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Partner trennt sich in Schwangerschaft

Heffalump
Zitat von NineNinchen:
Der Kollege der bald Vater wird. Er lebt jet das Familienleben das er immer gern wollte.

Mäuschen

Er hatte das Alles. Und hat es weggeschmissen.
Das Leben ist kein Ponyhof und Entscheidungen ergeben Konsequenzen

x 10 #7276


sonntag_morgen
@NineNinchen
Gegen Deinen Winterblues (über den hattest du letzte Woche geschrieben) könnte vielleicht eine Tageslichtlampe helfen? Ich hab eine und hole die immer raus wenn ich müde bin und/oder es draußen sehr grau ist - so wie heute - oder ich besonders gutes Licht brauche.
Konzipiert wurde sie eigentlich zur Stimmungsaufhellung und gegen SAD, aber da mir der Winterblues fremd ist habe ich damit keine eigenen Erfahrungen.

Ja, es gab schlechte Kommunikation und fehlenden Dankbarkeit, aber dass du so damit haderst zeigt mMn Deine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen - Du kannst den BWK nicht ändern und er hatte keine Bereitschaft an der Kommunikation und anderen Dingen zu arbeiten.
Da hilft nur Akzeptanz. Er wollte und/oder konnte nicht. So ist es eben.

So Infos wie was bei seinem Kollegen passiert sollte der BWK Dir mMn nicht geben. Du bist noch so sehr in seinen Gedankengängen involviert und erlebst sein Verarbeiten quasi mit - aber ihr seit getrennt und Du kannst Dich nicht Abnabeln wenn er Dich immer so in seine Gedankenwelt zieht.

x 4 #7277


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Stella31
Zitat von NineNinchen:
Naja, er merkt erst jetzt was er hatte. Nicht nur vom Verstand her, sondern wirklich mit dem ganzen Körper. Das kann schon sehr überrollend sein.

Klar ist das überrollend!
Leider kommt die Erkenntnis, gravierende Fehler gemacht zu haben, sehr häufig zu spät

Zitat von NineNinchen:
Und jetzt merkt und sieht er eben auch wo er nicht für uns da war. Und er sieht eben auch, wie diese Verbundenheit, die er sich immer so sehr in seiner Herkunftsfamilie gewünscht hat, aussehen kann und das er sie verloren hat.

Mag sein, dass er das jetzt sieht.
Aber die Konsequenzen, die er daraus zieht, sind nicht geeignet, um eure Beziehung nochmal aufleben zu lassen. Er weint und bereut mittlerweile vielleicht das eine und andere, aber er müsste sich viiiiiel mehr mit den Ursachen beschäftigen, an sich arbeiten, herausfinden, weshalb er ist wie er ist.
Bedauern alleine reicht nicht!

Zitat von NineNinchen:
Was jetzt ist, muss also auch nicht für immer gelten. Ich glaube ihm wirklich, dass er Familie möchte. Aber eben nicht weiß, wie man das lebt, was dafür nötig ist und das Durchhaltevermögen auch dazu gehört.

Tja und das ist dann auch ein Totschlag Argument, um nicht noch einen Beziehungsversuch zu starten.

Wenn derart viel Angst bei dir mitschwingt, dass alles was er jetzt sagt auch nur aus seinem momentanen Gefühl entspringt und sich jederzeit wieder ändern kann, ist die Gefahr immens hoch, dass du irgendwann wieder vor den Scherben eurer Ehe stehen würdest.

Auch hier: es reicht nicht aus, dass er Wünsche, Vorstellungen und Sehnsüchte hat.
Er muss aktiv werden!
Er muss sich sich selbst stellen!
Nur er kann bearbeiten!
Wenn er nicht will, dann halt nicht.

Zitat von NineNinchen:
Er ist einfach so wahnsinnig gut im wegducken und sich ablenken. Aber so kommt er halt aich nicht raus und bleibt in dem Verhalten und der Hilflosigkeit. Und klar, da weint man dann. Wenn meine Tochter nicht weiß was sie tun soll weint sie auch.

Perfekt zusammen gefasst!
Gut, dass du seine Verhaltensweise so toll analysieren kannst.
Das schützt dich davor, dich von ihm einfangen zu lassen.
Er ist alles andere als hilflos, nur vom jammern wird es eben nicht besser.

Ich möchte ihm zurufen: komm endlich in die Puschen! (Oder auch, Krieg endlich mal deinen eigenen A.rsch hoch)

Erfolg hat 3 Buchstaben: T.U.N.!

Zitat von NineNinchen:
Mich macht das wirklich einfach traurig, weil es diese Trennung so sinnlos macht. So viel Schmerz auf beiden Seiten, einfach weil es an Dankbarkeit und guter Kommunikation fehlte. Und die Einsicht jetzt so spät erst kommt!

Da muss ich sagen, bin ich ganz anderer Meinung!
Dass es dich traurig macht, wenn du jetzt bei ihm gewisse Einsicht erkennst, kann ich verstehen.
Aber sinnlos war die Trennung ganz sicher nicht.

Er hat dir während eurer Ehe, dann besonders in der üblen Trennung und danach auf vielfältige Weise gezeigt, dass es ihm teilweise sch.eißegal war, ob du damit klar kommst, was er euch angetan hat oder nicht.

Zusätzlich ist er wieder und wieder total ambivalent in dem, was er macht.

Bei allen schönen Erkenntnissen, die er nun hat, konnte er dir trotzdem nicht zeigen, wie sehr du ihm wichtig bist und ob er dich im Ansatz überhaupt liebt (siehe dein tolles Date mit ihm).

Mit guter Kommunikation und Dankbarkeit wäre die Sache bei euch nicht zu retten gewesen.
Dafür braucht es auf seiner Seite mMn. ein ganz anderes Aufarbeiten seiner Muster, um dann erst herauszufinden, was er wirklich für sich braucht.

Aber das sind alles Gedanken, die nicht du dir machen solltest, sondern er.

Du bist schon viel weiter, weil du dich intensiv mit dir und allem auseinander gesetzt hast. Und der Prozess geht ja noch weiter

Zitat von NineNinchen:
und ich mich wirklich frage, ob es sinnvoll ist diesen Rest erneut mit viel Mühe zu aktivieren, wenn er so lauwarm bleibt. Nur um das Risiko einzugehen erneut auf die Nase zu fallen

Bitte tue das nicht!

Zitat von NineNinchen:
Es wäre für mich aktuell eine starke Einschränkung in meiner Autonomie, die ich mir gerade so mühsam erarbeite.
Und ich hab realisiert, dass ich gar nicht abhängig von einem Mann bin:

Wie schön,solche Erkenntnis zu haben!


Zitat von NineNinchen:
Aber gleichzeitig ist da auch die Sorge, mich zu sehr abzukapseln mit der Zeit niemandem mehr an mich ranzulassen.

Solange du auch diese Gedanken zulässt, setzt du dich damit auseinander.
Und dann wirst du auch nicht irgendwann zu einer schrulligen Einsiedlerin😉

x 6 #7278


N
Nine, denk bitte nichtmal darüber nach, den lauwarmen BWK als Mann in Deinem Leben zu reaktivieren. Er ist schon als VdK immer noch viel zu sehr mit seinen Angelegenheiten in Deinem Ohr. Das dritte Kind in voller Pubertät ziehst Du doch nur in Erwägung, weil er der VdK ist und es Deinem Leid auch irgendwie Sinn geben würde, wenn es mit ihm ein Happy End geben würde. Wenn Du aber realistisch darauf schaust, ob er sein Potential ausschöpfen würde, wenn Du wieder für ihn(!) funktioniert, weißt Du selbst, dass er sich in die bequemen Muster zurück fallen lassen wird. Mit noch weniger Respekt vor Dir als je zuvor.

Und bevor Du resignierst und auch nur noch BWKs überall siehst (tue ich auch und fand Krönchens Beitrag vom 14.1. absolut großartig), geh Mal in die Mediathek von Arte und schau nach "Väterforschung". Hab da neulich eine Doku (Vaterschaft - Die stille Revolution) gesehen zum Stand von Wissenschaft und Technik von werdenden und seienden Vätern.

Und das hier
Zitat von Kroenchen_richten:
Und anerzogen nicht einmal unbedingt von den Eltern. Die Gesellschaft, Schule, Bücher, Fernsehen etc.
Leider ist das "Sorgemodul, Kümmermodul" schon genetisch in der Frau eingepflanzt. Spätestens mit der Schwangerschaft bricht das aus.

kann jetzt in "nur anerzogen" geändert werden. Das Sorge- und Kümmermodul ist in beiden Geschlechtern genetisch/physisch/mental/hormonell gleichermaßen angelegt und wird durch TUN aktiviert.
Neurobiologen haben durch Gehirnstromdaten ermittelt, dass Männer, die sich als Väter verstehen, genauso vom nächtlichen Weinen eines Kindes, für das sie sich zuständig fühlen, aufwachen, wie die biologische Mutter. Und dass sie, wenn sie die gleichen Aufgaben übernehmen und nicht nur "aushelfen", auch in der gleichen Zeit die gleichen Fähigkeiten erwerben (z.B. das eigene von fremden Kindern oder Hungerweinen von Müdigkeitsweinen unterscheiden zu können). Der Hormonspiegel verändert sich dabei genauso wie er sich bei einer Frau ohne Kind zu einer stillenden Frau verändert.

Es hängt also alles davon ab, ob jemand ein Vater sein möchte, so wie eine Mutter eine Mutter wird. Oder ob er ein Vater sein möchte, so wie eine Mutter Mutter ist, die ihr Kind anderen zur Pflege/Adoption gibt.

Manchmal denkt man ja, alle Männer "seien so". Dabei sind nur Männer "so", die "so sein wollen".

Ich wünsch mir für Nine irgendwann einen Mann, der anders sein will und deshalb schon anders ist(!).

x 9 #7279


sonntag_morgen
Zitat von Nalf:
Nine, denk bitte nichtmal darüber nach, den lauwarmen BWK als Mann in Deinem Leben zu reaktivieren. Er ist schon als VdK immer noch viel zu sehr mit seinen Angelegenheiten in Deinem Ohr. Das dritte Kind in voller Pubertät ziehst Du doch nur in Erwägung, weil er der VdK ist und es Deinem Leid auch irgendwie Sinn ...

Aber ich hatte verstanden, dass er sich. um die Kinder schon gut kümmert (eben an seinen Tagen). Dass er sich nur an der Partnerschaft gestört hatte und er hatte ja auch diese "Familien-WG" vorgeschlagen.

x 1 #7280


N
Zitat von sonntag_morgen:
Aber ich hatte verstanden, dass er sich. um die Kinder schon gut kümmert (eben an seinen Tagen). Dass er sich nur an der Partnerschaft gestört hatte und er hatte ja auch diese "Familien-WG" vorgeschlagen.

In der die Verteilung so gewesen wäre wie gehabt:

Nine macht, ohne Freiräume für sich zu haben, und soll dabei noch dauergutgelaunt sein.

Er packt auch schon Mal ein Kind in einen Pappkarton auf den Tisch, nutzt die Kinderübergabe, um sich ne Therapiestunde bei Nine abzuholen und wenn er das Gefühl hat, dass er Freiraum und Hobbies braucht, nimmt er sich die einfach.

Auch sowas gilt manchmal ja schon als "guter Vater", weil er zumindest zu den verabredeten Zeiten auftaucht und die Kinder nicht hungern lässt, wenn sie bei ihm sind. Denn schlimmer geht immer.

Gestört hat ihn doch vor allem, wenn Nine das obige Arrangement nicht superduper fand und nicht aus ihrer hohlen Hand alle Kraft für sich und die Familie schöpfen konnte.

Und bitte NIE vergessen: Er hat ihr ganz bewusst ein Kind gemacht, das er wollte und von dem er wusste, dass er mit der Mutter keine Paarbeziehung mehr führen wollte.

x 7 #7281


sonntag_morgen
Zitat von Nalf:
In der die Verteilung so gewesen wäre wie gehabt: Nine macht, ohne Freiräume für sich zu haben, und soll dabei noch dauergutgelaunt sein. Er packt auch schon Mal ein Kind in einen Pappkarton auf den Tisch, nutzt die Kinderübergabe, um sich ne Therapiestunde bei Nine abzuholen und wenn er das Gefühl hat, dass er ...

Ja, das mit der zweiten Schwangerschaft und dem Timing der Trennung war super fies von ihm.

Und ja, er ist verpeilt und wohl auch etwas faul und läßt auch schon mal seine Mama was richten (Kinderbett) und zeigt nicht viel Initiative (Kind krank etc), aber er ermöglicht NineNinchen die Therapiestunden und den Urlaub und scheint sich schon über bloßes "nicht verhungern"-lassen um seine Kinder zu kümmern. Und die Verteilung ist 4 Tage / 3 Tage jede Woche, was fast 50:50 darstellt. Das muss man fairerweise schon sagen.

x 2 #7282


S
Zitat von NineNinchen:
Ich habe auch nie etwat gemerkt.

Das würde ich noch einmal überdenken. Zwinkerndes Gesicht

#7283


NineNinchen
Zitat von Stella31:
Wenn derart viel Angst bei dir mitschwingt, dass alles was er jetzt sagt auch nur aus seinem momentanen Gefühl entspringt und sich jederzeit wieder ändern kann, ist die Gefahr immens hoch, dass du irgendwann wieder vor den Scherben eurer Ehe stehen würdest.

Ja, mein Vertrauen ist nicht da. Und das verhindert bei mir, dass ich mich irgendwie drauf einlassen und öffnen könnte. So ein Schutz hat ja auch einen Sinn.

Zitat von Nalf:
Und bitte NIE vergessen: Er hat ihr ganz bewusst ein Kind gemacht, das er wollte und von dem er wusste, dass er mit der Mutter keine Paarbeziehung mehr führen wollte.

Das ist etwas, dass ganz tief in mir arbeitet. Natürlich habe ich da mitgemacht, aber NIEMALS hätte ich gesagt wir bekommen ein zweites Kind
und dann trennen wir uns. Ich gehe dadurch regelmäßig über meine Belastungsgrenze, was nicht gut ist. Und die Schuld gebe ich ihm, dass ich mich benutzt fühle und für ihn eine ganz bestimmte Funktionen hatte. Und ich merke, dass er vielen Menschen eine Funktion gibt, ich bilde da keine Ausnahme. Aber ich fühle mich dadurch abgewertet und muss wegen IHM weiter funktionieren und so leben wie ich es niemals wollte. Klar hätte er auch aus anderen Gründen nicht mehr da sein können und dann wäre ich mit den Kindern alleine, aber die Art und Weise wie er gegangen ist hat eben einen sehr großen Einfluss auf meine Sichtweise. Und da schwingt schon eine große Verbitterung mit. Das merke ich sehr. Aber ich versuche über diesen Punkt nicht zu oft nachzudenken, weil ich ihn nicht ändern kann, ich mich da sehr über mich selbst ärgere und mich da wirklich auch Hass überkommt. Das ist nicht nur Wut. Und das ist für mich einfach nur schrecklich.


Zitat von sonntag_morgen:
Aber ich hatte verstanden, dass er sich. um die Kinder schon gut kümmert (eben an seinen Tagen). Dass er sich nur an der Partnerschaft gestört hatte und er hatte ja auch diese "Familien-WG" vorgeschlagen.

Zitat von sonntag_morgen:
Und die Verteilung ist 4 Tage / 3 Tage jede Woche, was fast 50:50 darstellt. Das muss man fairerweise schon sagen.

So sieht die Verteilung aus. Den Kleinen betreue ich natürlich auch an den Tagen tagsüber wo der VdK dran wäre, weil er ja noch nicht in die Kita geht. Es ist fast 50/50 aber ich übernehme auch die organisatorischen Dinge. Das heißt die Aufteilung trifft vor allem auf die Betreuung zu. Alles was er für die Kinder an Klamotten oder Babynahrung braucht organisiere ich.

Was ich gerade viel überlege ist wie es nach meiner Elternzeit weitergeht. Innerlich strebe ich immer mehr 50/50 an. Dann kann nämlich auch ich mehr arbeiten und habe mein eigenes Geld und brauche keinen Unterhalt mehr und für meine Rente sieht es auch besser aus. Außerdem muss ich ja neben Arbeit dann auch noch den Haushalt machen. Jetzt mache ich den einfach vormittags auch mit den Kindern gemeinsam. Warum sollte ich also weniger Zeit zur Verfügung haben als er? Vor allem, da die Kinder zu uns beiden eine gleich gute Bindung haben (ich habe es auch nie torpediert) wäre es da nicht fair 50/50 zu machen.

Und gleichzeitig habe auch ich die Gedanken, dass ich eigentlich nicht so viel Zeit mit meinen Kindern verpassen möchte, aber genau das eben auch eine Trennung mit sich bringt. Und wie viel mehr Recht habe ich darauf und mit welchen Argumenten. Und da fallen mir keine ein, außer das ich da vor allem an meine Bedürfnisse denke. Also das ist auch gerade für mich ein heikles Thema. Meine Therapeutin sagte eine Bindungsperson ist in den ersten Jahren für die Kinder wichtig, Stabilität. Aber ich kann nicht feststellen, dass sie einen von uns bevorzugen.

x 4 #7284


sonntag_morgen
Zitat von NineNinchen:
Ja, mein Vertrauen ist nicht da. Und das verhindert bei mir, dass ich mich irgendwie drauf einlassen und öffnen könnte. So ein Schutz hat ja auch einen Sinn. Das ist etwas, dass ganz tief in mir arbeitet. Natürlich habe ich da mitgemacht, aber NIEMALS hätte ich gesagt wir bekommen ein zweites Kind und dann ...

Oh, das "Menschen eine Funktion geben" habe ich auch erst bei einer (jetzt ehemaligen) Freundin beobachtet.
Das finde ich auch ganz ganz schlimm! Es ist so respektlos, so ein "benutzen und/oder ausnutzen eines anderen Menschen um seine eigenen Wünsche zu erfüllen". Das macht auch wütend. Ja, auch die Hassgefühle verstehe ich da. Es ist wirklich das Letzte.

Aber wenn das Deine Gefühle ihm gegenüber sind ist ein Comeback eigentlich ausgeschlossen, oder? Wie könnte das jemals überwunden werden?

Also, wenn du wieder arbeitest würde ich auch die 50:50 anstreben, auch was das organisatorische betrifft. Das würde ich fair finden. Und ja, Du verpasst Zeit aber hast dadurch auch Zeit für Dich selbst, die Du ja auch sehr geniesst.

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Femira
Zitat von NineNinchen:
Es ist fast 50/50 aber ich übernehme auch die organisatorischen Dinge. Das heißt die Aufteilung trifft vor allem auf die Betreuung zu. Alles was er für die Kinder an Klamotten oder Babynahrung braucht organisiere ich.

Das finde ich persönlich am krassesten und am schwersten zu regeln. Hast du eine Idee dazu?

Wir lösen es gerade so, dass wir versuchen, einmal die Woche ein Orga Treff zu machen (das klappt schon eher schwer), abzusprechen, wer welche Aufgaben macht (aka ich sag, was ansteht), uns dann einigen, wer was zu wann macht und er macht es dann nicht. 😩
Ich sag dann einmal was und wenn es dann nicht erledigt wird, mache ich es einfach. Ja einfach, denn es ist einfacher, als die ganze Zeit uu diskutieren und zu streiten.
Das ärgerliche: vom Umfeld bekommt er die ganze Zeit gespiegelt, dass er ja so viel tut und was er für ein Wahnsinnsvater ist, weil er Betreuung übernimmt.
Dass ich für diesen Nachmittag Windeln, Feuchttücher, Creme, Wechselssachen und Snacks gepackt habe, interessiert nicht. Ich finde es anstrengend.

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aequum
@NineNinchen
Ich finde Deine Gedankengänge sehr gut und schlüssig aber nochmal. Längerfristige wird es dazu kommen, dass die Kinder zunächst ein Mitbestimmungsrecht und mit 14 ein Recht dazu haben, zu wählen bei wem sie leben wollen. Irgendwann werden gerade die heranwachsenden Teenies es leid werden, ständig umziehen zu müssen. Nicht grundsätzlich alle aber überwiegend doch die meisten.

Das solltest Du und auch er nicht aus den Augen verlieren. Klar, es wird noch Jahre dauern aber eines Tages wird es soweit sein und dann sollte man auch darauf vorbereitet sein.

Ich kenne beide Varianten und bezeichnenderweise auch, dass sich die Jungs entschieden haben, ausschließlich bei ihrem Vater leben zu wollen.
In zwei Fällen sogar mit dem vollständigen Kontaktabbruch zur Mutter aber das sicherlich aus speziellen Gründen.

Will damit sagen, dass die Zeit wie im Flug vergehen wird. Ganz besonders dann, wenn es dann tatsächlich soweit ist, dass die Kinder ihre eigene Meinung dazu zum Ausdruck bringen.

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NineNinchen
Zitat von Femira:
Das finde ich persönlich am krassesten und am schwersten zu regeln. Hast du eine Idee dazu?

Ja, tatsächlich schon. Er hat flexible Arbeitszeiten, kann also viel besser die Arzttermine der Kinder organisieren. Das würde ich ihm gern überlassen.
Ich dagegen würde alles an Organisation übernehmen was Kleidung angeht. Er mag einkaufen nicht und ich hab da ein bisschen mehr ein Gespür für. Zwinkerndes Gesicht

Auf Arbeit teilt man die Mitarbeiter ja auch am besten nach Qualifikationen ein.

Elternabende, Kita-Feste u.ä. Termine werden abwechselnd besucht. Der andere wird darüber informiert.

Kindergeld wird hälftig aufgeteilt, jeder trägt die Kosten die er bei sich hat alleine. Kosten die gemeinsam für die Kinder anfallen (Kita, Arzt) werden anteilig zum Lohn berechnet. Gehaltsanpassung werden halbjährlich mitgeteilt.

Da ich Steuerklasse 2 habe, nehme ich auch den Entlastungsbeitrag mit. Ich biete ihm im Gegenzug an, dass er bei seiner Steuererklärung die Betreuungskosten voll absetzen kann. Und ich verzichte auf die Ausgleichszahlung bei Lohn (er verdient ja mehr als ich).

Mir ist klar, dass es immer noch leicht zu meinen Gunsten ist, aber ganz gerecht wird es nie.

Wenn er damit einverstanden ist, würde ich eine Eltervereinbarung aufsetzen die wir beide unterschreiben.

Aber ich muss darüber noch ein wenig schlafen, ob ich das wirklich so machen möchte. Und er muss ja auch noch einverstanden sein.

x 6 #7288


NineNinchen
@aequum Das stimmt. Und wenn es so weit ist, dann wird noch einmal neu besprochen. Aber ich plane gerade wirklich nur die nächsten 3 Jahre. Wer weiß was dann ist.
Kontaktabbruch hoffe ich nicht. Ich geb mir Mühe, dass wir eine gute Bindung haben.
Aber klar, irgendwann werde ich kaum noch mitbestimmen können, weil sie ja immer selbstständiger werden.

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NineNinchen
Zitat von aequum:
Irgendwann werden gerade die heranwachsenden Teenies es leid werden, ständig umziehen zu müssen. Nicht grundsätzlich alle aber überwiegend doch die meisten.

Ich glaube ich finde die Vorstellung schön, wenn die Kinder ab einem gewissen Alter einfach selbst entscheiden wo sie heute oder morgen ihre Zeit verbringen wollen. Wir wohnen ja auch nur 10 Minuten voneinander entfernt. Da können sie schnell nach Lust und Laune hin und her. Also so, dass sie halt wirklich zwei zu Hause haben. Und dann zahlt man dem anderen eben entsprechend mal einen Ausgleich, wenn die Kinder mal mehr im Monat bei ihm sind. Betreuungskosten sind dann ja nicht mehr da und der Rest wird einfach weiterhin nach dem Gehaltsanteil bezahlt.

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A


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