Zitat von NineN: Wirklich kennengelernt habe ich nur eine, irgendwie hat sich in mir was dagegen gewehrt die anderen kennenlernen zu wollen. Vielleicht war es einfach so, dass nur ich ihn wollte. Oder aber es waren wirklich nur Freundschaften und ich war das zu unsicher.
Ich glaube eher, dass du einen sehr klaren inneren Kompass hast, der dir deutlich gemacht hat, dass das nicht einfach "irgendwelche zufällige nette Bekanntschaften" sind ohne irgendwelche Schwärmereien und Herumtänzeleien. Es ist natürlich leicht für ihn gewesen zu sagen: die bedeuten mir nichts, das ist nur platonisch. Ist es aber sicherlich nicht gewesen und zumindest sein Ego wird die Anhimmelei gemocht haben.
Dass es wirklich immer wieder Frauen gegeben hat, die irgendwie so "aufgetaucht" sind deutet ja auch darauf hin, dass er sie bewusst in sein Leben auch gelassen hat. Ich meine, sind wir mal ehrlich, Männer und Frauen tauchen überall in unserem Leben auf, je länger wir leben umso mehr. Alte Schulfreunde trifft man in Social Media, einen sympathischen Nachbarn (oder Nachbarin) im Treppenhaus, eine nette Kollegin (oder Kollegen) auf der Arbeit usw usw.Ob es nun die liebe Erzieherin im Kindergarten oder der nette Fachlehrer beim Elternsprechtag ist: wenn man es wirklich darauf anlegt und einen Radar innerlich laufen lässt, wird man sicherlich viele "Bekanntschaften" wecken können, die normalerweise im normalen Leben einfach nur irgendwelche flüchtige Begegnungen bleiben. Nur ob die nette Kollegin oder der sympathische Nachbar plötzlich mein Whatsapp besiedeln oder wir einen Kaffee gemeinsam trinken, das sind Dinge die wir selbst entscheiden.
Was ich damit sagen will:
Zitat von NineN: Die wollte ihn eines Tages besuchen und weil er nur eine 1-Zimmer-Wohnung hatte, sollte sie mit bei ihm im Bett schlafen.
Hätte er sagen können: sorry, nimm ein Hotel, ich habe eine Freundin
Zitat von NineN: Die zweite war seine damalige Bandkollegen. Als sie Ärger mit ihrem Freund hatte, haben die beiden wohl gekuschelt.
Hätte er sie auch "trösten" können ohne kuscheln.
Zitat von NineN: Die war immer mit in den Bandproberäumen und der VdK hat ihr dann ein paar Dinge auf der Gitarre gezeigt und viel erklärt.
Hätte sich dagegen entscheiden können ihr so viel Zeit zu widmen (oder hätte Tipps geben können wo sie guten Unterricht bekommt)
Zitat von NineN: Sie säuselte ihm was vor, dass sie ihn ja nie vergessen konnte, er immer ihre große Liebe gewesen sein und eine ihrer Töchter (sie sie mit einem anderen Mann hatte) den Namen bekommen hatte, den die beiden damals toll fanden, als sie noch zusammen waren.
Hätte sich nicht vollsäuseln lassen können
Zitat von NineN: Und seit dem besuchen sie sich immer einmal im Jahr. Die ganzen 10 Jahre vorher war das nie Thema gewesen.
Hätte sie nicht plötzlich besuchen müssen.
All diese Frauen haben nur diesen Auftritt in seinem Leben haben können, weil er diesen ganz bewusst zugelassen hat. Dass du diese Frauen nicht kennenlernen wolltest, empfinde ich als komplett richtig. All diese Aktionen tragen eine gewisse Intimität: in einem Bett schlafen, kuscheln, Nähe durch Gitarrengriffzeigerei, Luftschlossträumereien eines gemeinsamen Lebens... (nur beim letzten, bei dem Treffen nach 10 Jahren, würde ich sagen, ist noch irgendwo normal - allerdings nicht wenn es all diese anderen Begegnungen gegeben hat wie von dir geschildert).
Du wusstest genau, du hast gespürt, dass all das nicht richtig war. Und das war es auch nicht. Und die Schlagzeugfreundin ist nur eine weitere, die sich in dieser Liste einreihen wird.