Zitat von NineNinchen: Aber ne.... dafür ist er doch zu anständig.
Typischerweise wirken Narzissten nach außen hin oft liebenswert, korrekt und "anständig". Das ist Teil der Störung.
Zitat von NineNinchen: will mich ja nicht bewusst schädigen, er nimmt es nur in Kauf , um zu bekommen was er möchte.
1. Narzissmus ist ja nichts bewusstes, sondern Teil der Persönlichkeit.
2. Etwas in Kauf nehmen ist schon ziemlich bewusst, meinst du nicht?
Zitat von NineNinchen: Aber ein bisschen egoistisch ist ja jeder. So wie ich damals bei der Wohnungsentscheidung. Da hab ich zum ersten Mal meinen Willen vehement durchgesetzt. Auch nicht korrekt.
Er ist nicht "ein bisschen egoistisch". Und du nicht einmal ansatzweise mit ihm zu vergleichen. Hier springt grade dein Muster wieder an. Du relativierst ihn und gibst dir die Verantwortung für das Gelingen von Bindung. STOP
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Es ist völlig in Ordnung, seinen Willen durchzusetzen. Wieso siehst du das so negativ? Es lagen nicht genug Sicherheiten für ein Haus vor, es war dir zu viel Verantwortung, du wolltest einfach nicht. Und das ist ok.
Vergleiche nicht einem Bedürfnis des Anderen nicht zu entsprechen damit, die Grenzen des Anderen zu sprengen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Er hatte ein Bedürfnis nach einem Haus. Er hat aber die Voraussetzungen dafür nicht schaffen wollen. Es war deine Grenzen unter den nicht vorhandenen Voraussetzungen kein Haus haben zu wollen, seinem Bedürfnis deshalb nicht entsprechen zu können. Daraufhin wurde er bockig, entzog dir bei weiteren Entscheidungen die Grundlage und konnte dir dann, wenn du diese Entscheidungen dann zwangsläufig alleine tragen musstest, den schwarzen Peter zuschieben. Das ist extrem manipulatives und gemeines Verhalten. Im Anbetracht der Tatsache, dass ihr da bereits ein Kind hattet und ein zweites plantet ist das einfach grotesk. Man kann sich, mit ein bisschen fachlichem Wissen, nur vorstellen, was deine Kinder in 20 Jahren ihren Therapeuten über ihn erzählen.
Side Fact: ich persönlich verspüre dabei meiner Mutter gegenüber vor allem blanke Wut, dass sie mich vor meinem solchen Vater nicht bereit war zu schützen. Sie hätte das doch erkennen müssen. Aber sie war und ist zu weich. Die Erkenntnis war da, das Handeln zu viel. Was sie nicht konnte, musste ich als Tochter lernen nachzuholen. Die Abgrenzung ihm gegenüber, das Verarbeiten der Wunden, die Schuldgefühle, wenn die Wut hochkommt, die Sehnsucht, die neben all der Verletzungen weiterhin besteht, usw. Sie als Erwachsene und nicht Blutsverwandte war nicht bereit, diese Gefühle auszuhalten. Deshalb trage ich als Tochter jetzt diese Bürde. Und bin damit nicht allein.