Allein beim Lesen finde ich das schon anstrengend und kann mir trotzdem wirklich sehr gut vorstellen wie dich das emotional wieder aufgewühlt hat bzw. welche Zerrissenheit das wieder auslöst.
Das ist wie eine Achterbahn bzw. Ich würde mich wie im Schleudersitz fühlen.
Von ...
Zitat von NineNinchen: Als er zu mir sagte: " Das wird nie wieder was. Niemals wieder."
Zu ..."Ich will die Familie mit dir und alles andere (die Musik) ist zweitrangig" und das in so kurzer Zeit ist ein sehr großer Sprung. Zu groß für mein Empfinden.
Zitat von NineNinchen: Ich hatte das Wochenende kindfrei und es war so super schön. An beiden Tagen habe ich mit lieben Menschen richtig schöne Ausflüge gemacht und einfach das Leben genossen. Es war so schön für zwei Tage mal alle Verantwortung abgeben zu können. Ich hab mich lebendig gefühlt und einfach richtig gut.
Das finde ich großartig!
🤗 Wieviel Freizeit, nur für dich, hattest du innerhalb der Beziehung mit deinem NM?
Zitat von NineNinchen: Am Ende habe ich ihm noch einmal ganz klar gesagt, dass ich eine Pause von Gesprächen über uns brauche, weil ich dafür einfach keine Kraft mehr habe. Und das wir unterschiedliche Dinge wollen und uns gegenseitig nur frustrieren. Er meinte er sei traurig und er versteht was ich meine und findet es richtig und das mache es für ihn noch schlimmer.
Finde es gut das du nochmal versucht hast eine Grenze zu ziehen.
Zitat von NineNinchen: Heute Abend habe ich dann unseren Sohn abgeholt. Eigentlich sollte es schnell gehen. Und plötzlich brach er in Tränen aus und meinte er habe jetzt über ein Pc-Spiel mitbekommen was er wirklich will. Familie und mich dazu und Musik an zweiter Stelle.
Blieb nur leider beim Versuch, weil er sich mal wieder nicht daran gehalten hat.
An der Geschichte, bei welchem PC- Spiel er in welchem Zusammenhang diese grandiose Erkenntnisse hatte, bin ich wirklich brennend interessiert.
Zitat von NineNinchen: Das er so viele andere Dinge macht würde auch damit zusammenhängen, dass er Angst hat etwas zu verpassen.
Meint er damit die vielen anderen Dinge die er nach der Trennung macht? Weil er Angst hat das Leben zu verpassen?
Zitat von NineNinchen: Also ich fragte wie er wie er sich das eigentlich vorstellt wusste er das nicht, aber nach der Pause würde er sich was überlegen. Er hat so sehr geweint...
Tut mir leid, wie gesagt ich muss noch ein paar Seiten nachlesen, helft mir auf die Sprünge. Ihr habt eine Pause vereinbart? Für wie lange?
Was für mich bezeichnend ist, ist der Umstand, dass er jetzt angeblich diese Erkenntnis hat und er JETZT weiß das er "eine Familie und dich/ eine Familie mit dir will".
So...statt jetzt aber auf die Energie bzw. den Vibe der Erkenntnis aufzuspringen und in Tatendrang umzuwandeln, stellt er die Möglichkeit nach Lösungen zu suchen erstmal auf das Abstellgleis, genießt erstmal die Pause und schaut dann langsam mal nach was sein Oberstübchen so für Ideen hat.
Das er so sehr geweint hat hebst du stark hervor. Was genau löst sein weinen in dir aus?
Möchtest du dich nicht verantwortlich für seine Tränen fühlen müssen? Fühlst du dich schuldig?
Ist da ein Hoffnungsschimmer, weil es die erste heftige emotionale Regung von ihm seit der Trennung ist? Ist da Erleichterung, weil er sich auch mal menschlich bzw. emotional verletzlich zeigt?
Zitat von NineNinchen: Vor einem halben Jahr hätte ich alles dafür getan das von ihm zu hören! Und jetzt habe ICH Angst das Leben zu verpassen, wenn ich zurückgehe. Und gleichzeitig wünsche ich mir so sehr die Familie und das er derjenige sein könnte (ich weiß, Projektion).
Es geht in deinen Texten bzw. In seinen Aussagen immer mal wieder darum, dass ER sich zu sehr anpassen muss - aber ich denke mir immer wieder "kommt ihm den eigentlich nie in den Sinn, dass DU dich in einer Beziehung mit ihm auch anpassen musst?" Das du dich in einer Beziehung mit ihm, wie er sie sich vorstellt, nicht nur anpassen sondern komplett selbst aufgeben müsstest, damit die Familienkonstellation aufrechterhalten wird und er seinen Freiraum hat...
Zitat von NineNinchen: Als ich ihn fragte, warum er das jetzt auf einmal doch will, wo er ja vor Monaten noch absolut dagegen war, meinte er, er hatte würde ja schon die ganze Zeit darüber nachdenken. Also hat er eigentlich getestet ob das andere Leben nicht doch besser ist. Offensichtlich nicht.
Er hat festgestellt, dass das Leben in vermeintlicher Freiheit ohne "die Ketten der Ehe" auch nicht besser ist. Den womit er sicherlich nicht gerechnet hat, ist die Verantwortung die durch die Kinder trotzdem immer da ist. Das er seinen Kindern verpflichtet ist und was es bedeutet diesen gerecht zu werden.
Das er unglücklich ist hatte er bereits erwähnt, aber das war er in eurer Ehe auch, allerdings bietet ihm die Ehe eine gewisse Bequemlichkeit.
Es ist Spekulation und ich weiß es ist eine fiese Unterstellung, aber wenn er so oder so nicht glücklich ist, sucht er sich eben das bequeme Nest aus und das wird sicher nicht das Nest sein in dem er selbst für sich kochen muss.
Zitat von NineNinchen: Und als ich ihm fragte, was er den denkt wie das ist wenn die Kinder aus dem Haus sind, denn dann sind ja wieder bur wir zwei übrig. " Ja, da muss man dann halt was dafür tun, damit es nicht Schei.ße wird". Und festgestellt, dass es auch nicht da ist was er will.
Was genau meinst du mit dem Satz" und festgestellt, dass es auch nicht das ist was er will"?
Diese Antwort "dann muss man halt schauen und was dafür tun, das es nicht blöd wird" sollte dir zu denken geben.
Mein Therapeut meinte mal zu mir, dass sich Paare mit (Klein)-Kindern in der schwierigsten Phase befinden. Ich will das nicht als allgemeingültig gelten lassen, aber dennoch: Wenn ihr ohne Kinder nicht wisst was ihr miteinander anfangen könntet oder Zweifel habt ohne Kinder Erfüllung in der Beziehung oder deren Sinn zu finden, dann lasst es.
Fallen dir spontan Aktivitäten oder Gemeinsamkeiten ein bei denen ihr ohne Kinder gemeinsam Spaß haben könntet?
Zitat von NineNinchen: Ich möchte jemanden, der ähnlich intensiv das Leben lebt wie ich. Der mit den Kindern und mir ins Wasser geht und der nicht alles an der Natur total nervig findet. Jemanden mit dem man das Leben und die Liebe genießen kann. Und ich weiß nicht ob er es kann und wenn er es jetzt versucht, wirft er mir Irgendwann vielleicht wieder vor er hätte sich ja so sehr anpassen müssen.
Beim Lesen entsteht bei mir immer wieder der Eindruck du würdest dein Leben an ihn verschwenden und das macht mich unfassbar traurig.
Ich glaube das du dich in einer Beziehung mit ihm erneut zu sehr anpassen würdest, deswegen mache ich mir weniger Sorgen darum, ob und wie stark ER sich anpasst, sondern viel mehr darüber wie stark fu dich anpassen würdest damit es funktioniert.
Er sollte unabhängig von euch an seinen mentalen Problemen arbeiten. Das würde das Risiko verringern, dass er dir später Vorwürfe macht.
Zitat von NineNinchen: Und gleichzeitig ist da der Wunsch, dass Beste auch für die Kinder zu entscheiden. Und wäre das nicht auch, wenn wir es irgendwie wieder zueinander finden. Es fällt mir gerade so schwer den Fokus zu legen.
Ich glaube nicht das es für die Kinder immer das Beste ist, wenn die Eltern wieder zueinander finden.
Ist eine Beziehung mit deinem NM wie es jetzt ist, mit der Erfahrung des letzten Jahres wirklich so erstrebenswert?
Ist es das beste für dich?
Wie würde diese Beziehung aussehen, was gibt sie dir und was investierst du? Welche Werte möchtet ihr euren Kindern vor leben?
Was nehmen eure Kinder von der Beziehung und dem Umfeld mit?
Was bleibt von dir übrig, wenn die Kinder außer Haus sind?