Wie muss man sich die Ehe seiner Eltern vorstellen?
Du schreibst "wirklich schrecklich" und findest jetzt Parallelen?
Nachdem er das als Argument missbraucht hat.
Welche Parallelen?
Deine Beschreibung eurer Partnerschaft, zumindest am Anfang, klingt nicht schrecklich.
Eher recht normal.
(Ist leider so, die Partnerschaften wo wirklich 50/50 gelebt wird, sind rar. Wenn dann Kinder die Familie vervollständigen verschiebt sich das noch mehr. Und sind wir ehrlich, unsere Gesellschaft/Erziehung/Prägung durch Generationen, Umfeld und Medien ist noch längst nicht so weit, dass 50/50 normal wäre. Aber das nur nebenbei)
Kaum kommt er mit dem Argument, Angst vor einem Spiegelbild der elterlichen Ehe zu haben, nimmst du das an.
Es lag dann aber nicht an dir allein, wie er das anscheinend suggerieren möchte.
Er hat das Verhalten doch angenommen, also liegt es an ihm, an sich und seinem Verhalten zu arbeiten, um diese "Vorbildehe" vor der er angeblich so Angst hat, nicht zu kopieren.
Eine Paartherapie hätte da Augen öffnen können. Insofern ist seine Begründung dagegen schwachsinnig.
Außer ihm ist klar, wo die Hauptproblematik und Arbeit liegt.
😉 Zitat von thegirlnextdoor: Ich halte das Argument angesichts deiner eigenen Schilderung eurer Beziehung für mehr als an den Haaren herbeigezogen... mal wieder.
Absolut!
Ich denke noch immer, seine Flucht hat andere Gründe.
Egoistische. Und woanders winkte die Huldigung seiner Majestät.
Das würde er aber nie zugeben.
Und die Leere, empfindet er, weil er jetzt weder von dir noch an anderer Stelle diese Zufuhr erhält.
Eher wird er auch an anderen Stellen starken Gegenwind erhalten für seine Aktion.
Bin ich gescheitert?
Gemessen an den Wünschen und Gedanken meines 20 jährigen "Ichs" mit völlig naiven Größenwahn, komplett am Lebenstraum vorbei gerutscht.
Ich wollte keine Kinder, auf jeden Fall keine Scheidungskinder, nie heiraten, wollte um die Welt reisen, beruflich aufsteigen usw.
Aber gescheitert, nein, andere Wege gegangen, viele Hürden genommen, neue Stärken entdeckt, neue Fähigkeiten entwickelt, viel Gelassenheit erlernt und mit fast jedem Chaos jonglieren gelernt.
Heute würde ich mit meinem 20 jährigen "Ich" niemals tauschen wollen. Zumindest was den naiven Hochmut betrifft. Ich bin gewachsen an meinem Lebensweg, das möchte ich nicht mehr hergeben.
Geblieben ist der Mut sich in neue Situationen zu begeben, auch wenn das Ende offen ist, denn das Leben ist nicht planbar und es gibt immer einen Weg.