Zitat von NineNinchen:Das mit der Dankbarkeit spielt sich ja auch mehr in meinem Kopf ab. Weil ich auch so viele Frauen kenne, wo sich die Männer sehr viel stärker zurücknehmen. Ich habe mich einmal bei dem VdK bedankt, weil er das eben so macht wie er es macht.
Ich finde es nicht ganz so schlimm, ihm dafür dankbar zu sein, auch wenn es natürlich seine Pflicht ist. Ich bin auch für viele Dinge dankbar, die für die meisten selbstverständlich sind. Die interessante Frage an dieser Stelle wäre nur, ob
er auch
dir dankbar ist, für alles, was du geleistet hast, wovon er profitiert hat und ob er sich auch mal wörtlich bei dir dafür bedankt hat. Oder ob er alles, was du je für ihn getan hast, auch für völlig selbstverständlich nimmt.
Und zu dem, was seit der Trennung in dir zerbrochen ist, vermute ich mal, dass das so eine Art "Urvertrauen" war. Dass da immer jemand bei dir sein wird, der mit dir zusammen alles meistert und du eben nicht ganz allein auf dich selbst gestellt bist. Dieses Urvertrauen wurde halt bitter enttäuscht und das steckt man nicht einfach so weg. In allen weiteren Beziehungen, die man im Leben hat, wird man nie wieder dieses tiefe Vertrauen haben.
Viele Menschen tragen einen lebenslangen Schaden davon, wenn die erste richtige, längere und tiefe Liebesbeziehung im Leben scheitert. Klar lernt man irgendwann, damit zu leben, sich zu arrangieren und auch wieder Freude an vielem zu empfinden, aber es wird halt nie wieder ganz genauso so wie vorher, mit diesem tiefen Vertrauen. Die nächsten Beziehungen bleiben daher sehr oft immer ein Stück weit unverbindlicher, weil die Psyche sich unbewusst davor schützen will, noch einmal solch einen tiefen Schmerz zu erleben.
Zitat von NineNinchen: Selbst meon Vater nannte mich mal Emanze.
Kannst es als Kompliment nehmen und dich bei ihm dafür bedanken, wie toll er das hingekriegt hat.
😊👍