Heute war wieder ein Durchhänger bei mir. Gestern hat mein NM die Kleine mal von der Kita abgeholt und sie zu mir gebracht. Sie hat sich bei der Übergabe wieder an sein Bein geklammert und furchtbar geweint als ich sie hochgenommen hab und hat ihn ständig gerufen und nicht verstanden, dass er nicht mitkommt. Es hat mir in der Seele wehgetan und dann musste ich auch erstmal heulen. Meine Tochter hat dann ganz plötzlich aufgehört mit weinen, als ich angefangen habe. Und hat mich stattdessen mit großen Augen angeschaut und mich getröstet. Das ist doch alles nicht normal. Ich hab ihm vor ein paar Tagen auch noch mal geschrieben, wie blöd ich diese ganze Aktion finde und ob ihm alles so egal sei ( ich weiß, soll ich nicht machen, ist grenzüberschreitend). Er meinte er hätte die Freiheit zu antworten was er will und und auf was er will. Schön, er hat alle Freiheiten und mir nimmt er sie. Er meinte ich solle nicht denken er sei glücklich oder nicht traurig. Während er lächelte. Klar. Ich find's auch total amüsant, wen ich traurig bin...
Ich hab dann rückblickend noch mal ein bisschen in meinem Thread gelesen.
Zitat: Und weil du diese Hoffnung hast, kannst du auch nicht so eine Wut gegen den Ex entwickeln wie wir- die Forumsteilnehmer. Ja, du SAGST, du bist wütend, du SAGST, ich muss das jetzt alleine ohne ihn schaffen, aber du FÜHLST das noch nicht. Warum maße ich mir an, das zu beurteilen ? Weil es bei mir damals ganz genau so war:Ja, ich trat nach außen hin tough auf. Ich organisierte mein Leben und das der Kinder neu. Ich besorgte mir eine eigene Wohnung, ich organisierte das Familienauto für uns, ich nahm alle Kinder-Termine alleine und gewissenhaft wahr. Und natürlich demonstrierte ich nach außen Stärke und Unabhängigkeit. Aber all das konnte ich nur so tough durchziehen, weil ich ständig die Hoffnung in mir trug : " Der wird zurück kommen. Das ist jetzt nur eine Phase. Wenn der erst sieht, wie tough ich hier alles alleine durchziehe, wird der merken, was er an mir hat. Wenn ich und die Kinder erst wirklich weg sind, wird er merken wie das ist und auf Knien angerutscht kommen....wenn er merkt, dass Freunde und Familie sich von ihm abwenden, wird er eine Rolle rückwärts machen.... zieh das jetzt erstmal durch für den Übergang, und dann wird irgendwann wieder alles gut....." Damals hätte ich mir eher die Zunge abgebissen als diese Gedankengänge zuzugeben, aber heute kann ich es eingestehen. Ich funktionierte wie ein Zombie, weil da immer die Hoffnung und der Glaube mitschwangen- der kriegt sich wieder ein ! Ich konnte und wollte es einfach nciht wahrhaben, dass das nun endgültig sein sollte. Ich alleinerziehend ?Und dann kam der Tag, als ich wirklcih alleine in der neuen Wohnung saß
Genaus so geht es mir. Ich hab alles durchgezogen, war mutig und hab versucht stark zu sein. Und hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass er es auch sieht. Und sich denkt, die will ich vielleicht doch, mit der kann man sich was aufbauen, die kämpft. Stattdessen sagte er mir vor zwei Wochen, dass er es gut findet jetzt alleine zu wohnen.
Er hat also bekommen was er wollte: seine Freiheit ( ohne das er sie groß organisieren musste), er ist mich kos geworden ohne viel dafür tun zu müssen, dass habe ich ja alles gemacht, zwei Kinder, und seine Karriere die er ohne mich niemals so hätte machen können.
Er ist jetzt also glücklich auf Kosten der Familie.
Und jetzt sitze ich alleine in der Wohnung, der Typ ist zufrieden und bestimmt wie Gott auf was er mir antwortet und was nicht. Und antwortet sonst eben auch mal gar nicht. Mag ja sein, dass er keine Lust auf Vorwürfe hat, aber wer so viel Schaden anrichtet, der muss auch damit leben können. Und ja, vielleicht komme ich damit jetzt in die Schiene rauchsüchtige Ex, aber ich wünsche ihm im Moment wirklich nur das Schlechteste. Denn neben den ganzen Schmerz hat er auch beträchtlich an meinem Stolz gekratzt!