Zitat von Heffalump: „Bücher gehören nicht in einem Wohnzimmer Schrank „ dabei hatte ich diesen nur für diesen Zweck erworben.
Ich hatte ein Regal für CDs, da wanderten meine irgendwie in die zweite Reihe
Hätte er mich eingekleidet, wäre ich ne Mischung aus Oma und Teresa Orlowski. Er begann Teller, Besteck, Gläser, Handtücher, Bettwäsche zu seinem Geschmack zu tauschen, so hintenherum, das dies zunächst nicht einmal auffiel.
Als würde eine fremde Macht, dir all das aussaugen, was dir Freude macht.
Trug ich Schmuck, der mir gefiel, aber ihm nicht, ließ er es mich auf seine Art wissen.
Und da ich mir anfangs nichts bei dachte, eher noch dachte, er nimmt Anteil, hab ich mich auch nicht gewehrt.
Welche Farbe die Wände, Form und Größe vom Sofa, welchen Fernseher.. mit den Jahren wurde es immer mehr seins und immer weniger meins.
Ich verschwand, verblasste.
Da erkenne ich auch meinen Ex wieder. Er hatte so eine subtile Art, mich zu kritisieren und abzuwerten, kam nicht so oft vor, aber wenn, dann war es immer richtig fies.
Beispiele (die umreißen es ganz gut, mir würden sicher noch viel mehr einfallen):
- Ich schneide Kartoffeln mit dem Messer, er hat das als "unfein" kennengelernt. Hat es dann ständig so subtil kritisiert, auch vor den Kindern (so in die Richtung, ich sei prollig oder so, natürlich nicht direkt ausgesprochen, nur so angedeutet). Ähnlich lief es mit ein paar anderen "Benimm-Regeln" ab (z.B. wer wen wann wie am besten begrüßt - habe ich seiner Meinung nach auch nicht richtig gemacht).
- Wir wollten mal in ein Restaurant gehen (nicht piekfein, normal-gut), da kritisierte er auf so eine gemeine Art, dass ich meinen Rucksack (so ein normaler Stadtrucksack, ich trage eigentlich nie Handtaschen) mit hineinnehmen wollte. Da war ich dann so sauer, dass der Restaurantbesuch ausfiel.
- Im Haus stand (und lag) wirklich fast nur sein Kram rum. War für mich bis zu einem gewissen Grad O.K. (ich mache mir nicht viel aus Materiellem und besitze nicht viel) - mich hat aber massiv gestört, dass er, wenn ich dann doch mal irgendwas von mir aufgestellt / aufgehängt ... habe, ständig daran rumgekrittelt hat - (und außerdem - krass - immer auf so eine subtile Art die Unordnung kritisiert hat - dabei war das zu 99% sein Kram). Wenn irgendwo auch nur mein Rucksack rumstand, hat er ständig auf so eine blöde, indirekte Art daran rumgekrittelt: "Da hinten steht noch ein Rucksack." Weiteres Beispiel: Ich habe mal so einen Sound-Adventskalender mit Weihnachtsliedern (zugegeben etwas kitschig, aber lustig, fand ich - nicht groß, höchstens DIN-A3) - in unserer Essecke aufgestellt. Da nervte er ständig rum, wie doof der sei, und - haltet euch fest - entfernte das Teil am Morgen des 24.12., obwohl seine Massen an Advents- und Weihnachtsdeko immer noch ewig rumstanden. Genau so lief es mit einer bestimmten (wirklich kleinen) Baumdeko ab, die ich von meinen Eltern geschenkt bekommen habe (nicht das Original, sondern ein Remake davon), die in meiner Herkunftsfamilie eine geliebt-kitschige Tradition war. Die hat er im ersten Jahr auch so abgewertet, dass ich sie nie mehr ausgepackt habe (war falsch, ich weiß). Übel fand ich, dass die Kinder sie, als ich sie letztes Jahr, also beim ersten Weihnachten in der neuen Wohnung, wieder ausgepackt habe, auch niedergemacht haben, vor allem K3, der ohnehin aufgrund seines jungen Alters vermutlich noch am beeinflussbarsten ist/war (ich höre oft den Ex durch ihn sprechen). Finde ich übrigens auch eine große Gefahr, dass die Kinder die Abwertung übernehmen.
- Ich habe selten am WE bzw. überhaupt zu Hause gearbeitet, wenn die Familie da war - im Gegensatz zu ihm, dessen Arbeit immer als "ultrawichtig" galt. Kam es doch mal vor, kam er ständig vorbei und sagte "Tippeltipp" etc., so dass ich mich ohnehin nicht konzentrieren konnte und irgendwann genervt den Laptop zuklappte.
Zitat von NineNinchen: Ja, ist bei meinen ja genauso. Schlimm. Mit deren Trennung hat man als deren Kind ja eigentlich gar nichts zu tun. Andere abzuwerten oder zu kritisieren und zu erwähnen was denn am Besten wäre, dass können meine Eltern beide besonders gut.
Ja - das mit der zeitgleichen Trennung deiner Eltern ist für dich natürlich nochmals eine Herausforderung. Halt dich da raus, so gut es geht, auch gedanklich.