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Partner trennt sich in Schwangerschaft

sonntag_morgen
@NineN
Ich habe mir wieder dasselbe gedacht wie in meinem Posting No #8655.

Ich finde, Du lenkst Dich von der Trauer ab.
Du schlüpfst immer wieder in die Wut und lenkst Dich auch mit mit Aktivitäten ab, wie bspw Daten.


Vielleicht gibt es ja eine Trauergruppe für Getrennte, oder Yoga-Lehrer die etwas in die Richtung anbieten. Im Yoga sagt man ja oft "sit with it".

Eigentlich ist es ja egal, warum er der Tochter den See-Ausflug versprochen hat, ob es einen anderen Zweck hatte (Dich zu ärgern) oder nur so dahin gesagt war oder einen anderen Grund. Wenn es Dir egal sein könnte hätte er auch keine Macht mehr über Dich.

x 3 #8791


NineN
Ich habe eine riesige Schleife gedreht. Nicht nur in der Beziehung , sondern auch noch nach der Trennung. Die Trennung hat die Schleife nicht beendet. Sie ging weiter über Hoffnung, über ständigen Kontakt, über dieses ständige „Vielleicht doch noch“.

Die letzen Monate kam er immer wieder näher, hat Zeit mit mir und uns verbracht, schöne Dinge gesagt, von Urlaub gesprochen und selbst gesagt, wie schön er das alles findet. Erst im Nachhinein hat er mir gesagt, dass er in dieser Zeit eigentlich für sich geprüft hat, ob es nochmal funktionieren könnte. Das hat er still für sich entschieden. Und jetzt nach Ostern hat er wieder allein entschieden: ihm macht die Nähe Angst, mein Drängen nach Entscheidungen und er will nun definitiv und auf gar keinen Fall mehr. Die Pause war rum. Es war Testlauf, von dem ich gar nicht wusste, dass er stattfindet. Ich habe ihn immer mal wieder gefragt was er möchte, braucht, was ihn beschäftigt. Aber da kam sehr oft, dass er das nicht wisse, seine Bedürfnisse nicht klar kenne.

Das hat sehr viel in mir ausgelöst: Wut, Ungerechtigkeit, Verrat, aber auch Erleichterung.
Erleichterung, dass er mich nun losgelassen hat, was ich nicht geschafft habe.
Denn ich sehe jetzt ganz deutlich, dass ich jahrelang versucht habe, aus schönen Inseln ein Festland zu machen. Dass ich gehofft habe, wenn ich nur genug verstehe, genug reflektiere, genug an mir arbeite, dann könnte es doch noch was werden werden. Ich habe unglaublich viel gemacht: Therapie, Lesen, Podcasts, Schreiben, Reflexion, Gespräche, Notizen, zeichnen. Ich habe es wirklich versucht. Und vielleicht ist die Erleichterung auch da, weil ich nun endlich nicht mehr leisten muss. Trotzdem ist die Trauer groß, die Angst mein täglicher Begleiter und auch die Wut über diese Ungerechtigkeit ist riesig.

Ich bin noch nicht fertig mit dem Verarbeiten. Ich vermisse ihn auch noch. Und ich habe Angst, wieder in Hoffnung und damit in die Schleifen zurück zu kommen. Aber ich sehe auch, dass meine Hoffnung oft von den guten Erinnerungen aufrecht erhalten wird.

Ein weiterer Punkt aus der Therapie hat mich auch wieder ziemlich getroffen.
Es ging um meinen Sohn und darum, was er in mir auslöst. Und auch um mein generelles Muster mit Männern.
Ich habe ihr von meiner Erfahrung mit Männer erzählt, dass ich diese oft als wenig verfügbar, abwertend, ausnutzend und verlassend empfunden habe. Und dass genau diese Angst jetzt auch bei meinem Sohn auftaucht. Dass ich Angst habe, dass auch er sich irgendwann von mir entfernt oder mich nicht wählt. Meine Therapeutin meinte, dass es gut sein kann, dass ich deshalb mit diesem Muster im Kopf nicht ganz unbefangen mit ihm eine Bindung aufbauen kann. Bei meiner Tochter habe ich dieses Gefühl sehr viel weniger. Dabei ist mir klar, dass es Quatsch ist. Auch Töchter können sich abwenden. Aber auch bei beiden habe ich die Angst, dass sie sich mal für ihren Vater entscheiden könnten. Er kann sich viel besser regulieren ist weniger anstrengend. Aber wie auch, wenn er maum Zugriff auf seine Empfindungen hat, nach eigener Aussage.

Ein weiterer großer Punkt ist meine Enttäuschung über die ganze Situation.
Ich merke, dass ich damit eigentlich noch gar nicht richtig zurechtkomme. Es ist nicht nur Trauer über die Trennung. Es ist vor allem dieses Gefühl von Ungerechtigkeit, von Verrat und davon, dass ich die Konsequenzen tragen muss, während er sein Leben weiterlebt.
Ich hab das Gefühl, mir wurde meine Freiheit, meine Leichtigkeit, auch ein Stück meiner Freude am Alltag mit den Kindern genommen. Und jetzt muss ich funktionieren, organisieren und komme innerlich eigentlich gar nicht zur Ruhe.
Diese Kombination aus Autonomieverlust, gebrochenem Vertrauen und dem Gefühl, dass er kaum Konsequenzen trägt, dass macht mich fertig.

Ich merke, dass ich oft versuche, mich zu beruhigen, versuche zu akzeptieren oder vernünftig zu sein. Ich bin nicht nur traurig,
ich bin auch richtig wütend.
Und ich habe noch keinen guten Weg gefunden, damit wirklich umzugehen. Vergeben, vergessen, verzeihen, dass kann ich alles nicht. Und immer wieder kommen leise Zweifel, wenn ich nicht doch etws weniger offensiv gewesen wäre vielleicht doch noch was zu retten gewesen wäre.
Meine Therapeutin findet meine offene und direkte Art gut, meinte ich soll nicht weniger sein, so sei eben auch ein bisschen mein Temperament. Aber viele fühlen sich durch diese Art eben auch genervt oder eingeschüchtert. Aber vielleicht muss ich auch lernen, dass mich eben nicht alle mögen und ich mich trotzdem auch bemühe etwas die Intensität zu steuern. Hätte ich das mal eher gemacht. Ich habe den VdK damit überrollt, auch wenn er genau diese Offenheit am Anfang so geschätzt hat.

Die Übergaben der Kinder habe ich stark an die neue Situation angepasst. Sie finden nur noch vor der Haustür statt, ich schau ihm nur auf die Füße, damit ist weder seine Tränen, noch Freude oder sonst was sehen muss. Dann hab ich immer einen Podcast oder Musik auf einem Ohr laufen, damit ich nie ganz im Moment sein muss. Immerhin muss ich diesen Prozess gut 6 x dir Woche machen.
Wenn danach der Drang da ist ihm zu schreiben, wird chatgpt eingespannt. Der schreibt zurück. Kontakt ist nur noch über Mail vorhanden. Wenn er die Kinder hat, dann kann er auch anrufen, sonst nicht. Das alles ist sicher nicht für die Ewigkeit, aber auf jeden Fall so lange wie ich es eben brauche.

Aktuell konzentriere ich mich ganz darauf Auto zu fahren. Um mir ein Stück Freiheit zurück zu holen. Aber ich merke auch, dass mir weiterhin der Sinn fehlt, den vorher die Beziehung ausgefüllt hat. Freizeit ist gut und schön, aber die Aktivitäten sind nicht das, was mein Leben mit Sinn und Erfüllung belebt.

So, das war jetzt ziemlich viel und was da auf mich die letzten 1,5 Wochen so eingeprasselt ist war auch wirklich umwerfend. Wörtlich gemeint. Ich war kurz davor meinen Rucksack zu packen, um ins Blaue aufzubrechen. So stark war der Impuls einfach nur weg zu sein.

Es ist nur der Stand bei mir gerade. Wie er ist, dass haben ja alle hier recht einheitlich prophezeit.

x 14 #8792


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Femira
Ich bin stolz auf dich. 💝

Du bist gut, wie du bist. Du bist nicht zu viel. Du bist einfach wunderbar 🌻

x 6 #8793


Stella31
Zitat von NineN:
Das hat sehr viel in mir ausgelöst: Wut, Ungerechtigkeit, Verrat, aber auch Erleichterung.
Erleichterung, dass er mich nun losgelassen hat, was ich nicht geschafft habe.
Denn ich sehe jetzt ganz deutlich, dass ich jahrelang versucht habe, aus schönen Inseln ein Festland zu machen

Eine wunderbare Metapher mit dem Festland!
Ich verstehe deinen Schmerz sehr gut.
Und das alles kenne ich auch so sehr.

Eigentlich zu wissen, dass gewaltig was nicht stimmt, aber immer zu denken, wenn ich nur noch mehr lieb und zurückhaltend bin, noch ein bisschen mehr an mir arbeiten, dann, ja dann wird er erkennen, dass ich die Einzige und Richtige bin!

Alles so ein Quatsch!

Diese ewige Anpassung und das Klein machen ist so angelernt und man sucht das Heil bei demjenigen, der genauso unverfügbar ist wie die Personen der eigenen Kindheit.
Um sich selbst endlich zu beweisen, dass ich es doch Wert bin, geliebt zu werden, so wie ich bin.

Und diesen antrainierten Bull..sht. loszuwerden dauert unendlich lang und kostet wahnsinnig viel Kraft.

Du bist im Prinzip noch ganz am Anfang deiner Verarbeitung. Denn erst jetzt hast du Kenntnis von dem, was du bereits zwar irgendwie vermutet hast, aber was deine Hoffnung über die ganze lange Zeit schön verdrängt hat.

Und ja, weil du dich nicht wirklich trennen konntest, ist es gut, dass er es jetzt endlich getan hat!
So schmerzhaft es auch ist.
Aber nun kann deine Heilung endlich beginnen.

Radikale Akzeptanz ist das Stichwort!
So ungerecht Vieles auch ist, aber "IT IS WHAT IT IS"

Deine Abwehr, zu Alleinerziehenden Treffen zu gehen, weil du dich nicht dazugehörig gefühlt hast, die Scheidung nicht einzureichen, deinen Sohn nicht so annehmen zu können usw .
Alles hängt mit der bisher fehlenden Akzeptanz zusammen.

Du bist eine Macherin!
Das bewundern so viele auch hier im Forum!

Wenn du nun kraftlos bist, hast du alles Recht dazu,dir Auszeiten zu gönnen. Um wieder neue Energien zu bekommen.
Oder erstmal alle Wut, Verzweiflung, Trauer rauszuschreien.

Kein Zustand dauert ewig an!
Nimm dir die Zeit für alles.
Denn du wirst, davon bin ich überzeugt, wie Phönix aus der Asche aufsteigen.

Und nach und nach wird sich ein Knoten nach dem Anderen lösen.
Du musst nicht andauernd an dir rumschrauben. Was du tust, ist absolut genug.

Irgendwann wird jemand genau diese Art von dir zu schätzen wissen.
Aber im Moment ist das egal!

Hol dir alle Hilfe, die du brauchst, damit es dir so gut gehen kann, wie gerade möglich!

x 9 #8794


aequum
Zitat von NineN:
Es ist nur der Stand bei mir gerade. Wie er ist, dass haben ja alle hier recht einheitlich prophezeit.

Ach Nine, du scheinst dabei zu vergessen, dass der BWK dir zeitlich weit voraus ist. Er wird sich schon weit bevor er die Trennung ausgesprochen hat, intensivst damit befasst haben und nun während der Trennung nochmals. Allerdings lediglich um sich seine Entscheidung selbst noch einmal zu bestätigen.

Bei dir kommt erst jetzt die Realität mit all ihren schmerzhaften Fassetten an, denn bis Ostern wolltest du es imgrunde weder wirklich wahr haben und shonmal garncht akzeptieren.

All das was du jetzt fühlst und durchlebt ist nur normal, so schmerzhaft es auch ist.

Nochmal zum mitschreiben. Du bist ein ganz wunderbarer Mensch, eine ebenso wunderbare Frau und Mutter.
Lass dir da nichts anderes einreden oder gar selbst fühlen.

Ich habe natürlich keine Ahnung wie wet d aktuell bist aber ich denke wirklich, dass es nun an der Zeit ist, die Scheidung zu beantragen und das um für dich mental einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Ich glaube fest daran, dass du dann tatsächlich in der Lage sein wirst, abschließen zu können.

Wie gesagt Nr so ein Gedanke.

x 5 #8795


Stella31
Zitat von aequum:
Ich habe natürlich keine Ahnung wie wet d aktuell bist aber ich denke wirklich, dass es nun an der Zeit ist, die Scheidung zu beantragen und das um für dich mental einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Ich glaube fest daran, dass du dann tatsächlich in der Lage sein wirst, abschließen zu können

Ich denke, dass das im Moment kein Gedanke sein muss.
Ablösung braucht Zeit und Trennungswut und Hoffnungslosigkeit bzgl der Beziehung.
All das kann ja jetzt erst so richtig losgehen.
Wenn sie sich scheiden lassen will, kann sie das jederzeit machen.
Aber das ist mMn momentan noch nicht notwendig, um die innere Trennung zu vollziehen.

x 3 #8796


aequum
@Stella31
Kann sein oder auch nicht. Jeder ist für sich individuell und denkt oder tickt anders. Ich persönlich hätte schon längst den Abschluss gesucht.

Am Ende muss @NineN für sich herausfinden, was für sie richtig ist.

x 4 #8797


Stella31
Zitat von aequum:
Ich persönlich hätte schon längst den Abschluss gesucht.

Ja, aber sie wollte ja noch gar nicht abschließen, weil sie Hoffnung hatte.

x 2 #8798


NineN
Zitat von aequum:
Er wird sich schon weit bevor er die Trennung ausgesprochen hat, intensivst damit befasst haben und nun während der Trennung nochmals. Allerdings lediglich um sich seine Entscheidung selbst noch einmal zu bestätigen.

Es war aber nie fair. Er hat mir nie wirklich gesagt was er denkt. Trotz nachfragen. Er hat getestet was noch geht und hat wieder nicht fair gespielt und geschwiegen. Trotz Nachfragen meinerseits. Er bemängelte Augenhöhe und hat sie selbst nicht gewährt. Seine Familie hat ihm weniger bedeutet als seine Freiheit. Er hat bis zum Schluss nicht verstanden, was er da wirklich angerichtet hat und läuft einfach weg.
Ich kann ihm einfach nichts Gutes wünschen und in meinen Augen hat er auch die Kinder nicht verdient. Er hat nichts dafür getan. Als Trittbrettfahrer nimmt er nur mit, aber gibt selbst nicht viel.

Zitat von aequum:
Ich habe natürlich keine Ahnung wie wet d aktuell bist aber ich denke wirklich, dass es nun an der Zeit ist, die Scheidung zu beantragen und das um für dich mental einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.

Noch nicht. Aus finanziellen Gründen. Dabei bleibt es auch bis zum Ende der Elternzeit. War auch die Empfehlung der Anwältin.

x 9 #8799


Catalina
Zitat von NineN:
er will nun definitiv und auf gar keinen Fall mehr. Die Pause war rum. Es war Testlauf, von dem ich gar nicht wusste, dass er stattfindet.

Immerhin hat er jetzt eine endgültige Entscheidung getroffen und eiert nicht weiter rum. Auch wenn es nicht das Ergebnis ist, das du dir so dringend gewünscht hast, ist jetzt die Marschrichtung klar. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es sich für dich bestimmt gerade nicht so anfühlt.
Zitat von NineN:
Das hat er still für sich entschieden.

Naja, einer von euch musste ja mal irgendwann eine Entscheidung treffen. Und du konntest es nicht.
Zitat von NineN:
Das hat sehr viel in mir ausgelöst: Wut, Ungerechtigkeit, Verrat, aber auch Erleichterung.
Erleichterung, dass er mich nun losgelassen hat, was ich nicht geschafft habe.

Verstehe ich total. Jetzt musst du nicht mehr kämpfen, zumindest nicht um ihn und eure Beziehung.
Zitat von NineN:
Denn ich sehe jetzt ganz deutlich, dass ich jahrelang versucht habe, aus schönen Inseln ein Festland zu machen.

Was für ein schönes und passendes Bild.
Zitat von NineN:
ich bin auch richtig wütend.

Gut so! Ich denke, diese Wut ist mehr als berechtigt und will jetzt einfach gefühlt werden. Wenn du damit fertig bist, wird sie von selbst verblassen.

x 3 #8800


aequum
Zitat von Stella31:
Ja, aber sie wollte ja noch gar nicht abschließen, weil sie Hoffnung hatte.

Stimmt aber jetzt nichtmehr.

x 2 #8801


Ameise_78
@NineN

Was für ein unfaires, rücksichtsloses und egoistisches Verhalten von ihm...
Trennen ist ok... ja, natürlich... aber tatsächlich nicht nachdem man sich ein paar Wochen zuvor für ein gemeinsames Kind entschieden hat. Nein, das ist nicht okay... definitiv nicht... das ist mies.
Genauso mies ist es, den Anderen hinzuhalten und ihm Hoffnungen zu machen und nicht zu sagen, was _wirklich_ in einem vorgeht. Nachdem man sich in der gemeinsam geplanten Schwangerschaft bereits aus dem Staub gemacht hat.
Wie man seinen Partner fröhlichen Gewissens so behandeln kann... es wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Deine Wut und deine Enttäuschung verstehe ich vollkommen.

Du bist schon so weit gekommen und hast so viel an dir gearbeitet... das wird sich jetzt und sehr bald auszahlen.
Im Moment fühlt es sich nur hin und wieder so an... aber diese Phasen werden länger werden... immer länger... und dann deine neue Realität. Und es wird noch Gutes kommen, ganz sicher.

x 8 #8802


aequum
Zitat von NineN:
Seine Familie hat ihm weniger bedeutet als seine Freiheit. Er hat bis zum Schluss nicht verstanden, was er da wirklich angerichtet hat und läuft einfach weg.

Als ein empathieloser Egoist wird er wohl auch kaum in der Lage sein zu begreifen oder zu empfinden was er wirklich angerichtet hat.
Zitat von NineN:
Noch nicht. Aus finanziellen Gründen. Dabei bleibt es auch bis zum Ende der Elternzeit. War auch die Empfehlung der Anwältin.

OK, das ist allerdings eine rationale Entscheidung. Wenn es dir nichts ausmacht, solange zu warten, dann ist es auch total in Ordnung.

x 6 #8803


Ameise_78
Noch etwas zum Thema Kinder... Kinder wenden sich unter normalen Umständen nicht von den Eltern ab... nicht einmal unter den meisten schlechten Umständen... manchmal ist es da nicht so schlecht, sich sein eigenes Beispiel vor Augen zu führen (mache ich selbst immer wieder) - deine Eltern haben dich nicht gut behandelt... und du hast dich nicht abgewendet. Würdest dir in deinem tiefsten Inneren vielleicht auch immer noch wünschen, sie kämen so herzlich und liebevoll auf dich zu, wie es eigentlich sein sollte... (mir selbst geht es mit meiner Mutter so).
Als Kind hat man nur die einen Eltern... und man hängt automatisch an ihnen (leider auch in Fällen in denen der Kontakt gar nicht so positiv oder konstruktiv ist).

So bedingungslos wie wir unsere Kinder lieben, lieben sie uns ja auch, und je offener man ihnen seine Liebe zeigt und sie sie spüren lässt, desto besser. Das schafft eine Nähe, die nicht leicht zu zerstören ist. Lachendes Gesicht Selbst wenn mal für eine gewisse Weile Distanz sein sollte. (Das habe ich bei meinem Vater erlebt...)

x 3 #8804


E
Zitat von NineN:
Die letzen Monate kam er immer wieder näher, hat Zeit mit mir und uns verbracht, schöne Dinge gesagt, von Urlaub gesprochen und selbst gesagt, wie schön er das alles findet. Erst im Nachhinein hat er mir gesagt, dass er in dieser Zeit eigentlich für sich geprüft hat, ob es nochmal funktionieren könnte. Das hat er still für sich entschieden. Und jetzt nach Ostern hat er wieder allein entschieden: ihm macht die Nähe Angst, mein Drängen nach Entscheidungen und er will nun definitiv und auf gar keinen Fall mehr. Die Pause war rum. Es war Testlauf, von dem ich gar nicht wusste, dass er stattfindet. Ich habe ihn immer mal wieder gefragt was er möchte, braucht, was ihn beschäftigt. Aber da kam sehr oft, dass er das nicht wisse, seine Bedürfnisse nicht klar kenne.

Er hat dich benutzt, wie auch zuvor, hat taktiert und dich für sich eingesetzt, wie es ihm gerade gepasst hat. Das zieht sich wie ein roter Faden, über eure Beziehung, Trennung, das Hin und Her danach. Immer nur gab und gibt es ihn im Zentrum allen seins. Du bist nur Statistin, ein Spielball, immer verfügbar, zuverlässig.

Das ist so unfassbar grausam. Und auch menschenverachtend.

Und es zeigt so deutlich, dass er nichts, aber auch wirklich gar nichts begriffen hat. Dass er nicht einen Funken davon versteht, was seine Trennung, während deiner Schwangerschaft, in ihrem ganzen Ausmaß und die Art und Weise wie sie geschehen war, eigentlich für dich, aber auch für deine Tochter und nun auch für deinen Sohn bedeutet.

Meiner Meinung hat er deine inneren Ängste, die sich auf deinen Sohn nun auswirken, auf dieses Kind zementiert. Denn so wie du eure Beziehung aus deiner Sicht schilderst, wie du die Zeit mit deiner Tochter empfunden hast, so glaube ich nicht, dass deine inneren Blockaden deinem Sohn gegenüber da wären, wenn alles normal gelaufen wäre und ihr diese Zeit als normale Familie erlebt hättet.

Zitat von NineN:
Ich kann ihm einfach nichts Gutes wünschen und in meinen Augen hat er auch die Kinder nicht verdient. Er hat nichts dafür getan. Als Trittbrettfahrer nimmt er nur mit, aber gibt selbst nicht viel.

Lass die Gefühle zu. Sie gehören zum Prozess der Verarbeitung dazu.

Es tut mir wirklich leid, dass du diese unschöne Runde nochmal drehen musstest. Und ich wünsche dir sehr, dass es die letzte nun war.

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