Yoffi
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So wie ich das als Nicht-Mutter mitbekomme, ist die Elternzeit so oder so eine oft einsame Zeit für viele Frauen. Die wenigsten leben die Bilderbuchfamilie, wo der Mann dauernd zu Hause ist und hilft und sie vormittags die Zeit gemütlich mit anderen Müttern nutzen. Grade als Mehrfachmutter liegt es aktuell wahrscheinlich weniger an der Trennung, dass du so isoliert bist, als eben an der Tatsache, dass Eltern sich in den ersten Jahren auch sehr zurücknehmen müssen und sich als Menschen, auch als Paar, ein stückweit selbst verlieren. Im Fokus sind halt jetzt zwei extrem abhängige Kinder.
Versuch den Fokus nicht zu sehr darauf zu setzen, wie schlecht es dir mit allem geht, sondern bleib realistisch:
Ja, Trennung ist hart. Aber jeder weiß, dass diese Zeit der Trauer auch vorbei geht. Du wirst irgendwann aufatmen und du wirst auch wieder lieben.
Ja, Elternzeit ist hart. Auch diese Zeit geht vorbei. Die Zeit mag man als isolierend empfinden oder aber das Schöne darin sehen, in Deutschland den Luxus zu haben, seinen Kindern beim wachsen zuzuschauen.
Konzentrier dich weniger auf den Verlust, als auf deine Ressourcen und bau diese weiter aus. Übe Mütter anzusprechen, geh an Orte wo du diese triffst. Hab nicht die Erwartung, dass das sofort alles löst, aber setze weiterhin den Fokus darauf, ein Netzwerk zu erschaffen. Denn ohne Netzwerk kannst du ja gar nicht anfangen Grenzen zu setzen. Bleibst du immer abhängig. Und dann fühlt sich der Verlust und das Negative natürlich an wie ein riesen großes Ding. Du brauchst dieses Netzwerk im Rücken, um die ganzen inneren Schritte weiter vornehmen zu können.