Zitat von thegirlnextdoor: Der Mann ist der schlimmste von dem ich hier bisher gelesen habe.
Ja, aber über das gute schreibe ich ja auch kaum. Das verzerrt das Bild etwas und lässt ihn wirklich schlecht dastehen.
Zitat von Yoffi: Das ist aber vergeudete Energie, denn er will nicht
Nur zu seinen Bedingungen.
Zitat von Yoffi: Wo aber bist du Nine und wieso bist du dir so verdammt egal?
Ich weiß es nicht. Ich weiß was ich mag und was nicht, aber ich spüre mich nur ganz selten selbst und weiß eigentlich gar nicht wie es sich wirklich anfühlen sollte.
Mir fehlt die Referenz.
Zitat von Violettsloth: ich weiß nicht, ob du es schon mal geschrieben hast, aber war das schon Teil der Therapie oder habt ihr es mal angesprochen, was dich so an ihm festkrallen lässt? Warum du nur ihn siehst für dein Familienglück? Weil die „normale“ Reaktion auf so ein Verhalten würde ja völlig anders aussehen.
Es ist immer mit Thema. Zu Hause bei meinen Eltern hab ich mich nicht zu Hause gefühlt. Ich hatte in meiner Jugend so zwischen 11-16 so viel Hausarrest und war bis auf eie Schule recht isoliert. Durfte kaum meine Freunde sehen, keine anderen Familienmitglieder, obwohl diese den Kontakt gesucht haben, aber von meinen Eltern abgeblockt wurden. Es gab keine erwachsene Bezugsperson die mir irgendwie das Gefühl von Sicherheit gegeben hat oder das Gefühl, dass ich mal Sein konnte. Mit 14 hatte och das erste mal den Gedanken, dass es vielleicht besser wäre einfach nicht mehr da zu sein. Das war zu der Zeit als die Harry Potter Bücher herauskamen. Ich wollte wissen wie sie ausgehen und hab viel Zeit in Fantasywelten verbracht. Also Bücher können Leben retten! Vielleicht mache ich deshalb auch beruflich " irgendwas mit Medien".
Mit 16 kam mein erster Freund. Der hat mich gedanklich und emotional zu Hause rausgeholt. Bei meinem NM fühlte ich mich das erste Mal zu Hause und in Sicherheit. Weil es eben nicht 10 verbale Schläge sondern nur 2 pro Tag gab. Und nicht ganz so heftig. Ich weiß, Schlag ist Schlag. Ich habe also meine zu Hause verloren, meine Sicherheit. Vielleicht beantwortet das die Frage, warum ich so festhalte. Es halt also tatsächlich eher weniger etwas direkt mit meinem NM zu tun. Und ich weiß das alles und sehe das. Und da steh ich nun und hab zum ersten mal in meinem Leben die Möglichkeit mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und schaffe es nicht vor lauter Angst umd Unsicherheit. Völlig unbegründet, den praktisch kann ich mein Leben sehr gut alleine regeln.
Selbst mein NM hat schon gefragt, warum ich ihn nach all dem überhaupt zurück möchte. Meine Therapeutin meint nach so langer Zeit zusammen braucht es eine Weile, bis man wirklich frei ist.
Zitat von Yoffi: Was ist mit den ganzen Tipps und Tricks, die ich dir zu x Zeitpunkten geschrieben habe? Was davon machst du?
Soe hängen sehr präsent in meiner Wohnung. Es oat für mich manchmal schwierig im richtigen Moment daran zu denken und umzusetzen. Das klappt mal mehr und mal weniger gut.
Aber ich habe sie nicht vergessen und meine Therapeutin fand sie auch gut.