Zitat von NineNinchen: Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir uns beide gerade keinen Gefallen tun, wenn wir es versuchen.
Ehrlich gesagt glaube ich das auch nicht.
Zitat von NineNinchen: Er möchte außerdem eine Verbindung zu mir die uns beide erfüllt und es würde sich für ihn falsch anfühlen sich das woanders zu holen.
Er wünscht sich Halt und Partnerschaft
Für mich wäre ein wichtiger Knackpunkt: Woher kommt der Sinneswandel bzw. was hat sich in seinem Denken wirklich verändert, damit diese Aussagen vertrauenswürdig erscheinen?
Zitat von NineNinchen: Ich habe ihn gefragt wie seine Gefühle mir gegenüber sind. Er hat da so
geantwortet: "Was dich betrifft, regst du mich auf und beruhigst mich gleichermaßen."
Was regt ihn auf?- Das du nicht mehr so gut "funktionierst" wie er das gerne hätte und es für ihn daher unbequemer ist?
Zitat von NineNinchen: Wie ich mich jetzt fühle: ich bin mir nicht sicher, ob ich zu viel fordere, ich fühle mich aber weiterhin nicht wichtig für ihn, nicht gesehen.
Hör auf dein Bauchgefühl.
Irgendwie finde ich das auch zu wenig.
Ich finde die regelmäßige Unsicherheit und die Selbstzweifel zu viel oder zu fordernd zu sein, selbst beim lesen anstrengend. Also ich meine das nicht als Vorwurf oder abwertend, mir fällt nur gerade keine bessere Wortwahl dafür ein, aber ich stelle es mir für dich oft sehr anstrengend vor nach jedem Kontakt diese Gedanken zu haben und jede Situation entsprechend auszuwerten.
Ist es nicht sinnvoller jemanden zu finden, der diese Selbstzweifel erst gar nicht auslöst? Jemanden der klar und deutlich in seinen Worten und Taten ist und eben genau dadurch nicht deine inneren Angstsysteme in Gang bringt. Was dich wiederum jetzt auch nicht davon frei macht an deinem Selbstwert zu arbeiten um diese Gedankengänge auch selbst ein stückweit zu regulieren.
Zitat von NineNinchen: Mir ist klar, dass ich bei meinem Part da langsam effektiv dran arbeiten muss. Ich habe keine Ahnung, was du dir da für einen Plan vorstellst. Auf jeden Fall funktionierte es für mich nicht, wenn man ständig Probleme wälzte.
Naja.....also wenn er erst langsam damit anfangen will, dann seid ihr in zwei Jahren nicht wirklich weit gekommen......
Natürlich gehört auch ein Ausgleich zur Beziehungsarbeit. Den Fokus nur noch auf die Probleme zu legen ist auch nicht die Lösung. Dennoch erweckt es bei mir den Eindruck als möchte er sofort das Familien-Paar-Programm im vollen Umfang und die Aufarbeitung und Paararbeit bitte nur im kleinen abgesteckten Rahmen. So wird das nichts.
Gesprächstermine können eine Idee sein, dennoch brauchen diese Dinge Phasenweise viel Raum und Energie.
Zitat von NineNinchen: Es ist verrückt. Ich weiß sehr genau was ich mag, was ich machen möchte, wie meine nächsten Jahre aussehen sollten.
Aber was mein Beziehungsleben angeht, da weiß ich echt nicht so richtig was los ist.
Also meine Empfehlung liegt immernoch die Konzentration auf dich und dein Leben ohne ihn zu konzentrieren.
Die Entscheidung dich gemeinsam mit ihm in eine Paartherapie, Aufarbeitung etc. zu stürzen macht mir Sorgen und ich glaube du könntest auf die Enttäuschungen und schwierigen Momente gut verzichten. Ich habe da, wegen ihm, wenig Hoffnung auf positive Erfolgsmomente die dir gut tun oder dich stabilisieren werden.
Zitat von NineNinchen: Für mich klingt es nämlich vor allem so:
Er sieht das Potential, hat Hoffnungen, zeigt Bemühen und hat mir einen Einblick in seine Gefühlswelt gegeben. Er spürt wie ich, das da noch eine Verbindung ist, will die auch nicht verlieren, weiß aber auch nicht wie alles was passiert ist aufgearbeitet werden kann.
Warten wir mal das persönliche Gespräch ab, aber es fühlt sich für mich beim Lesen "zu wenig" an. Ich bin da wirklich nicht überzeugt.