Zitat von NineN: Aber ich habe nie klar gesagt, warum ich das mit ihm machen wollte. Weil ich so eine Verbindung und Nähe herstellen wollte. Das Bedürfnis dahinter habe ich einfach nicht klar kommuniziert. Und vielleicht hätte er das dann besser verstanden, wenn ich das so gesagt hätte.
Das triggert mich extrem an. Ich bin so ein Kind, das immer denkt, wenn ich es anders sage, dann werde ich verstanden. Das musste ich jahrelang in der Therapie bearbeiten und jetzt auch noch immer wieder.
Tut mir also leid, wenn ich (zu) emotional schreibe. Hat was mit mir zu tun, nicht mit dir.
Ich merke, wie wütend ich wurde, als ich das las.
Weißt du, natürlich ist es die eigene Aufgabe, sich möglichst klar und verständlich auszudrücken. Aber es ist auch die Aufgabe des anderen, zuhören und verstehen zu wollen! Bei mir war die Erkenntnis: ich sage, mich stört etwas, erkläre so gut ich kann und dann
warte ich, ob der andere nachfragt.
Tatsächlich mache ich das ja auch mit meinem kleinen Kind, das oft aufschreiben, weil es was anderes will. Ich weiß oft nicht, was los ist. Dann wende ich mich ihm zu und frage. Versuche zu verstehen. Gestern hab ich zum Beispiel einen Teller in der falschen Farbe genommen. Finde ich das wichtig? Nein
🤷♀ Aber meinem Kind war es wichtig. Also hat es einen anderen bekommen.
Ich finde: ich möchte xy mit dir machen auch irre eindeutig. Ich möchte Zeit mit dir verbringen. Das ist eine Sprache der Liebe. Und er holt sein Handy raus...Was willste da machen?
Ich für mich finde auch die Erkenntnis spannend, dass ich offenbar mich völlig erhöhe, wenn ich glaube, jemanden zur Erkenntnis bringen zu können, wenn ich nur die richtigen Worte finde und obwohl sein Inneres sich dagegen wehrt.