Zitat von Yoffi: Ein Abgabelungsprozess kann nur stattfinden, wenn man den Blick auf sich wendet, auf den eigenen Trauerprozess und die tieferliegenden Anteile.
Hängt ganz davon ab, was es für eine Beziehung war.
Wenn du einen Expartner hast, der dich schon in der Beziehung manipuliert hat, plus all das andere Gedöns und das jetzt munter weiter betreibt, hast du keine Chance, außer du erkennst es.
Hier werden ihr die"eigenen" Anteile noch zugedichtet vom Ex.
Hilft dir null.
Darum geht es beim Aufzeigen, was er da für widersprüchlichen Humbug auf sie niederlässt.
Sich dagegen zu behaupten funktioniert nur, wenn man es erkennt/sieht.
Und nur dann kann auch die Erkenntnis kommen, egal wie sie sich verhalten hätte, es hätte nie gereicht!
Wenn einem das absolut klar wird, hört meist auch der Wunsch auf eine erneute Schlittenfahrt auf.
Wenn du erkennst, dass jemand ständig deine Grenzen missachtet, hört auch irgendwann das "der arme Kerl, er leidet doch so" auf. Und das "ich muss mich nur mehr bemühen, dann..."
Wenn dir klar wird, heute ist seine Begründung A , morgen ist B und übermorgen C und eigentlich ist es angeblich doch immer nur deine Schuld.
Wenn man selber nicht aus diesem Holz geschnitzt ist, dauert die Erkenntnis, und so lange wird sie sich immer wieder den Schuh anziehen, den er ihr vor die Türe setzt.
Sitzen die Grenze fest, dann kann man schauen ob da wirklich eigene Anteile zum Ende geführt haben, und viel wichtiger wo man sich noch stärken muss, man hätte unterbinden und sich schützen müssen. Aber dafür bedarf es diesen Blick auf seine Handlungen ungeschönt.
Ja, wichtig ist die Überlegung, was möchte ich, wünsche ich mir, womit bin ich glücklich, aber auch der Abgleich, was davon war wirklich vorhanden (ohne rosa Nebel).
Nun liegt aber hier das blöde Bindungshormon vor, da ist der rosa Nebel auch nicht so einfach wegzupusten. Ergo, sind Wünsche und Glück auch noch stark mit der Vergangenheit verwoben und gezuckert. Unweigerlich wird wieder das vorherige vermeindliche Familienidyll in den Vordergrund rücken.
Dafür muss man sich leider, die unschönen Seiten und die Widersprüche immer wieder vor Augen führen. Nicht das "warum tut er".
Z. B. Die "kleinen" Witze über Schulabschluss und Studium.
Abwertung!
Steht ihm absolut nicht zu!
Ich habe höchsten Respekt vor Menschen, die neben Arbeit, Alltag, Partnerschaft und Familie noch ein Fernstudium erfolgreich absolvieren. Das erfordert so viel mehr, als nur ein Studium an der Uni. Da noch Bauernschläue vorzuwerfen, die nächste freche Abwertung.
@NineNinchen für die Leistung kannst du dich gefälligst mal auf ein Podest stellen.
Genauso für deine Leistung der letzten Monate.
"Labil" ist die nächste bodenlose Frechheit. Deine Leistung in der Zeit, verlangt Respekt, und auch Verständnis das man bei dem Pensum nicht immer 100% stark sein kann, besonders wenn Unterstützung nur aus "ich mach hier die Technik und koche Saucen" besteht.
Grenzüberschreitung sofort erkennen und Grenzen stabil halten geht nur, wenn man die Methode dahinter lesen kann.
Er hat ja seine Muster und die kannst du lernen zu erkennen.
Du hast schon gut auf die Tränen "nicht" reagiert.
Beim nächsten Mal klatschst du vielleicht und verleihst ihm einen Oskar. Oder sagst einfach, sorry bin ich nicht für zuständig und gehe jetzt (bitte) nach Hause. Ich muss mich um die Kinder kümmern.
Das Problem sind nicht wir, die sie erinnern, triggern das macht er, manipulieren, verwirren, Grenzen überschreiten, nicht reagieren.
Heilen geht erst, wenn die Grenzen geschützt sind.
Wenn er an der Tür sturmklingelt und du nur die Klingel abstellst, ohne schlechtes Gewissen.
Wenn er anruft und du nicht ans Telefon gehst, oder eine Unterhaltung beendest, wenn sie nur noch in Schuldzuweisung ausufert. Und das ist keine Schikane, das ist Selbstschutz.
Und das erlangst du nur durch einen scharfen Blick.
Zitat von Yoffi: Ich möchte mich aber auch nicht daran beteiligen über den Mann zu sprechen. Denn um ihn geht es überhaupt nicht. Sondern um sie, ihre Muster, ihre Lücke im Herzen.
Und auch da kannst du erst mit arbeiten, wenn du genau die Interaktion beleuchtest.
Zitat von NineNinchen: Ihr helft mir ja schon immer wieder mich daran zu erinnern, was eigentlich los war.
Genau das.
Weil er dir immer wieder Sand in die Augen streut. Und du leider noch voll Hormone und deinem Hintergrund an dir zu Unrecht zweifelst.
Jetzt aber nur auf deine Muster zu schauen, birgt die Gefahr Grenzen fallen zulassen.
Du findest ein Manko bei dir und schon fühlst du dich als die Schuldige.
Zitat von NineNinchen: Ich komme mir vor wie der letzte Depp, der einfach unfähig ist eine Trennung zu verarbeiten.
Nein. Absolut nicht. Du wirst manipuliert, gegängelt, abgewertet, belohnt, bestraft...
Du bist abhängig und jetzt noch voller Hormone.
Hab bitte Nachsicht mit dir. Ich hab sie auf jeden Fall.
Wir stupsen dich nur zur klaren Sicht.
Dein System ist nicht kompatibel mit seiner Art. Du hast ein völlig anderes Empfinden für Empathie, Gerechtigkeit, Fürsorge, Liebe und stellst dich für andere (Familie, Kinder) in den Hintergrund, weil du Empathie, Liebe und Fürsorge hast. Darum fällt es dir auch schwer anzunehmen dass man das nicht haben und empfinden kann.
Ob du zusätzlich noch Liebe über Leistung empfindest, ist zwar bearbeitungswürdig, aber gerade nicht primäres Ziel.
Absolute Priorität sind Grenzen.
Ich wette, hättest du bei ihm unangekündigt an der Tür geklingelt und es hätte ihm nicht gepasst, würdest du vor der Tür stehen.
Du reagierst auf Nachrichten, weil man das macht, egal ob mit ChatGPT oder nicht, er schwelgt in Schweigen, weil ist ihm zu anstrengend. By the way, geht ja auch nur um die "Dinge" für das Statussymbol, nicht um menschliche Wesen (sorry, der musste sein). Du wirst eiskalt geghostet.
Und das bei Themen, die die Kinder betreffen, nicht die Ex Beziehung.
Das zeigt ganz deutlich, wie wichtig die Kinder und du ihm seid.
Betonung die Kinder.
Ups, wofür waren die Oskartränen noch einmal? Den Verlust der Familie, seinem Traum?
Zeigt er immer wieder, wie wenig er den Traum unterstützt. Nicht einmal ein schnödes Reisebett.