Zitat von NineNinchen: er bringt es so charmant, jungenhaft frech rüber. Mit einem Augenzwinkern, dass ich eigentlich nicht böse sein kann.
Das hat er von klein auf gelernt, daß dieses Verhalten auf unglaublich viel positive Resonanz stößt.
Wir alle kennen doch diese kleinen Charmeure. Da geht einem doch das Herz auf. Für ihn war es gut und positiv. Sein Erfolg.
Warum also sollte er etwas ändern, was ja offensichtlich so erfolgreich ist?
Das geht nur mit entsprechender Konsequenz - für ihn! Seine Vorstellungen, seine Konsequenz. Seine Entscheidungen, seine Konsequenz. Seine Wünsche, sein Beer, das umzusetzen.
Ach, hier kommt Erfolgsrezept Nummer Zwei zum Einsatz: Kullertränen. Ok, ich nenne sie eher Krokodilstränen.
Bei grundsätzlich empathischen Personen ohne innere Grenzen hat er damit absolut freie Bahn.
Dieses Herz aufgehen ("Oh wie süß!") und dazu das Helfersyndrom ("Das arme, arme Kind weint doch!") kann sehr schnell mit anderen Gefühlen verwechselt werden.
Das ist weder grundsätzlich Liebe zur anderen Person, noch ist es gesund, da immer wieder drauf anzuspringen.
Es ist fehlender innerer Abstand und fehlende gesunde innere Grenzen (oft gepaart mit der tiefen Sehnsucht nach echter Liebe) die einen nicht erkennen lassen, was da wirklich abgeht. Besonders wenn es sich um körperlich erwachsene Menschen handelt.
Deswegen ist und bleibt es so wichtig, daß @NineNinchen sich selber weiter kennen und lieben lernt. Alles andere kommt dann wie von selber, Schritt für Schritt.
Deswegen finde ich persönlich es noch etwas zu früh sich jetzt bereits mit dem Thema Scheidung zu befassen. Alles entwickelt sich. Das kommt noch, wenn @NineNinchen soweit ist. Und sollte sie anders entscheiden wollen, dann ist das so. Es gibt noch soviele Steine vorher zu erkennen und zu entfernen, die sonst zu Stolpersteinen werden können.
mho