Zitat von Perzet: Zu dem NM fällt mir nur ein "self fullfilling prophecy".
Er hat Angst, daß es so wird, wie bei seinen Eltern.
Er unternimmt nichts dagegen.
Er behält recht.
Er ist bereits so.
Ja, irgendwie schon.
Echt schade, weil es ihn immer gegruselt hat, wenn an seine Eltern dachte. Er sieht es und irgendwie bleibt er stecken. Selbst der Vorschlag zur WG war ja ein Modell wie es inzwischen ja praktisch seine Eltern leben.
Zitat von Islantilla: Aber trotzdem vermisse ich ihn, bzw. hätte gerne jemanden an meiner Seite, mit dem ich irgendwelche Aktivitäten machen könnte.
Das kann ich gut verstehen. Ich mag meine Momente mit mir alleine, aber hin und wieder würde ich sie doch auch gern mit einem Menschen teilen wollen. Und nicht auf freundschaftlicher Basis.
Zitat von Violettsloth: Meiner wollte sich nur immer aufrichten, gucken, was im Raum so abgeht und hat am Pinsel rumgefressen.
😂Ja, die Beschreibung passt auch bei meinem Sohn ganz gut. Schön zu hören, dass es sich verwächst.

Zitat von EineMitleserin: Und ja das Verhalten von ihm IST extrem.
Gut zu wissen. Ich glaube meine Wahrnehmung ist nicht so scharf. Leider ist vermutlich auch mein Ton in der Partnerschaft nicht so toll gewesen. Eine Freundin sagte mir nach der Trennung, dass sie fand wir hätten auch mal netter zueinander sein können. Rückblickend hatte sie da Recht. Ich weiß welche Situationen sie da meinte.
Heute fühle ich mich echt wieder schlecht und könnte mir in den Hintern beißen, dass ich manchmal so war wie ich war.
Meine Therapeutin ist auch spezialisiert auf Bindungstherapie und hat mit mir mal aufgeschlüsselt, wie wir so funktioniert haben. Wie Katz und Maus. Die Erkenntnis tut so weh, weil ich auch erkenne wie toxisch ich war und ich es nicht mehr rückgängig machen kann.
Ja, mein Mann war oft meckrig und hat viel Zeit für seine Hobbies gebraucht. Und ich hab oft einen Streit vom Zaun gebrochen um gesehen zu werden.
Selbstmitleid hilft keinem, schon klar. Aber ich wünschte wir hätten da zusammen ein Weg rausgefunden.
Ich will nicht mehr der Mensch von vorher sein. Der Drama machen oder Leistung zeigen muss, damit ich Anerkennung und Nähe bekomme.
Zitat von sonntag_morgen: Und dann wollte ich dir noch von der Mediation erzählen, die ja auch zu einer evaluierenden Mediation wurde:
Ich kann es empfehlen, wenn man mit sturen "Gegnern" zu tun hat und/oder die Vorstellugnen weit auseinander liegen und/oder es verhärtete Fronten gibt mit schlechter Kommunikation.
Das verrückte ist ja, dass mein NM ja vernünftig reden will und es auch kann. Aber mir fällt es total schwer, immer noch, normal mit ihm zu reden und so zu tun als ob nichts wäre. Es ist für mich nach dieser Trennung nichts normal. An dem Punkt, dass er mir egal ist bin ich noch lange nicht. Dafür war die Trennung und das ganze Drumherum zu schlimm.
Und das nervt mich selbst, dass er die Paar - und die Elternebene besser trennen kann. Umgangsheft wird ja von ihm nicht geführt. Kann ich ihn nicht zu zwingen.
Zitat von Kroenchen_richten: Gemessen an den Wünschen und Gedanken meines 20 jährigen "Ichs" mit völlig naiven Größenwahn, komplett am Lebenstraum vorbei gerutscht.
Ich wollte keine Kinder, auf jeden Fall keine Scheidungskinder, nie heiraten, wollte um die Welt reisen, beruflich aufsteigen usw.
Na gut, dass du da nun deinen Frieden mit geschlossen hast!
Mir ging es da ganz ähnlich. Ich wollte eigentlich mal was erforschen (Archäologie oder Geologie) und um die Welt kommen. Irgendwie hab ich dann doch das klassische Leben gewählt. Vielleicht weil ich es auch gar nicht anders kannte und wich nie genug Mut hatte etwas anders zu machen. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Kinder! Es war nur früher eher Plan B statt Plan A. Umd jetzt lebe ich Plan Z. Denn den hatte ich so nie auf dem Schirm. Kommt halt doch immer anders.