Eure letzten Antworten waren wieder einmal sehr deutlich und auch unbequem. Aber eben auch nicht weniger wahr.
Zitat von Kroenchen_richten: Wie eine Löwenmama.
Zitat von Fanta1: Ich habe nach deinen ganzen Erzählungen nicht viel von ihm erwartet, sondern- ich will ganz ehrlich sein, Ninchen- DEIN Verhalten !
Das passt an der Stelle nicht für mich zusammen. Ich war selbst so ungläubig in dem Moment wo die Kiste auf dem Tisch stand und unsere Tochter am Fenster war. Ich wollte kein Fass aufmachen und tu mich ohnehin schwer Konflikte auszutragen. Ich versuche sie zu vermeiden. Und wenn ich mal was ernst zu ihm gesagt habe, dann ist er laut geworden. Einschüchternd. So kenne ich ihn nicht, das ist neu für mich. Aber es stimmt schon, bei der Sicherheit gibt's keine Kompromisse! Ich habe ja am Abend nach dem Vorfall auch noch mal das Gespräch mit ihm gesucht und er hat es auch eingesehen. Sollte ähnliches allerdings noch einmal passieren, werde ich das ebenfalls dokumentieren und dann mal beim nächsten Termin mit dem JA ansprechen. Ich hab mich jetzt auch gefragt, ob ich nicht doch ein bisschen Kontakt brauche mit meinem NM, damit ich genau solche Situationen überhaupt erst mitbekomme. Das war ja wirklich nur, weil ich kurz mit in seine Wohnung bin. Wenn ich aber weniger Kontakt habe, dann gehen solche Dinge an mir vorbei. Es ist wirklich ein Spagat. Denn eigentlich wäre kein Kontakt sehr viel besser.
Zitat von Fanta1: Hätte mein Ex-Mann es gewagt, eines unserer Babys in einer Holzkiste zu deponieren und hätte er unsere 2jährige Tochter völlig gelassen einer solchen Lebensgefahr ausgesetzt, hätte ich ihn ungespitzt in den Boden gerammt !
Zitat von Fanta1: Ich hätte mir meine Kinder geschnappt, hätte ihm die Ansage meines Lebens gemacht, hätte dem Jugendamt den Vorfall gemeldet
Ich hatte den kurzen Impuls alle Kinder anzusacken und zu gehen. Aber ich dachte es wäre auch etwas übertrieben. Ich glaube ich muss für mich noch ausloten, was wirklich schwierige Situationen sind. Mir fehlt da manchmal der Vergleich es zu erkennen, wann ausflippen angemessen ist. Aber ihr und meine Therapeutin habt es ja jetzt sehr eindeutig gespiegelt.
Zitat von Kroenchen_richten: Heute gibt es "to good to go" . Und zumindest hier lohnt es sich den Speiseplan in die Richtung zu führen
Muss ich mal schauen, wo es das bei uns gibt.
Zitat von Heffalump: Wieso hast du ihn zurück gelassen?
Lybe?
Gewohnheit?
Versprechen?
Angst?
Alles außer Versprechen. Und weil er in meinen Augen auch wirklich bereut hat.
Zitat von Nalf: Was gibt Dir Sicherheit?
Tatsächlich ebenfalls wenn ich ausreichend finanzielle Mittel habe. So, dass ich mal spontan umziehen kann so wie im Februar. Und wenn ich minimalistisch Leben kann. Wenig Sachen zu besitzen beruhigt mich. Ich denke dann weniger darüber nach. Um je mehr Sachen ich mich kümmern oder verwalten muss, desto unruhiger werde ich. Und Planbarkeit gibt mir Sicherheit. Mein NM hat mir Sicherheit gegeben. Aber der ist ja jetzt raus.
Zitat von Nalf: Fehlt Dir ein "Angenommensein"? Bist Du einsam?
Ja, ich fühle mich ohne Anker und in der Schwebe. Keine Ahnung wohin es mich treibt. Und ja, ich fühle mich auch einsam, selbst wenn ich mich mit Freunden treffe. Die sind gerade alle sattelfest in einer Partnerschaft und planen ihr Leben. Dabei zuzuschauen macht einsam.
Zitat von Nalf: intellektuell unterfordert?
Ja. Hab zwar auch mit Behördenkram zu tun, aber das reicht nicht. Deshalb auch Podcasts und das ich mein Englisch gerade auch wieder etwas aufpoliere. Da verkalkt mein Hirn nicht komplett.
Zitat von EineMitleserin: Und wir hier wirklich eine tolle Gemeinschaft in ihrem Faden sind.
100% und vielen Dank an dieser Stelle!
Das Schwarmwissen ist schon bemerkenswert.
Zitat von Darlena: Und du findest wenig Zugang zur Trennungsaggression. Was kann es dir vereinfachen?
Ich bin ja auch hin und wieder sehr wütend. Also die Trennungsaggression ist ja durchaus vorhanden. Das ist auch die Phase, wo ich sehr schnell dazu tendiere ihm Vorwürfe zu machen. Inzwischen kann ich mich da ja ganz gut zusammenreißen. Aber wenn er Pech hat, dann erwischt er mich mal in meiner Wutphase und mit einer Sicherheitslücke beim Umgang mit den Kindern.
Zitat von Darlena: Hast du wirklich Tagträume, wie schön es mit ihm wäre?
Schon, aber im Hinterkopf weiß ich ja auch, dass es sie nur gibt wenn ich ok bin. Aber garantiert werde ich in meinem Leben noch einige Tiefs erleben. Und was ist dann?! Muss ich vermutlich jedes mal bibbern, dass er wieder geht. Gibt dazu auch eine europäische Studie:
"..das Scheidungsrisiko bei Paaren im Alter zwischen 50 und 65 um 60 Prozent erhöht, wenn die Frau krank wird. Es spielt keine Rolle, um welche Erkrankung es sich handelt, ob psychisch, körperlich oder chronisch.
Im umgekehrten Fall verändere sich «nichts signifikant», heisst es in der Studie. Heisst: Wird der Mann pflegebedürftig, macht das eine Trennung nicht wahrscheinlicher."
Zitat von Darlena: Aber alles auf einem Fundament von Angst und Unsicherheit.
Genau das. :-/
Deswegen kann es kein zurück geben. Das Vertrauen ist komplett im Eimer. Ich kann ihm ja nicht mal 100% vertrauen, wenn er die Kinder hat. Und das sollte doch schon da sein für eine gute Elternebene. So wie er es sich ja auch wünscht. Aber dann muss er langsam auch echt mal loslegen und beweisen, dass er ein Vater ist. Und ich muss die Konsequenzen ziehen wenn er es nicht ist. Das fällt mir halt schwer.
Zitat von Fanta1: einfach nur eine kahle Holzkiste, die irgendwo in der Ecke stand.
Wenns denn wenigstens ne Holzkiste gewesen wäre.....war ja eine Pappekiste.