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Partner trennt sich in Schwangerschaft

Stella31
Zitat von Wollie:
Für mich ist dein Ex einfach ein völliger Soziopath, sehr nahe dran am Psychopath...

Das ist jetzt aber eine ganze Nummer zu hoch!
Vor allem Psychopath!
Er hat diverse Schwierigkeiten und Unfähigkeiten, keine Frage.
Aber wenn er auch nur in die Nähe von Psychopathen käme, dann wären ganz andere Probleme vorhanden.

x 2 #7381


Wollie
Ja, geb dir Recht, vielleicht etwas drüber. Aber dieses Verhalten macht mich einfach nur wütend. Und für mich ist er am Soziopathen schon nahe dran.

x 2 #7382


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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NineNinchen
Zitat von Stella31:
Das ist jetzt aber eine ganze Nummer zu hoch!
Vor allem Psychopath!

Ich glaube ein Peter Pan passt da auch besser. Lachendes Gesicht Einem echten Psychopathen oder Soziopathen möchte ich niemals begegnen.

Zitat von Wollie:
Für mich war dies damals ein logischer Schritt, um abschließen zu können. Und den Nachnamen kannst du wieder ändern, ja, ist mühsam und mit Kosten verbunden.

Genau, es ist der nächste Schritt und das Geld für die Änderungen ist es mir auch wert. Auch der Rattenschwanz der dann dranhängt weil die Kinder nicht meinen Nachnamen haben. Das werde ich auch so lassen.

x 4 #7383


sonntag_morgen
Zitat von NineNinchen:
Ich glaube ein Peter Pan passt da auch besser. Lachendes Gesicht Einem echten Psychopathen oder Soziopathen möchte ich niemals begegnen. Genau, es ist der nächste Schritt und das Geld für die Änderungen ist es mir auch wert. Auch der Rattenschwanz der dann dranhängt weil die Kinder nicht meinen Nachnamen haben. Das werde ich ...

Wie wäre ein Doppelname? Oder du hast Deinen und der BWK seinen und die Kinder heißen dann BWK-Kaninchen (oder was auch immer die echten Namen sind)?

x 4 #7384


sonntag_morgen
Zitat von Stella31:
Ja es ist Luxus und es ist vor allem Freiheit! Und die ist so gut. Einfach mal machen können, ohne sich lange überlegen müssen, wie.

Das stimmt, aber man darf auch den Aufwand nicht vergessen und wenn man Pech hat muß man öfter mal in die Werkstatt und so und das frisst auch Zeit und Geld.

Oft ist eine Carsharing-Mitgliedschaft günstiger und flexibler (kommt aber auch drauf an wo man wohnt und was der konkrete Wohnort da anbietet).
Wohnt man recht weit draußen hat man oft keine Wahl und braucht ein Auto.
Wohnt man einigermaßen zentral ein einer Stadt mit mehreren Anbietern dann sieht die Sache wieder anders aus.

x 1 #7385


Waris07
Zitat von NineNinchen:
Ich fürchte das auch. So oft im Leben gründet man eben keine Familie. Das ist was einmaliges und besonderes. Da hängt natürlich eine Vorstellung und das Herz dran.

Liebes, ich kann diese Furcht und auch die Trauer darüber sehr gut verstehen. Eine Familie gründet man oft nur einmal im Leben – da hängen so viele Vorstellungen, Hoffnungen und so viel Herz dran.

Ich habe als Kind etwas Ähnliches erlebt und weiß, wie sich das anfühlen kann, wenn dieses Bild von Familie plötzlich zerbricht. Für mich war das damals sehr schmerzhaft und Gott war ich wütend auf alles und jeden.

Vermutlich tragen wir alle auch eine sehr früh entstandene, kindlich geprägte Vorstellung von Familie in uns – von Sicherheit, Zusammenhalt und davon, wie es sein sollte. Wenn genau dieses Bild ins Wanken gerät, tut das besonders weh.

Und gleichzeitig habe ich über die Jahre gelernt, dass Familie und Nähe sich wandeln dürfen. Dass sie heute oft anders aussehen als früher – weniger festgefahren, weniger nach einem einzigen Bild. Nicht schlechter, sondern anders.
Das Loslassen alter Vorstellungen ist ein Prozess. Der Schmerz wird mit der Zeit leiser, und manchmal entsteht daraus ein neues Lebensbild. Anders als gedacht, ja – aber trotzdem wertvoll und schön.

x 6 #7386


sonntag_morgen
@Waris07 Du schreibst: "Ich habe als Kind etwas Ähnliches erlebt und weiß, wie sich das anfühlen kann, wenn dieses Bild von Familie plötzlich zerbricht. Für mich war das damals sehr schmerzhaft und Gott war ich wütend auf alles und jeden."

Wärst du bereit zu berichten, wie du mit dieser Wut umgegangen bzw sie los geworden bist?

x 2 #7387


C
Zitat von Violettsloth:
Erinnert mich an meinen Exmann. Der war auch nicht in der Lage, sich zu trennen. Er konnte auch nichts entscheiden, aus Angst, dass die Entscheidung ...

Hier war es tatsächlich auch so, dass mein Ex es selbst nicht (einmal) hinbekommen hat, sich ordentlich zu trennen. Ich musste seinen Trennungswunsch "herausfinden", wobei er ewig rumgeeiert hat. Dann musste ich die Trennung auch noch aussprechen. Er darauf: "Danke." "Ich bin glücklich." (ohne Worte).
Bei ihm war es m.E. eine Mischung aus Feigheit und der Tatsache, dass "Familie verlassen und feiger Warmwechsel" nicht zu seinem Selbstbild als toller, mutiger Kerl passten.

Bei euch, @NineNinchen, würde ich dagegen sagen, dass das "Hintertürchen offenhalten" der Hauptgrund für das Rumgeeier von seiner Seite ist - hat natürlich auch was mit Feigheit zu tun. Spielt für dich aber letztendlich keine Rolle - du musst nur deine Linie finden, damit umzugehen. Und ich rate hier auch zum klaren Cut, ggf. auch zum Einreichen der Scheidung zum frühestmögluchen Zeitpunkt, wie @Rheinländer das vorschlägt (geht natürlich nur, wenn die finanziellen Nachteile halbwegs überschaubar sind, klar). Ich glaube auch, dass du psychologisch davon profitieren könntest, wieder deinen Mädchennamen anzunehmen. Und: Noch ist auch deine Tochter so klein, dass das für sie kein großes Thema sein wird, weil in dem Alter das Konzept "Nachnamen" ja noch keine Rolle spielt.

x 4 #7388


Femira
Guten Morgen 🙂
Zitat von NineNinchen:
Ich brauche nur länger.

Ich fand nun gar nicht, dass du länger gebraucht hast. Er sagt den Quatsch mit.dem Auto, du zeigst ihm sofort einen Vogel und er geht auf Angriff und sagt dir, du seist schnippisch. 🤷‍♀
Ich finde, du hast eine normale Reaktion auf Unverschämtheit gezeigt und er ist schlicht nicht in der Lage, seinen Anteil an der Situation zu erkennen und zu übernehmen.

Ich finds immer interessant, was mit so Verantwortungsvakuume entsteht. Wer wie rein springt. Du übernimmst dann halt Verantwortung für deinen Ton und hast ein dchlechtes Gewissen, statt fie Verantwortung bei ihm zu lassen.

Zitat von NineNinchen:
Und er bringt es so charmant, jungenhaft frech rüber. Mit einem Augenzwinkern, dass ich eigentlich nicht böse sein kann.

Da lese ich deine liebevollen Gegühle für ihn. Ich bekomme an der Stelle die Wut, die du nicht fühlst.
Ich finde es nämlich noch frecher, mit einem Selbstverständnis deine Sachen zu nehmen. Er findet, es steht ihm zu. Das finde ich richtig, richtig frech. Was deins ist, gehört auch ihm und was seins ist, ist eben seins. wütend
Zitat von NineNinchen:
Und dann kann ich es oft nicht fassen. Weil es so offensichtlich frech ist.

Genau!
Zitat von Heffalump:
Man, der hat echt nur Teller im Schrank.

Grinsendes grünes Gesicht

x 8 #7389


P
Zitat von NineNinchen:
er bringt es so charmant, jungenhaft frech rüber. Mit einem Augenzwinkern, dass ich eigentlich nicht böse sein kann.

Das hat er von klein auf gelernt, daß dieses Verhalten auf unglaublich viel positive Resonanz stößt.
Wir alle kennen doch diese kleinen Charmeure. Da geht einem doch das Herz auf. Für ihn war es gut und positiv. Sein Erfolg.
Warum also sollte er etwas ändern, was ja offensichtlich so erfolgreich ist?
Das geht nur mit entsprechender Konsequenz - für ihn! Seine Vorstellungen, seine Konsequenz. Seine Entscheidungen, seine Konsequenz. Seine Wünsche, sein Beer, das umzusetzen.
Ach, hier kommt Erfolgsrezept Nummer Zwei zum Einsatz: Kullertränen. Ok, ich nenne sie eher Krokodilstränen.

Bei grundsätzlich empathischen Personen ohne innere Grenzen hat er damit absolut freie Bahn.

Dieses Herz aufgehen ("Oh wie süß!") und dazu das Helfersyndrom ("Das arme, arme Kind weint doch!") kann sehr schnell mit anderen Gefühlen verwechselt werden.
Das ist weder grundsätzlich Liebe zur anderen Person, noch ist es gesund, da immer wieder drauf anzuspringen.
Es ist fehlender innerer Abstand und fehlende gesunde innere Grenzen (oft gepaart mit der tiefen Sehnsucht nach echter Liebe) die einen nicht erkennen lassen, was da wirklich abgeht. Besonders wenn es sich um körperlich erwachsene Menschen handelt.

Deswegen ist und bleibt es so wichtig, daß @NineNinchen sich selber weiter kennen und lieben lernt. Alles andere kommt dann wie von selber, Schritt für Schritt.

Deswegen finde ich persönlich es noch etwas zu früh sich jetzt bereits mit dem Thema Scheidung zu befassen. Alles entwickelt sich. Das kommt noch, wenn @NineNinchen soweit ist. Und sollte sie anders entscheiden wollen, dann ist das so. Es gibt noch soviele Steine vorher zu erkennen und zu entfernen, die sonst zu Stolpersteinen werden können.
mho

x 5 #7390


Nostraventjo
Ich würde ihm dein Auto nicht geben und mich auf nichts einlassen. Denn wenn etwas passiert dann bist DU alleine dafür verantwortlich! Außerdem nimmt er dir damit wieder deine Unabhängigkeit.

x 9 #7391


Wollie
Zitat von Nostraventjo:
Ich würde ihm dein Auto nicht geben und mich auf nichts einlassen

🎯

x 4 #7392


Waris07
Zitat von sonntag_morgen:
Wärst du bereit zu berichten, wie du mit dieser Wut umgegangen bzw sie los geworden bist?

Uff, gar nicht so einfach, deine Frage richtig umfangreich zu beantworten. Ich musste erst einmal ein bisschen länger darüber nachdenken – ich war ja damals gerade einmal 7 Jahre alt. Was ich als Kind genau gefühlt und gedacht habe, kann ich heute gar nicht mehr so wiedergeben, weil ich ja jetzt aus erwachsener Sicht darauf schaue. 🧐

Mit der Wut umzugehen war für mich ein langer, anstrengender, schrittweiser Prozess mit vielen Ups und Downs. Als Kind habe ich diese Wut als etwas sehr Beängstigendes und Unbezähmbares gespürt – wie eine herannahendes Ungeheuer das mich verschlingen will. Mein Glück war, dass ich all meine Gefühle ausdrücken durfte und von meinem erweiterten familiären Umfest – zahlreiche Onkeln & Tanten und Co. – liebevoll aufgefangen und gehalten wurde. Vieles lief damals eher unbewusst ab, aber diese Unterstützung hat mir gezeigt, dass Gefühle da sein dürfen, ohne dass sie alles bestimmen.

Erst später, als junge Frau, habe ich bewusst reflektiert, wie ich damit umgehen kann: Ich habe gelernt, meine Gefühle wahrzunehmen, ihnen Raum zu geben und gleichzeitig mein Leben aktiv zu gestalten. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, um Wut und Schmerz loszulassen.

Ich hoffe ich konnte es jetzt einigermaßen gut "erklären". Am Kopf kratzender Smiley

x 7 #7393


sonntag_morgen
Zitat von Waris07:
Uff, gar nicht so einfach, deine Frage richtig umfangreich zu beantworten. Ich musste erst einmal ein bisschen länger darüber nachdenken – ich war ja damals gerade einmal 7 Jahre alt. Was ich als Kind genau gefühlt und gedacht habe, kann ich heute gar nicht mehr so wiedergeben, weil ich ja jetzt aus erwachsener ...

Vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich finde das sehr interessant.

Und es war bestimmt sehr hilfreich für deine emotionale Entwicklung, dass du deine Wut als Kind zeigen durftest und diese vom familiären Umfeld nicht zurück gewiesen wurde.
NineNinchen hat ja geschrieben, dass sie ihre Wut immer unterdrückt hat.

Es ist auch super, wie du es jetzt schaffst, deine Emotionen zu managen und dein Leben gleichzeitig gut und aktiv zu gestalten, ohne dich von ihnen beeinflussen zu lassen.

x 2 #7394


Nostraventjo
Ich finde es auch wirklich berechnend dass er sich auf dem Weg über das Auto jetzt wieder Zugang und Kontrolle erschleichen möchte. Etwas anderes ist das für mich nicht. Wenn er ein Auto braucht muss er sich selbst darum kümmern.

x 7 #7395


A


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