Zitat von sonntag_morgen: Aber nun zerbricht Du Dir wieder seinen Kopf und bist in seinem Garten, anstatt in Deinem.
Naja, es hat schon auch etwas damit zu tun, dass ich dachte immer zu wenig zu sein. Das Gefühl hatte ich nur bei ihm. Und am Ende war es ja auch so. Er hatte höhere Ansprüche als ich und ich bin dem nicht gerecht geworden. Und konnte es auch nicht. Aber das lag auch daran, dass er so getrieben ist und ich es ohnehin nie hätte erfüllen können. Also war ich nicht zu wenig. Aber unsere Bindungsstile passen da nicht wirklich. Seine Exfreundinnen haben ja alle ähnlich empfunden und sich getrennt. Aber ich in meiner Angst hab mich eben nicht getrennt.
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Zitat von Violettsloth: Aber er wartete immer, ob da nicht noch was besseres käme
Erstaunlich, mein NM sagte ähnliches. Aber er sprach von dem Gras, das woanders immer grüner war. Er hatte immer gedacht woanders sei es besser.... in meinen Augen war ihm nicht bewusst was er wirklich hatte.
Und er war letztens wieder einmal sehr ehrlich. Er wünscht sich das mit uns, aber seine Gefühle passen nicht dazu. Wenn er daran denkt, dass wir wieder zusammenziehen würden irgendwann, dann bekommt er ganz beklemmende Gefühle. Ich habe ihm gesagt, dass es wohl kein deutlicheres Nein gibt. Er würde zum aktuellen Zeitpunkt trotzdem nicht die Scheidungspapiere unterschreiben wollen. Er meinte es kann doch nicht sein, dass es nicht klappen könnte. Als ich ihm sagte, dass er sein Wunschbild von uns vielleicht auch mal anpassen muss war er traurig und sagte, dass ich ihn viel zu sehr in die Realität holen würde. Ich hab ihn auch gefragt, wie er so sein konnte, obwohl ich gelitten habe wie ein Hund. Er hatte alles komplett abgekapselt und war felsenfest davon überzeugt, dass er da jetzt durch muss. (Ja er, nicht wir!). Erst nach der Geburt sei es über ihm hereingebrochen und er hätte erkannt, dass sein Weg nicht funktioniert. Das alles war wieder ziemlich viel für mich und sackt gerade nach.