Zitat von Fenjal: Die Persönlichkeit dieses Mannes war noch nie anders, nur, jetzt wo die Herausforderungen gross sind, er natürlich überfordert ist, eskaliert er.
Alles war,vorhersehbar, daher rate ich, Typen, die unzuverlässig, wenig belastbar sind, niemals in 2. Reihe stehen wollen, nicht zum Vater zu machen.
Das könnt ihr sagen was ihr wollt, im Grunde sind die Kinder die Leidtragenden.
Jetzt mach dich gerade Te, in ihm wirst du wenig Hilfe haben.
Sieh dich um, es gibt Veranstaltungen, Tauschbörsen für Kinderkleidung, bei den Pädiatrien der Maximalversorger kann man nach Seilschaften nachfragen, melde ihn frühzeitig in der Kita an, damit du sicher arbeiten kannst.
Gute Zeit.
Mit dem Beitrag hat sie ja schon zusammengefasst irgendwie recht.
Kita-Platz für den Kleinen ist bei uns kein Problem. Und danach geh ich auch wieder arbeiten. Da freu ich mich auch schon wieder drauf. Meistens macht es Spaß.
Kinderklamotten u.ä. bekomme ich viel von Freunden oder auch mal vom Flohmarkt. Ich kaufe wirklich nur sehr wenig neu.
Vielleicht hilft mein Thread irgendeiner anderen Frau und sie durchleuchtet ihren Mann und sich selbst genauer als ich es tat, bevor mein NM Vater wurde.
Zitat von Fenjal: Die Persönlichkeit dieses Mannes war noch nie anders, nur, jetzt wo die Herausforderungen gross sind, er natürlich überfordert ist, eskaliert er.
Denn ich glaube das stimmt. Er war den Herausforderungen nicht gewachsen und ich hab es nicht gesehen. Und ich seh es so, dass es mir zwar auch schlecht geht mit der Trennung, aber die Kinder halt wirklich nochmal ganz anders aufwachsen als ich es gut finde und mir für sie gewünscht hätte. Jetzt müssen wir halt das Beste machen.
@Yoffi Das war ein sehr wachrüttelnder Beitrag. Danke dafür! Gut geschrieben ich konnte fast spüren, wie du am liebsten durchs Telefon gesprungen bist.
Zitat von thegirlnextdoor: ich würde mir diesen Beitrag von an deiner Stelle ausdrucken und jeden Tag 10 x lesen
Ich hab einen Ordner im Telefon mit Screenshot von besonders guten und hilfreichen Kommentaren. Wenn ich mal was Bestimmtes nachlesen muss, dann will ich nicht erst die ca. 300 Seiten hier durchforsten. Yoffis Beitrag kommt als Affirmationen/Motivation jetzt auch mit rein. Oder um mich wieder in die Realität zu holen.
Zitat von Yoffi: Darüber hinaus bedeutet jahrelanges Gaslighting und Manipulation, dass man das Gefühl dafür verliert, was richtig und was falsch ist. Man verliert ein Gespür für sich selbst. Kann nicht mehr klar denken. Wird abhängig und überhöht den anderen.
Meiner Mutter beschrieb es als Nebel (wurde hier im Thread glaube ich auch schon gemacht) der sich lichtet. Ihre Trennung ist ein Jahr her und sie liest sich immer wieder durch, was sie sich an Erinnerungen aufgeschrieben hat. Weil sie vergisst, relativiert und auch neu ein Gespür entwickeln muss, was eigentlich normal ist. Ich hab ja viel mit ihr gesprochen und ich wollte immer einen anderen Weg gehen als sie. Aber irgendwie bin ich ebenfalls ihren Weg gelaufen. Absolut unbewusst und im festen Glauben ich würde es nicht tun. Total irre. Nur das mein NM jetzt schon die Reißleine gezogen hat und nicht noch 30 Jahre gewartet hat.
Ich weiß genau was sie meint mit dem Nebel. So oft frage ich mich, ob ich mich falsch erinnere, ob ich mich selbst und andere belüge mit dem was passiert ist oder ob es einfach normal war oder vielleicht doch ganz anders. Es fällt mir schwer mich zu erinnern (oft sind es auch nur Bruchstücke )und ich hab ja auch kein Tagebuch über die 13 Jahre geführt. Gerade weil es die meiste Zeit ja auch gut bei uns war. Nur punktuell immer mal wieder kleine komische Dinge (allein für sich genommen keine großen Auffälligkeiten) und irgendwann die großen Krisen. Und ich bin mir fast sicher, dass mein NM nicht bösartig war/ist. Nein, für ihn lief es vermutlich auch sehr unterbewusst ab.
Nur seit der Trennung lebt er seine Egoschiene ganz bewusst aus.
Zitat von Yoffi: Gib ihnen die Kraft mit auf den Weg, dass sie keine drei Minuten mit einem Partner verbringen, der sie so behandelt, wie dein Ex dich behandelt (hat). Tu all das, nachdem du für dich gelernt hast, wie hoch dein Wert ist und wie du wieder in deine Kraft findest
Das versuche ich. Ich will nicht, dass sie den Weg nehmen müssen, denn ich jetzt gehe. Und ich erziehe ja schon anders als meine Eltern. Ob es besser ist, werde ich erst in 30 Jahren merken.