Zitat von NineNinchen: Das wäre vermutlich wirklich wichtig, dass wir wenn dann einen zeitlichen Rahmen festlegen.
Blablabla (ich bin wieder hart, ich weiß):
Du kannst noch so viele Ideen entwickeln, wie ihr was am besten lösen könntet. Das ist aber vergeudete Energie, denn er will nicht.
Und so lange du deine Energie darein verschwendest, über ihn nachzudenken, und darüber, dass er ein gaaaaanz sanfte Partnerin (aka unterdrückte!) braucht, statt darüber, dich im Grenzen setzen zu üben, wirst du nicht weiterkommen.
Was ist mit den ganzen Tipps und Tricks, die ich dir zu x Zeitpunkten geschrieben habe? Was davon machst du?
Du kannst noch so sehr von einem Leben träumen, dass deinen Wünschen entspricht. Von Hobbies und Zeit, die du hast, von Harmonie mit deinem Ex, Eltern oder einem neuen Partnern.
Wenn du jetzt nicht die Chance ergreifst, die ein Lebensdrama immer bietet, dich zu entwickeln, dann werden deine Träume weiterhin abhängig davon bleiben, was dein Umfeld zulässt.
Du musst dich endlich entscheiden die Verantwortung und Kontrolle über dein Leben haben zu wollen. Und dann dein Leben nach deinen Regeln zu leben. Und dann gibt es keine Person mehr, außer deinen von dir abhängigen Kinder, die darüber entscheidet, welche Stimmung du wann wo und wieso nach außen trägst, wann du dich ausruhst, deine Wohnung aufräumst oder ein Auto kaufst, wie du dich behandeln lässt und selbst behandelst und so weiter und so weiter.
Alle diese Fragezeichen in deinem Kopf richten sich nach dem, was du denkst, dass andere Menschen von dir erwarten.
Wo aber bist du Nine und wieso bist du dir so verdammt egal?
Grenzen setzen musst du weiterhin üben. Und das Üben musst du einplanen. Das ist wie Vokabellernen. Wenn du dir dafür keine Maßstäbe und Regeln setzt, dann kannst du sie nicht irgendwann einfach. Und dann stehst du halt in jeder Situation wieder da, fühlst dich überrollt, reagierst vielleicht über, weil alles in dir sich gegen die fortwährende Grenzüberschreitung wehrt, und fühlst dich am Schluss nur unzulänglich. Und gehst als Schutzreaktion wieder in die Bindung zu deinem Täter. Und ja genau das ist das Stockholm-Syndrom.
Setze dir selbst Prioritäten. Setze dir selbst Regeln, um diese Prioritäten durchzusetzen. Und halte dich an deine eigenen Regeln. Und dann übe, diese nach außen zu tragen.
Aber wenn es schon daran scheitert, dass du dir eigene Regeln setzt, geschweige denn, diese auch übst zu pflegen, weil du die ganze Zeit nur über ihn nachdenkst, dann kann dir wirklich keiner helfen. Kein Therapeut und kein Forum kann dir abnehmen, dich endlich ernst zu nehmen.