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Partner trennt sich in Schwangerschaft

Rheinländer
Liebes Nienchen,
Zitat von NineNinchen:
Ich habe so eine Schrei.ßangst vor dem Leben, etwas verkehrt zu machen, vor der Einsamkeit, vor Ablehnung und auch davor neue Menschen in mein Leben zu lassen.

Ich würde dich jetzt am liebsten einfach nur festhalten, sehr lange festhalten, dich umarmen und dir sagen wollen, dass alles gut wird und du dir vertrauen darfst.

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Heffalump
Zitat von NineNinchen:
Ich habe so eine Schrei.ßangst vor dem Leben, etwas verkehrt zu machen, vor der Einsamkeit, vor Ablehnung

Das erinnert mich so an mich.

Immer wurde mir eingetrichtert, ich brauche n Mann zum Leben. Ohne bin ich nichts und werde auch nicht versorgt, Welcher Mann, völlig schnuppe, Hauptsache: Irgendeiner.

Es ist keiner mehr da. Niemand. Alle Säulen weggebrochen, gestorben. Und sieheda, ich lebe noch. Es ist nicht so, das nicht gern n Freund hätte, aber ich will nicht mehr erzogen werden, mir sagen lassen, was ich darf, was ich muss.
Vor allem, was ich kann.

Mir wurde immer erzählt, Männer gehen Sicherheit, aber meine Erfahrung ist eine andere.

Trotzdem geht es mir gut. Was nicht bedeutet, das dies übertragbar wäre. Aber als Veranschaulichung kann es herhalten

x 9 #7112


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Heffalump
Zitat von NineNinchen:
Aber sie stehen mir auch nicht so nah wie ein Partner es tun würde

Tut er dass? Steht er nah? Mir kommt er, wie ein Zuschauer vor. Ziemlich weit hinten im Zuschauerraum.

Nähe entsteht durch Verbundenheit, da sind deine Freunde dir näher, sie erwarten nichts. Sie verlangen nichts.

Also definiere bitte Verbundenheit.
Damit ich verstehe, was du meinst.
Du bist so jung. Du hattest zur Eichung nur deine Eltern, deinen Alienanhänger und den BWK. Das ist verdammt wenig

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sonntag_morgen
@NineNinchen Wolltest du nicht auch ein Netzwerk finden? Dann hättest du vielleicht Unterstützung in den Phasen, in denen es nichts so gut läuft. Hast du einen inneren Widerstand dagegen?

x 2 #7114


NineNinchen
Zitat von Heffalump:
Tut er dass? Steht er nah? Mir kommt er, wie ein Zuschauer vor. Ziemlich weit hinten im Zuschauerraum.

Nähe entsteht durch Verbundenheit, da sind deine Freunde dir näher, sie erwarten nichts. Sie verlangen nichts.

Also definiere bitte Verbundenheit.
Damit ich verstehe, was du meinst.


Zitat von Rheinländer:
Ich würde dich jetzt am liebsten einfach nur festhalten, sehr lange festhalten, dich umarmen und dir sagen wollen, dass alles gut wird und du dir vertrauen darfst.

Vor der Trennung auf jeden Fall. Ich hab ihm das meiste aus meinem Leben erzählt. Der Mensch der mich schön gesehen hat, aber auch in meinen schlechtesten Zeiten. Ich habe ihm alle Facetten meines Seins gezeigt. Auch die, die ich selbst nicht mag. Auf meiner Seite war nicht mal mehr ein Papier zwischen uns. Aber er hat mich auch emotional regulieren, weil ich das selbst so schlecht kann. Ich habe viel von ihm gelernt. Er weiß es nicht, aber er hat mich motiviert mein Abi nachzuholen und zu studieren. Ich war fast so lange mit ihm zusammen wie ich zu Hause gewohnt habe. Das verpufft nicht einfach so nach einer Trennung.
Wenn ich ehrlich bin, hat er wohl stellenweise ebenfalls eine Rolle eingenommen, die sonst eher für einen Elternteil vorgesehen ist. Das ist mir aber nie so aufgefallen, kann aber auf Dauer natürlich nicht gesund sein.

Zitat von Rheinländer:
Ich würde dich jetzt am liebsten einfach nur festhalten, sehr lange festhalten, dich umarmen und dir sagen wollen, dass alles gut wird und du dir vertrauen darfst.

Danke. 🤗

x 1 #7115


NineNinchen
Zitat von sonntag_morgen:
Wolltest du nicht auch ein Netzwerk finden? Dann hättest du vielleicht Unterstützung in den Phasen, in denen es nichts so gut läuft. Hast du einen inneren Widerstand dagegen?

Bin ja seit Oktober immer irgendwie krank. Aber ja, der Widerstand ist groß. Das fällt mir verdammt schwer. Es war ein riesiger Schritt für mich diese ehrenamtliche Familienhelferin zuzulassen. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis ich das durch meine Therapeutin zugelassen habe. Sie hat dafür über ein halbes Jahr gebraucht. Ausschlaggebend war die Erkenntnis, dass ich einfach merke wie ich immer mehr erschöpfe und dass ich irgendwo eine Veränderung anfangen muss und auch lernen muss Hilfe anzunehmen.
Ansonsten ist auch die Therapie irgendwann sinnlos, wenn ich nicht wenigstens ein Stück weit ins Handeln komme.
Mit anderen Kita-Eltern tu ich mich schwer. Mein letzten Elterntreffen konnte ich nicht dabei sein. Und auch so.....fremde Menschen in Echtzeit!

x 8 #7116


Stella31
Zitat von NineNinchen:
Ich müsste meine Schuldgefühle mein Mitleid ihm gegenüber abstellen. Die sind nämlich da, wenn er weinend vor mir steht mit dem zwei kleinen Kindern und alles wirkt so hilflos und schützenswert

Unglaublich, dass DU Mitleid mit IHM hast.
Wenn einer Schuldgefühle haben müsste, dann er!
Hieraus lese ich eine wirklich wirklich toxische, total ungesunde Verbindung von dir zu ihm.

Das bestätigt mir noch mehr, dass du dringend aufhören solltest, zu ihm mehr Kontakt zu haben als unbedingt nötig.
Er wickelt dich mit seiner Masche ein. Jammern, sich selbst bemitleiden, hilflos tun, um von dir als Mami Ersatz Aufmerksamkeit zu bekommen.
Und du tappst immer und immer wieder in dieselbe Falle.

Zitat von NineNinchen:
Mein NM sagte er hat Angst 100% zu geben. Und genau das spüre ich, aber genau das wäre notwendig.

Ja klar wäre das notwendig. Und dass er das nicht tut, erkennt jeder Unbeteiligte an allem was er tut bzw. was er eben nicht tut.

Du hast dich von deinem Ex jahrelang einlullen lassen, hast seine Kreativ/künstlerische Art mit Freiheit verbunden und bist nun trotz aller Gegenbeweise, die er in Massen liefert, von seiner Freiheit gefesselt und hast nun das absolute Gegenteil in dir:
Gefangenschaft, Unsicherheit, Abhängigkeit

Dadurch dass du dich so sehr auf ihn, ein nur in der Fantasie vorkommendes Idealfamilienleben konzentrierst, ist es kein Wunder, dass du so viele Ängste hast.

Du brichst nicht wirklich auf in ein neues Leben, sondern hältst etwas fest, was es nicht gibt.

Du hast zeitweise schon so tolle Ansätze gezeigt:
Geh raus, fang an, neue Kontakte zu knüpfen. lern neue Menschen kennen, egal ob Frauen oder Männer. Einfach nur, um neue Ideen zu bekommen, wie andere sind, wie sie leben, sich durchschlagen.

Such dir die Menschen, die positiv aufs Leben blicken. Jammerköppe brauchst du nicht!
Lerne, step by step, dich mit neuen Menschen zu verbinden.

Alleine durch deine Kinder könntest du schon massig Kontakte knüpfen, aber auch durch alte oder neue Hobbies.

Mach ein Retreat mit oder irgendwas zur Entspannung, singe, tanze, lache.

Und dann wirst du aus dieser Endlosschleife von Überverantwortung, Abhängigkeit und Gejammere deines Ex (bitte gewöhne dich an das Wort) endlich herauskommen.

P.S.: ein Boxsack mit Bild von ihm wäre auch ne gute Idee!

x 10 #7117


sonntag_morgen
Zitat von NineNinchen:
Bin ja seit Oktober immer irgendwie krank. Aber ja, der Widerstand ist groß. Das fällt mir verdammt schwer. Es war ein riesiger Schritt für mich diese ehrenamtliche Familienhelferin zuzulassen. Es hat über ein halbes Jahr gedauert, bis ich das durch meine Therapeutin zugelassen habe. Sie hat dafür über ein ...

Woher kommt der Widerstand?

Mich wundert irgendwie, dass dich der Gedanke, Kontakte zu neuen Menschen zu knüpfen so abschreckt.

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Heffalump
Zitat von NineNinchen:
Vor der Trennung auf jeden Fall

Das ist lange her.

#7119


NineNinchen
Zitat von sonntag_morgen:
Woher kommt der Widerstand?

Mich wundert irgendwie, dass dich der Gedanke, Kontakte zu neuen Menschen zu knüpfen so abschreckt.

Gute Frage. Er ist schon immer irgendwie da. Aber ist sicher wieder so ein Ding von früher. Wenn ich nach Hilfe gefragt habe, dann gab es diese selten, also hab ich mir selbst geholfen. Mit meinem NM kam jemand der tatsächlich mal geholfen hat, wenn ich fragte. Es fällt mir schwer auf andere zuzugehen, also versuche ich es eben zu vermeiden. Auch wenn erfahrungsgemäß fast nie etwas Schlimmes passiert ist wenn ich es doch tat.

Zitat von Stella31:
Du hast dich von deinem Ex jahrelang einlullen lassen, hast seine Kreativ/künstlerische Art mit Freiheit verbunden und bist nun trotz aller Gegenbeweise, die er in Massen liefert, von seiner Freiheit gefesselt und hast nun das absolute Gegenteil in dir:
Gefangenschaft, Unsicherheit, Abhängigkeit

Hui, das hat gewirkt!

x 2 #7120


Heffalump
Ninchen, du waidwundes Reh.

Das alles vor der Trennung, als er dir, gefühlt, näher war als dein Schatten.

Ist über ein Jahr her. Du hast einiges in dieser Zeit erlebt und erlitten, wenn du versucht, ihm das wegen der einstigen Verbundenheit nahe zu bringen, tut er sich schwer zu verstehen.
Möglich er hatte diese Probleme schon, als es noch einigermaßen gut war, zwischen Euch.

Dazwischen liegt aber eine schmerzhafte und tränenreiche Trennung. Deine persönliche Weiterentwicklung, die Geburt des Sohnes, die Erfahrung mit „uns“.

Du lernst gerade noch mehr von dir selbst kennen. Und hast niemanden mit dem du das teilen kannst und der, mit dem du Alles geteilt, allein verantwortlich für deinen Zustand ist.

Da legt sich das Reh mit ungeschützter Kehle vor dem bösen (blöden) Wolf.

Jetzt weiß ich, wie du Verbundenheit definierst. Ich will dir deine Illusion nicht rauben, gebe aber zu bedenken, das auch er emotional Defizitär unterwegs ist.

Den Zustand der völligen Blindheit kannst du nicht mehr erreichen. Seine blinden Stellen bleiben, weil er nichts gegen tun will.

Heißt übersetzt, du bist über ihn hinaus gewachsen, etwas was er so nie wollte.

Er kann dir nicht mehr der Partner sein, den dein inneres Auge vor sich hat

x 5 #7121


Stella31
Zitat von NineNinchen:
Hui, dass hat gewirkt!

Ich möchte dich keinesfalls verletzen!
Aber ich bin auch für klare Worte. Und es tut mir richtig leid, wenn ich deine innere Zerrissenheit so spüre.
Da möchte ich dir am liebsten einen Tee machen, dir eine Decke geben und eine Schulter zum ausheulen

x 4 #7122


sonntag_morgen
Zitat von NineNinchen:
Gute Frage. Er ist schon immer irgendwie da. Aber ist sicher wieder so ein Ding von früher. Wenn ich nach Hilfe gefragt habe, dann gab es diese selten, also hab ich mir selbst geholfen. Mit meinem NM kam jemand der tatsächlich mal geholfen hat, wenn ich fragte. Es fällt mir schwer auf andere zuzugehen, also ...

Hm, aber erstmal wäre das Netzwerk ja nur für Austausch da. Gemeinsam was machen, wie den Lichterumzug oder Spielplatz/Badesee, und du könntest ja auch mal um Hilfe gefragt werden.

Könnte es vielleicht sein, dass du dich innerlich sträubst (wie eine kleine innere Rebellion) weil das Netzwerken mit anderen Single-Mamas/Eltern dieses "alternative Leben" weiter unterstützen/umsetzen würde anstelle dem "Ideal-Familienleben" mit dem BWK das du dir gewünscht hast bzw noch immer wünschst?

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NineNinchen
@Stella31 Du hast nur etwas in Worte gepackt, was ich so bisher eher unterbewusst wahrgenommen habe. Jetzt stand es so da und war mal wieder so ein Aha!-Moment. Alles gut.

x 6 #7124


NineNinchen
Zitat von sonntag_morgen:
Könnte es vielleicht sein, dass du dich innerlich sträubst (wie eine kleine innere Rebellion) weil das Netzwerken mit anderen Single-Mamas/Eltern dieses "alternative Leben" weiter unterstützen/umsetzen würde anstelle dem "Ideal-Familienleben" mit dem BWK das du dir gewünscht hast bzw noch immer wünschst?

Der Gedanke, dass es eigentlich seine Aufgabe wäre ist schon da. Aber nein, das ist nicht der Hauptgrund.

x 2 #7125


A


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