Zitat von sonntag_morgen: Hast Du Erfahrungen dazu gemacht?
Mehr als mir lieb war...
Zitat von sonntag_morgen: aber WIE soll man etwas akzeptieren, das man nicht akzeptieren kann oder will?
Ich bin mir nicht sicher, denke aber für mich persönlich, dass Erziehung & die innere Einstellung hier auch eine große Rolle spielen kann. Allgemein, nicht speziell bei NineNinchen, bei ihr kann ich darüber keine Aussage treffen.
Vielleicht - und das wäre sehr verständlich - hängt sie auch wegen des Traumas, in der Schwangerschaft verlassen worden zu sein, so fest. Könnte ich mir sehr gut vorstellen.
Aber grundsätzlich habe ich schon von kleinauf gelernt, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann.
Wo immer ich einen Funken Hoffnung sehe kämpfe ich wie eine Löwin - aber dort, wo nichts zu machen ist, nehme ich es hin.
Gefühle sind so ein Thema. Romantisch oder platonisch: man kann sie nicht erzwingen.
Hat jemand keine Gefühle oder kein Interesse mehr an mir, bin ich weg. Ich sehe keinen rationalen Sinn an einem Menschen festzuhalten, der nichts mehr von mir will.
Gefühle - romantische oder freundschaftliche - sind ein Geschenk.
Das wird nur freiwillig gegeben... und nimmt es jemand wieder, kann man dagegen rein gar nichts tun.
Man selbst kann ja auch nichts dafür oder dagegen tun, wenn man Gefühle nicht (mehr) erwidern kann.
Natürlich kann man wütend 50 Jahre im Kreis springen deswegen... oder 50 Jahre trauern... aber zu welchem Zweck..?
Er erschließt sich mir gar nicht.
Man macht damit nur sein eigenes Leben kaputt.
(Mal ausgenommen die Tatsache, dass man selbstverständlich nach langer Beziehung/Ehe und mit kleinen Kindern eine ganze Weile trauert und selbstverständlich nicht nach paar Monaten darüber hinweg ist oder sein müsste.)
Edit: das war auch rein bezogen auf die Frage nach der Akzeptanz an sich.
Das hat in dieser Form nichts mit NineNinchens Thema zu tun, denn bei NineNinchen geht es ja um viel mehr - gebrochene Versprechen, Verantwortung, Trauma, Schock usw...