Zitat von NineNinchen: Also so richtig versteh ich manchmal nicht was nun gut ist und was nicht....
Das liegt einfach daran, dass es oft kein "richtig" oder falsch gibt und Dinge aus den einen Gründen positiv und aus wieder anderen Gründen negativ sein können.
Gerade das Dating: natürlich ist es einerseits positiv wenn du nach vorne gehen willst, unter Menschen kommst und dir mal was anderes anschaust.
Allerdings: es ist ebenso positiv - oder sogar noch besser - wenn du für dich erkennen kannst, dass es zu früh ist und dass du deine Zeit lieber für dich und deine Kinder verwenden willst.
Zitat von NineNinchen: sie selbst auch unentschlossen ist was ihn betrifft.
Zitat von NineNinchen: Aber sein aktuelles Verhalten verunsichert sie ebenfalls.
Ich wette deine Therapeutin hat eine ganz klare Meinung zu der ganzen Sache und deinem NM, aber ja: sie darf dich in der Tat nicht verunsichern - ihre Aufgabe ist es ja, dir DEIN Verhalten/dich zu spiegeln - daher die "Unsicherheit", die du da wahrnimmst.
Das ist nicht ihre, das ist deine eigene.

Es spielt tatsächlich auch keine Rolle was deine Therapeutin darüber denkt (sie wird ganz sicher dasselbe denken wie wir alle hier, da bin ich mir ausnahmsweise wirklich zu 100% sicher), der Punkt ist ja, dass du am Ende damit leben musst. Mit der Entscheidung. Mit deinem NM.
Deshalb kann da eigentlich kein anderer sagen was du tun oder lassen solltest.
Hier, so "privat", nicht gebunden an berufliche Einschränkungen/Handlungsanweisungen, tun die meisten von uns es natürlich trotzdem.
Das mit deiner Mutter finde ich richtig gut!
Zwar wird sich bei deiner Mutter nichts bewegen (ich habe meine immer konfrontiert, ohne Erfolg in irgendeiner Form, als würde man mit einer Wand sprechen, aber seien wir mal ehrlich: hätten sie es anders gekonnt hätten sie es ja anders gemacht) - aber bei dir selbst!

Da tut sich eine ganze Menge, wenn man aufhört, die Behandlung, die man erfahren hat als normal und gegeben hinzunehmen und klar benennt, dass es einem damit nicht gut gegangen ist.