Zitat von sonntag_morgen: Meine NineNinchen dass sie dankbar ist, dass zumindest dieser Teil reibungslos läuft und der BWK seinen Teil macht, oder will sie damit sagen, dass das eine so tolle Leistung ist und mehr was sie eigentlich erwarten kann und deshalb Dankbarkeit verspürt.
Das er obwohl der wirklich viel Unterhalt bezahlt die Kinder so viel betreut. Es gibt Väter, die tun das nicht und denken sie sind raus, weil sie ja Unterhalt zahlen. Ihm liegt aber auch wirklich was an seinen Kindern. Und es gibt Frauen, die sind von wirklich schlimmer Nachtrennungsgewalt betroffen und können ihre freie Zeit dann dafür nutzen, um Gerichtstermin vorzubereiten. Ich bin froh, dass ich das nicht habe. Das mit der Dankbarkeit spielt sich ja auch mehr in meinem Kopf ab. Weil ich auch so viele Frauen kenne, wo sich die Männer sehr viel stärker zurücknehmen. Ich habe mich einmal bei dem VdK bedankt, weil er das eben so macht wie er es macht. Er hat mich ganz verwirrt angeschaut und gesagt das sein seine Pflicht. Er denkt das selbst nicht von sich, dass er Großartiges leistet, sondern eher selbstverständlich ist. Auf das Podest hebe ich ihn an der Stelle. Und ich muss mir auch immer wieder in solchen Momenten bewusst machen, was gerade in mir passiert. Denn damit hat er nichts zu tun.
Zitat von Perzet: Da wurde Ihnen ja selbst das Feindbild genommen!"
Ich betrachte ihn nicht als Feind. Das möchte ich auch nicht. Denn das würden unterbewusst auch die Kinder mitbekommen. Ich möchte einfach nur nicht mehr seine Entscheidungen und die daraus folgenden Konsequenzen mittragen müssen.
Zitat von Perzet: Da kommt man nicht raus, es sei denn, man gibt denen die Verantwortung für sich selber zurück.
Genau das! Nur so kann er erwachsen werden und ich mich lösen. Das heißt aber eben auch für mich die Kontrolle abzugeben. Ich bin stellenweise ähnlich ambivalent wie er, auch wenn ich schon klarer in meiner Haltung bin und mich sehr zurücknehme. Ich behandel ihn wie einen Kollegen. Irgendwie sind wir das ja auch: gibt das Projekt Kinder.
Aber meine Grundhaltung zu ihm, dass ich eben immer noch ein Stück weit Zuneigung zu ihm habe, nimmt er sicher unterbewusst wahr.
Zitat von Perzet: Hast Du inzwischen eine Idee, was das gewesen sein könnte?
Nein. Ich kann es nicht bestimmen, nicht nennen. Aber es war irgendeine tragende Säule die weggebrochen ist. Es führt bei mir zu einer völlig anderen Grundhaltung dem Leben gegenüber. Vielleicht war es die etwas kindliche Naivität die sich verabschiedet hat. Ich durfte ja im letzten Jahr auch ein Stück weit erwachsener werden.