Zitat von Yoffi:Kenn ich. Von meinem Vater. Deine Wunde, dieses Loch, ist mir sehr vertraut
Ist das nicht auch das Loch, dass z.B. Narzissten niemals füllen können?
Zitat von Yoffi: Hast du mal die Vorschläge Krabbelgruppe, Baby-Café, etc. versucht? Such dir Mütter in Elternzeit, die sich langweilen und alleine fühlen. Davon gibt es doch genug.
Ich hab was bei uns im Viertel gefunden. Jeden Mittwoch und mit einer Mutti aus der Kita bin ich auch mal ins Gespräch gekommen. Also ich bin dran. Mit fällt es nur wirklich extrem schwer auf andere Menschen zuzugehen und dann vielleicht noch im Hilfe bitten? Ach du Schreck!
Zitat von Heffalump: was sollen die Leute denken, hat das Kind keine Erziehung bekommen?“
O-Ton meiner Mutter. Das Kind ist immer zu laut und die Leute gucken und es wird ja dann später mal so ein richtiges schlimmes Kind. Selbst wenn wir auf dem Spielplatz sind macht sie sich Sorgen, dass sie zu laut ist, weil sie vor Freude quietscht.
Zitat von zimt: Alle hier schreiben, Dein Ex wäre volljährig, müsste sich der Verantwortung stellen, Vergangenheit hin oder her usw...aber das gilt in diesem Punkt genauso für Dich. Auch Du hast die-auch trotz der Vergangenheit. Dass man aus solchen Mustern nicht leicht rauskommt ok. Aber da muss der Mutterinstinkt und gesunde Menschenverstand überwiegen.
Ja, da hast du völlig Recht. Aber mich gegen meine Eltern zu behaupten ist echt nochmal eine ganz andere Herausforderung. Da ist ein NM ein Witz dagegen.
Zitat von Heffalump: Deine Mutter ist aber auch äh hart, wo könnte sie, die Althäsin, sich bon einer Zweijährigen manipulieren lassen?
Das wüsste ich auch gern. Klar testet sie ohne Ende. Wenn ich mit meiner Tochter alleine bin klappt es auch viel besser, als wenn z.B. mein NM oder meine Mutter mit dabei ist. Es ist merkwürdig.
Zitat von Heffalump: Das Stöckchen zerbrechen, ist keine Konsequenz, sondern Hilflosigkeit.
Ja, das hab ich dann auch gemerkt. Die Stimme von meiner Mutter hat sich in dem Moment auch überschlagen und sie ist dann weggegangen und hat meine Tochter stehen lassen. Ich hab mich da so selbst in dieser Szene gesehen. Weder meiner Mutter noch meinem Vater kann ich die Kinder in dem Alter geben. Beide überfordert es, wenn die Kinder eigentlich Nähe und Zuwendung brauchen und stattdessen nur gescholten werden.
Zitat von Yoffi: Der wichtigste überhaupt. Alles danach, also das trotzdem reagieren und sich von alten Traumata lösen, baut auf diesem Schritt auf. Du bist extrem weit gekommen, wenn du das gestern so gut fühlen konntest!
Es ist wirklich nervenzehrend. Wirklich krass wie tief das geht, wenn Eltern keine gute Erziehungsarbeit leisten.

Ich hab mir auch immer wieder gefragt, ob ich dem WG-Modell nicht doch eine etwas längere Chance hätte geben sollen. Es hätte für die Kinder und vermutlich auch für uns alles einfacher gemacht. Ich zweifel da inzwischen doch dran. Denn weder mein NM noch ich haben ein gutes Netzwerk. Ich noch mehr als er.
Zitat von Yoffi: Über ein Jahrzehnt Therapie und ich fange langsam an mich von ihm zu lösen. Es ist verdammt schwer, aber man lernt so viel auf diesem Weg, wird immer sicherer und liebevoller mit sich selbst. Glaub mir. Ich würde den Weg gegen nichts eintauschen wollen.
Wow. 10+ Jahre....das ist ja absoluter Wahnsinn. Respekt. Ich weiß nicht, ob ich so einen langen Atem habe. Aber klar, ich merke ja jetzt schon nach den paar Monaten eine Veränderung.
Zitat von EineMitleserin: Das gleiche betrifft deinen NM. Du bist auf Menschen angewiesen die dir nicht gut tun und die dich untergraben (und deine Kinder bekommen das ab).
100% Das sehe ich leider ganz genauso.
Plan D muss her. Noch bin ich in Elternzeit und kann dran feilen. Es geht um 2 Nachmittage je 2,5 h Betreuung wenn ich wieder arbeiten gehen. Ein Jobwechsel ist für mich keine Option. Wo ich finanziell jetzt stehe, bekomme ich so nicht wieder. Notfalls muss es ein bezahlter Babysitter sein bis die Kinder alt genug sind, damit sie auch mal alleine zu Hause bleiben können. Und meine Eltern dann wirklich wirklich nur wenn es gar nicht mehr anders geht.
Zitat von zimt: Man weiß ja gar nicht, was die den Kindern sagt oder sich ihnen ggü verhält, wenn man nicht dabei ist.
Ich erahne es und es gefällt mir nicht.
Aber verrückt und irgendwie auch traurig, dass viele von euch ähnliche Erfahrungen mit ihren Eltern gemacht haben. Und am Ende habt ihr alle ähnliche Konsequenzen gezogen: Abstand. Bei meinem Freundinnen ist es ähnlich. Da haut die eine Oma sogar.
Und im Prinzip hilft da nur Abstand. Aber vorher werd ich mit meiner Mutter nochmal reden müssen. Da muss ich mir vorher Mut antrinken oder so.