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Partner trennt sich in Schwangerschaft

aequum
@NineN
Was ist schon normal und wer definiert überhaupt "normal"?

Irgendwie hat doch wohl jeder seine individuellen Macken, Stärken und Schwächen.

x 5 #8701


Löwenzeh
Zitat von NineN:
Es ist aber immer wieder dieselbe Stelle über die ich stolpere und falle und wegen der mich am Ende die Partner verlassen.

Ein eigener Wille ist Fluch und Segen? 😉

x 2 #8702


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Catalina
@EineMitleserin
Toller Beitrag, vielen Dank dafür! Super erklärt, als neurodiverser Mensch fühle ich mich sehr verstanden.

Zitat von NineN:
Und immer nach dem Aufwachen ist für mich die Angst deutlich spürbar. Kann nicht mal genau sagen worin die soch begründet. Als ob da kein Schutzschild aktiviert ist. Und diese Angst soll ich nicht wegdrücken sondern durchfühlen. Bis der Körper merkt, dass nichts passiert.

Ich hatte als junge Frau eine Zeit lang mit Panikattacken zu kämpfen, da musste ich genau das auch lernen. Die Angst auszuhalten bis sie von selber wieder verschwand weil das, wovor ich Angst hatte ( in meinem Fall ein Herzinfarkt), gar nicht eintrat. Es hat einige Wochen Übung und wiederkehrende Konfrontationen mit den angstauslösenden Situationen gebraucht, dann wurde es besser und schließlich verschwand die Panik vollständig.

Ich halte den Rat deiner Therapeutin für sehr gut, dich quasi selber gegen deine Angst zu desensibilisieren. Die Chancen stehen gut, dass du auf längere Sicht deine Ängste damit erheblich besser in den Griff bekommst.

x 4 #8703


Waris07
Zitat von NineN:
könnte man sich überhaupt fragen, wie "normal" ist denn das Ideal.

Zitat von aequum:
Was ist schon normal und wer definiert überhaupt "normal"?

Irgendwie hat doch wohl jeder seine individuellen Macken, Stärken und Schwächen.

Mein passender Lieblingsspruch dazu, der es eigentlich ganz gut mit einem Augenzwinkern auf den Punkt bringt:
Das Problem ist ja nicht, dass man einen leichten Knall hat. - Das Problem ist, jemanden zu finden, der einen möglichst kompatiblen Knall hat. 😉

Und vielleicht geht es genau darum: sich selbst nicht glattzubügeln, nur um irgendwo reinzupassen, sondern sich mit Menschen zu umgeben, bei denen man weder zu viel noch zu wenig ist, sondern einfach genau richtig.

Wenn ich rückblickend auf mich selbst schaue, dachte ich auch lange: Streng dich an, pass dich an, dann gehörst du dazu. Ich war lange überzeugt, das sei der Schlüssel, weil es mir auch immer wieder so vermittelt wurde. 😓

Es war ein langer und stellenweise echt harter Prozess, mich von dieser tief verankerten Denkweise zu lösen. Weg von dem ständigen Blick auf andere und darauf, wie ich "sein sollte", hin zu einem liebevolleren Umgang mit mir selbst.
Mich anzunehmen, so wie ich bin, mit all meinen Ecken, Kanten und Macken. 🤗

Und ja, es ist nicht immer leicht, bei sich zu bleiben und sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man genau das leben darf. Wenn ich ehrlich bin, auch ich habe immer mal wieder Momente, in denen es innerlich knirscht, in denen ich mich dabei ertappe, wie ich doch wieder nach außen schaue und mich beeinflussen lasse.
Aber der Unterschied ist heute, ich merke es und hole mich selbst wieder zurück zu mir. 😊

x 6 #8704


Femira
Zitat von NineN:
Das bedeutet also, dass der Ausstieg nach Phase 2, dem Erklären kommt. Da ist man im ja noch im einigermaßen vernünftigen Modus unterwegs. Ich erkläre, es kommt nicht an, ich steige aus dem Gespräch aus

Wie fühlt sich diese Idee an?

Zitat von EineMitleserin:
Denn diese fehlende "Anpassung" vorallem als Frau haben viele Frauen intus. Wir leben in einer Gesellschaft in der eine Frau nicht willensstark sein soll, sonst ist sie stur und zickig, sie darf nicht zu lebhaft sein weil sie dann unerzogen ist und sich nicht richtig benimmt.

https://taz.de/Schriftstellerin-ueber-t.../!6112590/

Ich hab es selbst noch nicht gelesen, aber schon einige Zusammenfassungen und finde es klingt sehr spannend.

Zitat von NineN:
Und immer nach dem Aufwachen ist für mich die Angst deutlich spürbar. Kann nicht mal genau sagen worin die soch begründet. Als ob da kein Schutzschild aktiviert ist

Ist ja auch morgens so. Kannst du dir selber Affirmationen sprechen?

Ich bin sicher.
Ich bin geliebt.

x 2 #8705


Y
Zitat von NineN:
Ich komme gegen den Haupttrigger bei mir nicht an: nicht gesehen werden, nicht wahrgenommen werden, nicht gehört werden. Der ist so unfassbar stark. ...

Liebe Nine!
Nachdem ich ja wieder hier im Forum schreibe, habe ich die letzten Tage ein wenig quergelesen und bin hier hängen geblieben. Gerne möchte ich dir dazu etwas schreiben, auch wenn ich grundsätzlich dem Strang hier weiter fern bleibe und wir so kommunizieren.

Ich kenne das, was du beschreibst, sehr sehr gut. Vor allem diese Eskalation, die du beschreibst.

Was da fehlt, ist der Punkt "Konsequenzen". So bist und bleibst du immer in der Abhängigkeit der Reaktion der anderen. Entweder sie verstehen dich oder du gibst irgendwann auf. Wenn du vorher bei Stufe 4 angekommen bist, dann bist du im Zweifel noch der Buhmann.

Ich hatte vor vielen Jahren eine Situation mit meinem Vater, die dazu gut passt. Über Jahre haben wir ihn alle immer wieder darauf angesprochen, dass er ruhiger Autofahren soll. Selbst die Ängste und Rückenschmerzen meiner Mutter haben da nichts genützt. Irgendwann schrie ich ihn verzweifelt an, was es denn bitte bräuchte, damit er uns/mich hört. Denn Angst, Schmerz, Wut, Flehen, egal was, es kam nichts bei ihm an. Er erklärte mir, dass ich ihn einfach so freundlich bitten solle, wie seine Freundin, die 30 Jahre jüngere Frau, für die er meine Mutter verlassen hatte, es täte.

Und da ist der Clou und es ist wichtig, wenn auch schmerzhaft, das zu verstehen:

Natürlich hatten wir das auch alle schon so versucht.
Aber in unserem Falle gab es ein anderes Machtgefälle als mit dieser jungen Frau. Erstmals musste ER sich anpassen, hatte ER Angst, sie zu verlieren. Entweder, weil er bei uns wusste, dass es keine Konsequenzen für ihn gegeben hat, außer, dass wir in seinen Augen hysterisch wurden, oder, weil ihm die Konsequenzen bei uns schlichtweg egal waren. Bei uns hatte er keine Verlustangst. Und ab dem Punkt muss man gehen. Wenn ich der anderen Person so egal bin, dann ist es reine Energieverschwendung. Wenn die andere Person aber weiß, dass ich nur rede, es aber nie Konsequenzen hat, dann muss ich anfangen welche zu setzen. Erst dann muss sich die andere Person damit auseinander setzen, wie wichtig ich ihr bin. Und erst dann weißt du auch, wie wichtig du ihr bist. Und bekommst die Macht und Kontrolle über deine Bedürfnisse und Grenzen zurück. Denn dann entscheidest DU, wie du mit der Person umgehen möchtest und bist nicht mehr abhängig davon, wie sie grade gewillt ist dich zu behandeln.

x 12 #8706


N
Meine Schwiegermutter schickt mir die ganze Zeit Bilder von den Kindern und dem Rest der Familie. Das tut mir so weh und ich fühle mich so ausgeschlossen. Kann ich ihr sagen, dass sie damit aufhören soll? Oder ist das zu pingelig?

x 3 #8707


Q
Zitat von NineN:
Meine Schwiegermutter schickt mir die ganze Zeit Bilder von den Kindern und dem Rest der Familie. Das tut mir so weh und ich fühle mich so ...

Liebe @NineN

Ich finde nicht, dass das pingelig ist. Wenn dich das verletzt und du dich dadurch ausgeschlossen fühlst, ist das ein berechtigtes Gefühl. Oft ist so etwas von der anderen Seite gar nicht böse gemeint, aber die Wirkung kann trotzdem weh tun.

Du darfst das ruhig ansprechen, am besten in Ich-Form, ohne Vorwurf. Also eher erklären, wie es bei dir ankommt, statt ihr etwas zu unterstellen.
Deine Gefühle sind da ein guter Maßstab.

x 6 #8708


Femira
Zitat von NineN:
Meine Schwiegermutter schickt mir die ganze Zeit Bilder von den Kindern und dem Rest der Familie.

Ich sehe eher ein sie will dich beteiligen. Wenn ich viele Bilder vom Kind schicke, möchte ich die andere Person beteiligen, obwohl sie nicht dabei ist.

Aber ich stimme @QueenA zu. Deine Gefühle sind der Maßstab. Ich wollte nur eine andere Perspektive hinzufügen, um zu betonen, dass es öchstwahrscheinlich eine gute Absicht hat.

Vielleicht kannst du ihr das so schreiben?
Ich danke dir für die vielen Bilder. Ich wäre so gern dabei.
Mich machen aktuell die Bilder sehr traurig, weil sie mir meine Sehnsucht nach euch und meinen Kindern vor Augen führen? Könntest du sie mir lieber morgen um 8 Uhr einmal gesammelt schicken statt über den Tag immer wieder?

x 8 #8709


aequum
Zitat von NineN:
Das tut mir so weh und ich fühle mich so ausgeschlossen. Kann ich ihr sagen, dass sie damit aufhören soll? Oder ist das zu pingelig?

Natürlich darfst du es ihr schreiben. Ich denke sie macht es wirklich nur um dich mit einzubeziehen aber dass es dir damit nicht gut geht, daran wird sie wohl nicht gedacht haben.

Also ja, schreibe es ihr genauso wie du es fühlst und wie traurig es dich macht. Das dürfen sie ruhig wissen.

x 5 #8710


Ameise_78
@NineN
Ich würde ihr auch schreiben, dass es sehr lieb von ihr ist, dass sie an dich denkt und dich miteinbeziehen will, dass es dir aber so weh tut, dass du nicht dabei sein kannst.
Das sollte jeder nachvollziehen können.
Persönlich finde ich es eine sehr liebe Geste (wahrscheinlich vermisst sie dich auch), aber ich kann auch sehr gut verstehen, dass es dir weh tut.

x 4 #8711


aequum
Zitat von Ameise_78:
dass es dir aber so weh tut, dass du nicht dabei sein kannst.

Den Satz würde ich nicht schreiben, denn dann würde die Schwiegermutter denken, dass sie trotz der Trennung dabei sein möchte aber @NineN möchte eben nicht dabei sein, wenn der VdK ebenfalls da ist.
So zumindest mein Verständnis zu dem was Nine dem VdK per ihrer letzten Ansage mitgeteilt hatte.

x 8 #8712


P
@NineN
Ich denke auch, daß es nett gemeint ist und sie Dich auf diese Weise mit einbeziehen möchte. Zumindest ist das eine mögliche Interpretation. Aber auch wenn es gedankenlos ist oder gar ein 'Schau, was du verpasst ' - es ist immer noch an Dir die Bilder jetzt nicht anzuschauen.

Du hast jetzt festgestellt, wie es Dir damit geht. Kannst Du nicht selber entscheiden, die Bilder erst später anzuschauen, zb morgen oder sonstwann?

Ich würde ihr auch nicht schreiben, was das mit Dir macht. Für die Bilder sich kurz bedanken. Aber anschauen, wenn Du soweit bist oder merkst, es ist noch nicht gut.

Du entscheidest fur Dich. Dafür brauchst Du sie nicht, daß sie mitmacht, was Dir gut tut und was nicht.

Also, meine bescheidene Meinung.

x 7 #8713


MissLilly
Zitat von NineN:
Meine Schwiegermutter schickt mir die ganze Zeit Bilder von den Kindern und dem Rest der Familie

Ist der VdK auch mit auf den Bildern ?

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N
@MissLilly ja. Alle. Glücklich und lächelnd.

Sicher möchte sie mich dabei haben. Sie hofft ja auch immer noch, dass wir doch wieder zurückfinden. Und ich bin immer eingeladen bzw. werde auch immer explizit mit eingeladen.

x 3 #8715


A


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