wofür ich brenne, was mich beschäftigt.....ich habe Hobbies, ja, aber eine richtige Leidenschaft? Nein.
Irgendwie hatte ich dann beim schreiben immer mehr das Gefühl langweilig zu sein, nichts zu sagen zu haben oder nur über Dinge, die mit meinem NM zu tun hatten. Das war irgendwie bitter. Denn er hat ja seine Leidenschaften. Muss sich jetzt nicht selbst zusammenpuzzeln.