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Partner trennt sich in Schwangerschaft

NineNinchen
Zu meinem Umfeld: Ich war heute einkaufen und danach direkt noch auf dem Spielplatz mit den Kindern. Beim einkaufen habe ich meinen Vater getroffen und er ist noch mitgekommen. Wir saßen dann auf der Bank, haben was gegessen und plötzlich holt mein Vater so eine kleine Schnapsflasche raus und trinkt die ganz ungeniert. Meine Tochter fragt ob es schmeckt. Diese Schwelle hat mein Vater heute zum ersten Mal überschritten. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll oder ob ich da zu streng bin. Samstag 16 Uhr auf dem Spielplatz mit einem Jägermeister.
Ich hab Mitleid, aber es kotzt mich auch so an wie verantwortungslos er mit sich umgeht. Es anzusprechen trau ich mich auch nicht. Als meine Mutter das mal tat ist er sehr sehr laut geworden.

x 5 #8131


sonntag_morgen
@NineNinchen: wie meinst du denn das: "Wenn ich meine Kinder sehe, sehe ich auch was ich noch verloren habe. Jedes Mal aufs Neue."?

Weil der BWK nicht mehr da ist und du die Familienstruktur verloren hast, oder weil Deine eigenen Eltern nicht so liebevoll waren?

Du klingst sehr traurig, was mir leid tut. Aber ich denke auch, dass eine solche Trennung nicht so schnell zu verarbeiten ist. Ich denke @ameise78 hat da einen guten Punkt, dass Trennungen zu so einer Zeit einfach so komplex sind und ein Kontaktabbruch ja auch nicht möglich ist (Kontaktabbruch macht Entlieben leichter).

x 3 #8132


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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NineNinchen
Zitat von sonntag_morgen:
Weil der BWK nicht mehr da ist und du die Familienstruktur verloren hast, oder weil Deine eigenen Eltern nicht so liebevoll waren?

Das trifft es. Jedes mal werde ich daran erinnert, gescheitert zu sein und das für ihn weder die Kinder noch ich bedeutungsvoll gewesen sind zu bleiben oder überhaupt mal mit mir zu reden.

Band, Job und diese Arbeit für die Partei, das ging.

x 2 #8133


Balu85
Zitat von NineNinchen:
gescheitert zu sein und das für ihn weder die Kinder noch ich bedeutungsvoll gewesen sind zu bleiben oder überhaupt mal mit mir zu reden

hm...ok, ja den Gedanken verstehe ich und finde es nachvollziehbar das dieser durch den Kopf schwirrt.
Aber....was wäre denn gewesen wenn er geblieben wäre. Wenn er geredet hätte? Dann wäre noch immer Band,Job und Partei wichtiger. Diese Struktur, die Kernfamilie die dir fehlt, der Partner der dir fehlt....das wäre alles nur Show&Shine gewesen. Und ich vermute, egal was dir fehlt, egal was du ansprichst, egal was er macht oder nicht macht. Du hättest es hingenommen. Und würdest dich am Ende auch wie eine Konservendose aus der letzten Reihe fühlen. Nur halt mit dem offiziellen Status "Vergeben".

x 5 #8134


E
Zitat von NineNinchen:
Zu meinem Umfeld: Ich war heute einkaufen und danach direkt noch auf dem Spielplatz mit den Kindern. Beim einkaufen habe ich meinen Vater getroffen und er ist noch mitgekommen. Wir saßen dann auf der Bank, haben was gegessen und plötzlich holt mein Vater so eine kleine Schnapsflasche raus und trinkt die ganz ...

Warum solltest du zu streng sein? Und was würde es bedeuteten, wenn du zu streng wärst?

Schau, wir alle haben unsere Grenzen und unseren moralischen Kompass. Für dich ist das ein Nogo. Ihr sitzt auf einer Parkbank, es ist Nachmittag, ihr seid auf einem Spielplatz, deine Tochter bekommt es mit.

Ganz ehrlich? Mir wäre das auch zuviel, zu peinlich und nicht der Umgang den ich mir für mich und meine Tochter wünschen würde.

Deine Grenzen sind okay. Es ist nicht falsch das Verhalten deines Vaters (oder einer anderen Person) nicht gut zu finden. Du hast alles Recht dazu und muss nicht für alles und jeden Verständnis haben. Letztlich lebst du deiner Tochter etwas vor.


Und noch was: andere Menschen bestimmen nicht deinen Wert. Ob der BWK dich "noch will" oder nicht will, je wollte oder dir nur was vorgemacht hat, sagt absolut nichts über dich aus. Du bist nicht weniger wertvoll weil er dich "nicht will". Er hat ja auch deine Tochter weinend stehen gelassen, als du schwanger warst und ihn angefleht hast nicht zu gehen. Ist sie dadurch weniger wert? Ist dein Sohn weniger wert, weil der VdK ihn in einen Pappkarton parkt? Nein. Warum sollte es bei dir also anders sein?

x 3 #8135


sonntag_morgen
Zitat von NineNinchen:
Das trifft es. Jedes mal werde ich daran erinnert, gescheitert zu sein und das für ihn weder die Kinder noch ich bedeutungsvoll gewesen sind zu bleiben oder überhaupt mal mit mir zu reden. Band, Job und diese Arbeit für die Partei, das ging.

Das ist bestimmt schwer.

Aber ich denke @Balu85 hat Recht. Eine Konservendose warst du bei ihm eigentlich immer.

Denk mal dran, was er dir letztens um die Ohren gehauen hat, dass er genervt war weil du bei seinen Hobbies nicht so gut warst wie er. Depp.
Und als eure Tochter noch sehr klein war ging er alleine Klettern und hat dich daheim gelassen. Depp.

Jetzt kannst du wenigstens machen was du willst und hast deine eigenen vier Wände und musst dich nicht über die Spül- und Müllberge ärgern.

x 3 #8136


D
Kennst du die Sendung „Bares für Rares“?
So viele wertvolle Dinge in Verschenk-Kisten oder im Sperrmüll. Oder für 1Euro auf dem Flohmarkt.
Das sagt nichts über den Gegenstand. In der Sendung nach der Expertise zeigt sich: Unikat, besonderer Künstler, besondere Serie.
Dann verkauft für mehrere hundert oder auch tausend Euro.

Sperrmüll sagt nichts über den echten Wert des Gegenstands.
Das Beispiel spricht für sich, oder?
Der Denkfehler ist halt: der Besitzer (nur im Beispiel versteht sich) würde den Wert bestimmen.
Mal philosophisch: wer bestimmt den Wert deiner Kinder? Wer den Wert von Fremden?
Und dann natürlich die Frage: Wie kannst du dein aktuelles Denkmuster umlernen? Denn natürlich geht das.

x 2 #8137


Z
Ich würde wirklich ganz dringend mal ne Mutter-kind-Kur empfehlen. Da kommst Du mal raus aus dem Alltag und kannst gut bei Dir sein.
Und, so gut ich das hier (diese ganze Empahie usw) manchmal nachempfinden kann, so sehr sehe ich auch, dass es viel viel zu oft um den Ex geht. Ich schrieb das schon ein paar Mal, und glaubt mir es ist immens wichtig, NICHT dauernd jedes Wort, jede Begegnung, jede Mimik von ihm zu interpretieren! Wem soll das helfen? Er ist inzwischen so pathologisiert hier, dass man ihm nicht begegnen möchte... Zwinkerndes Gesicht nein im Ernst. Im Kern geht es, wie hier jd schrieb, um die eigene radikale Akzeptanz. Und das funktioniert eben nicht, indem man in der Vergangenheit lebt und denkt und /oder die Kinder infrage stellt. Das ist nicht leicht, aber solange Du noch in der Schleife bist und auch, nimm mir das Wort nicht übel, Dich alsOpfer fühlst, wird das nichts. Auch wenn Du das in gewisser Weise bist, ist es an Dir, das hinter Dir zu lassen. Es gibt, nachzulesen, sehr schreckliche Schicksale, hinter so vielen Türen und in anderen Ländern. Aber es kommt darauf an, wie man damit lebt. Und auch da nochmal der Hinweis: begleitete Selbsthilfegruppe. Manchem hilft das mehr als Einzeltherapie. Und Du hättest ja sogar beides. Du lernst da andere Alleinerziehende und deren Geschichten kennen. Man lernt andere kennen, kann sich vielleicht unterstützen, auf dem Spielplatz treffen, ist im Austausch, man wird gesehen und weiß: hey, jeder trägt sein Päckchen. Jeder auf eine andere Art und Weise. Mir hat das sehr geholfen. Das war eine Gruppe der Erziehungsberatungsstelle. Mit 2Pädagoginnen, die das geleitet haben und für die Kinder waren 2Erzieherinnen einen Stock drüber da.
Zu 2 Müttern hab ich immer noch Kontakt.
Solche konstruktiven Dinge, eben auch Kur, würde ich dringend angehen. Sonst ist die Elternzeit nachher rum und dann ist sowas schwieriger. Und die Beantragung dauert auch.
Vielleicht hilft Dir auch die Sonne jetzt. Allg zu mehr Optimismus, weniger grübeln, Freude an den Kindern...

x 3 #8138


NineNinchen
Zum Thema Kur: Habe schon einige Berichte von Bekannten gehört. Nicht mit einem so kleinen Kindern. Nur mit meiner Tochter würde ich fahren. Mit beiden zusammen nicht. 3 Wochen alleine zuständig, keine Nacht durchschlafen können... Nein, das ist für mich eher Stress als Kur! Eine Kur würde ich in 2-3 Jahren angehen. Muss auch nicht in der Elternzeit sein. Machen andere ja auch im normalen Arbeitsalltag. Auch wenn es natürlich eine Art Reset sein könnte. Das verstehe ich durchaus.

Zitat von zimt:
Es gibt, nachzulesen, sehr schreckliche Schicksale, hinter so vielen Türen und in anderen Ländern. Aber es kommt darauf an, wie man damit lebt.

Ja und da kämpft jeder anders. Mir fällt das schwer. Natürlich geht es jemanden aus einem Kriegsgebiet schlechter, da jammer ich auf einem sehr hohen Niveau. Damit relativiere ich aber auch gleichzeitig meinen eigenen Schmerz. Denn das es anderen ja schlechter geht sag ich mir schon mein halbes Leben und hat am Ende vielleicht auch dazu beigetragen, so viel Blödsinn überhaupt mitzumachen.

Zitat von zimt:
Du lernst da andere Alleinerziehende und deren Geschichten kennen. Man lernt andere kennen, kann sich vielleicht unterstützen, auf dem Spielplatz treffen, ist im Austausch, man wird gesehen und weiß: hey, jeder trägt sein Päckchen.

Das ist ein valider Punkt. Bislang war ich was das angeht sehr unschlüssig. Erstens weil wir so oft krank waren und zweitens, weil es die Trennung natürlich endgültig in die Realität holt.

Zitat von zimt:
Vielleicht hilft Dir auch die Sonne jetzt. Allg zu mehr Optimismus, weniger grübeln, Freude an den Kindern...

Bin jeden Tag draußen. Es tut wirklich gut, dass es wärmer wird.

x 1 #8139


W
Ich kann verstehen, dass du Angst hast vor eventueller emotionaler Entgleisung deines Vaters, wenn du ihn auf sein Alk. ansprichst. Das traurige ist, dass so eine Sucht oft stärker ist, egal ob da Kinder im Umfeld spielen. Ich an deiner Stelle würde aktuell keinen Umgang alleine mit den Kids ohne eigene Anwesenheit zulassen.

Als ich frisch getrennt war, bin ich mal zu einem Alleinerziehenden-Treffen von einer örtlichen Gruppe zusammen mit Nachwuchs auf nen Spielplatz mitgegangen. Einerseits konnte man sich austauschen, andererseits war der Großteil, ähnlich wie du mal schriebst Ninchen,einfach innerlich gar nicht offen für neue regelmäßige Kontakte. Groß war die Sorge vor neuer Enttäuschung in dieser verletzlichen Phase und es zog einen irgendwie runter, weil alle in derselben Phase waren und jede Story (zumindest in mir)noch mehr Unbehagen auslöste - diese erhoffte Unbeschwertheit die ich verband mit neuen Kontakten war da für mich wenig gegeben, weil viele der Anwesenden (mich eingeschlossen) in (nachvollziehbaren) körperlichen und emotionalen Ausnahmezuständen waren. Ich war in dieser Zeit auch ständig erschöpft, in Gedanken und meine Zeit war knapp.

Einerseits war viel Anklang zu "oh wir könnten uns ja unterstützen und den und den Ausflug miteinander machen und stärken uns gegenseitig" aber die Umsetzung war bis auf wenige Ausnahmen längerfristig schwierig. Es wurden, wie ich am Rande mitbekam, da auch regelmäßig Neuzugänge willkommengeheißen oder wieder andere tauchten wieder ab. Eine beständige Gruppe mit immer denselben Leuten die eine ähnliche Wellenlänge haben über einen bestimmten Zeitraum hinweg stelle ich mir in akuter Lage einfacher vor.

Die Osteopathin, bei der ich letztens war, meinte ähnlich deiner Bedenken, eine Kur mit ihren zwei Kids zusammen war für sie auch mehr Stress als Erholung. Kommt vielleicht auch aufs Alter und Persönlichkeit der Kids draufan - nicht jedes (Klein-)kind möchte sich da temporär fremdbetreuen lassen.

Für mich wäre es auch nichts - ich würde mich lieber irgendwo ans Meer oder ans Feuer setzen oder so oft es geht für Zeitraum x irgendwas tun/ erleben/ im Moment sein. Wenn man alleine zur Kur fährt, wäre wieder das Thema "vermissen" der Kids präsent. Es gibt so Festivals und Kurzreisen/ Workshops- du sprachst ja letztens auch LARP an - wo man zB an den Ort fährt und dort paar Tage in der Natur ist oder gemeinsam was aus Holz baut und so. Dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit / des ins Tun kommen ist sooo wichtig um immerwieder aus diesem zeitweisen auf-Der-Stelle-Gefühl und der gefühlten Wertlosigkeit auszusteigen, schön, dass du dir das beim zB Roller fahren bewahrst.

Es wird besser mit der Zeit Nine, erst recht, weil du vieles nebenher aufarbeitest, das versprech ich dir.

Wie läuft es mit der Familienhilfe?

x 1 #8140


Stella31
Zitat von NineNinchen:
Genau so fühlt es sich auch für mich an. Damit komm ich nicht klar, so dermaßen ablehnend behandelt worden zu sein. Ohne Anstand und Respekt

Ich vermute, dass du weit besser damit zurecht gekommen wärst, wenn er dir am Anfang gesagt hätte, tut mir leid, aber ich fühle nicht mehr als freundschaftlich für dich.
Aber er hat dir immer wieder Hoffnung gemacht.
Hat Andeutungen gemacht, dich bei der Stange gehalten.
Diese ganze Eierei hat dich mürbe gemacht und da ist es kein Wunder, dass du deiner eigenen Wahrnehmung nicht traust.
Ich denke, deshalb analysierst du auch jede, für dich wichtige, Begebenheit.
Weil du nochmal durchkauen musst, was da wer und wie genau gesagt, getan oder gefühlt hat.
Und das ist verdammt anstrengend!

Vielleicht hilft dir mittlerweile die Tatsache, dass er dir nun endlich klar gesagt hat, wie er über euch als Paar und über dich als Ex Partnerin denkt.
Dadurch kann es sein, dass die Akzeptanz mehr und mehr kommt und du irgendwann von selbst denkst:
Nee, immer noch über ihn nachzudenken, das ist mir zu anstrengend und raubt mir die Zeit für viel bessere Dinge.
Der kann mir den Buckel hinunter rutschen und machen,was er will.
Ich lebe mein Leben neu und tue das, was mir wirklich dient!
Ich wünsche es dir sehr!

x 1 #8141


Hamsterblaster
Mach dir einfach Mal bewusst das du ein eigenständiges Wesen bist.
Klar ist es toll jemand zu haben aber du hast jemanden der dich liebt dein würmchen. Und egal was passieren mag das wird dich immer angucken und sagen ich hab dich lieb.

Du hast ja trotz der Probleme die dein Vater hat emotional eine Verbindung zu ihm sonst würde es dich da nicht so zwirbeln.

Lange Rede kurzer Sinn ja er hat gesagt er empfindet keine Liebe aber was sagt da schon aus ? Nur das er eben keine Gefühle hat. Nirgendwo steht geschrieben daß es nicht mal bei dir und jemanden gut laufen wird.

So wie ihr es auch wollt.

x 2 #8142


C
Zitat von NineNinchen:
Samstag 16 Uhr auf dem Spielplatz mit einem Jägermeister.

Oh je. In meiner Familie gibt bzw. gab es ja auch Menschen mit Alk.. Deine Kinder sind jetzt noch etwas klein, aber für die Zukunft würde ich mit ihnen einfach immer mal wieder altersgemäß über die Problematik reden. Habe ich hier auch so gemacht und weise auch jetzt das Teenager-Kind immer mal wieder darauf hin, dass Alk. bzw. generell Suchterkrankungen auch eine genetische Komponente haben.😟
Zitat von Waterfall:
Ich an deiner Stelle würde aktuell keinen Umgang alleine mit den Kids ohne eigene Anwesenheit zulassen.

Sehe ich auch so. Ich habe das hier auch nicht erlaubt. Habe dann beispielsweise einfach ruhig gesagt: "Ich möchte nicht, dass X bei dir im Auto mitfährt, das Risiko ist mir zu groß." Wäre die andere Person wütend geworden (war hier zum Glück nicht der Fall), wäre das dann halt so gewesen.

x 1 #8143


Stella31
Zitat von NineNinchen:
Ich kann auch nicht akzeptieren so schlecht behandelt worden zu sein. Es würde zeigen, dass ich am Ende eben nichts wert bin. Das hat er mir ja mehr als deutlich gezeigt

Oha, da bringst du aber jetzt zwei Dinge ganz gehörig durcheinander!

Also Fakt ist, er hat dich absolut mies und ehrenlos behandelt, als er dich während deiner Schwangerschaft plötzlich verlassen hat und im weiteren hat er sich einen Schei.ss drum gekümmert, dir beiseite zu stehen, damit du wenigstens eine neue Wohnung bekommst.
Ich erinnere mich noch gut an die Klamotte, wo er dich durch die Stadt gejagt hat mit Kleinkind und mit Baby? Also da war er gnadenlos!
Hat ihn nicht interessiert, wie es dir geht!

Und du warst total verletzt und verletzlich!
Das darfst du alles gerne akzeptieren!
Aber das alles weißt absolut nicht darauf hin, dass du nichts Wert bist sondern er!
Er ist ein A..Loch!
Er hat keine Eier und es war ihm wichtiger, mit seiner Band, seinen neuen intellektuellen Freunden abzuhängen und zu verreisen.

Ich glaube auch, dass du nochmal durchlesen solltest, was alles passiert ist.
Das tut sehr weh, aber öffnet nochmal die Augen!

Und was er dir deutlich gezeigt hat, ist seine Unfähigkeit, auf klare, gerade Art und Weise mit Anstand eine Beziehung zu beenden.
Allerdings hättest du das lieber vor eurem zweiten Kind haben wollen.

Aber schau in das kleine Gesichtchen deines Sohnes, der dich tief liebt und gar nichts dafür kann, dass er so einen schwierigen Start hatte.

Dann hoffe ich, dass du siehst, dass in allem Guten das Schlechte, aber vor allem auch in allem Schlechten das Gute vorhanden ist!

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Z
Okay, das sind natürlich alles Punkte, die müssen für einen selber und zur Situation passen und man muss das selber wollen.

Unsere AE-SHG war geschlossen und ging nur eine begrenzte Zeit. So konnte man das planen. Es waren nur Frauen und alles vertraulich. Auch für mich war das mitten in der Woche viel, alle 5 einzupacken (war Winter) u.zu fahren. Aber es hatte einen Mehrwert für mich. Keine hatte Erwartungen an ein Danach. Es hat sich aber so ergeben und es war eine gute Gruppe.
Ich habe es immer so gesehen, dass wenn ich von tragischen Biografien oder Situationen hörte, dass ich da sehr wohl viel Empathie hatte, mein eigenes Leid in den Hintergrund geriet und es doch auch stärkte und ich weitermachte. Das hat ja nichts Schlechtes! Nur weil man sein eigenes Geschehen relativiert, ist es nicht weniger wichtig. Aber relativieren hilft. Mir jedenfalls.

In der Kur war ich mit allen, derjüngste wurde in der Kur 2, die anderen waren 4, 5, 7 u.10. In den ersten Tagen war ich wegen der Orga echt verzweifelt (wer muss wohin, welche Gruppe, Zeiten, Schule usw:)) aber auch das war dann ok. Ich kann aber auch gut loslassen. Auch kinder. Wenn ich weiß, sie sind gut aufgehoben. Ich kann dann vertrauen, mir meine so wichtige Zeit für mich nehmen und mich dann wieder voll auf die Kinder konzentrieren. Und ich musste nicht arbeiten, einkaufen, putzen...
Aber auch das ist sehr individuell und kommt drauf an, wieviel Glück man auch mit der Kurklinik hat. Und welche Einstellung man mitbringt.

Wenn das alles (noch) nichts für Dich ist rate ich dennoch zur Annahme der Situation und Faktencheck. Oder/und Therapieformwechsel. Traumatherapie, EMDR beispielsweise. Manche Verhaltenstherapeuten sind darin aber auch fortgebildet.
Alles Gute!

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A


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