Ameise_78
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Zitat von NineN:Und wenn ich sage, dass es mich kaputt gemacht hat, dann heißt es: aber er kümmert sich doch, er zahlt doch Unterhalt, soll er denn bei dir bleiben, er ist doch so nett, er hätte dir ja sogar geholfen und will mit dir befreundet sein, wenn er nichts mehr fühlt?
Wer sagt das..?
Deine Eltern & Freundinnen..?
Das tut mir wirklich leid, wenn es so ist... denn klar, dass man sich da in seinem Schmerz nicht gesehen fühlt... und das tut noch mehr weh.
Zitat von NineN:Wie soll ich denn da noch argumentieren?! Außer mit "aber" und "trotzdem" und verheulten Augen und dann selbst wie das verrückte Kind klingen.
Es nützt leider auch nichts... wer nicht sehen will, wird auch dann nicht sehen, wenn du dich na. ckt bis auf die Knochen machst und aus tiefster Verzweiflung heraus aus allen Perspektiven erklärst und argumentierst.
Im Englischen Sprachraum gibt es einen Spruch, der sinngemäß sagt: "Keiner ist so blind wie derjenige, der nicht sehen will."
Und da nützt dann leider auch alles erklären nichts.
Der schlimmste Punkt ist aber in Allem doch, dass selbst wenn alle zustimmen und genau sehen, was gelaufen ist, der eine einzige, bei dem es dir wirklich etwas bedeuten würde, es dennoch nie sehen wird, der BWK.
Er ist dummerweise wie er ist, und ja, sein Umfeld findet ihn toll (oder auch nicht - als sich in unserem Freundeskreis ein ähnlicher Fall ereignete, nur dass da noch Betrug involviert war, fanden wir das natürlich auch alle nicht "toll" und so privat wurde das Verhalten absolut nicht gutgeheißen. Aber groß öffentlich hätte das natürlich auch keiner gesagt, weil... geht einen im Endeffekt ja überhaupt nichts an. 🫤
Natürlich kann man einem guten Freund unter vier Augen sagen, dass man seine Entscheidung bescheiden fand - oder sogar den Kontakt aufkündigen.
Aber öffentlich anprangern ist ein no go...
Und den Kontakt kündigen... schwierig, wenn der Mensch als Freund gut zu einem ist und das Verhältnis normal ist.
Also, mal anders betrachtet: sein Umfeld hat da einfach keine Chancen, wirklich nicht. Ich glaube dir schon, dass die Vorstellung schön wäre und sich gut anfühlen würde, Familie und Freunde würden ihn jetzt ächten. Aber praktisch gesehen... es ist einfach dieser Tage nicht mehr realistisch, dass jemand aus solchen Gründen aus der Familie ausgestoßen und von Freunden geächtet wird.
Die Frage ist ja auch, was dir das auf Dauer wirklich bringen oder geben würde? Wo würde es dein eigenes Leben besser machen?
Für einen Moment hättest du Genugtuung. Klar. Und dann..? Was wäre dann auf Dauer besser..?
Ich glaube tatsächlich, dass es gesünder wäre, den Fokus weg von diesem Gedanken zu legen, dass es dir (selbst aus Gründen der Gerechtigkeit) besser gehen würde, wenn er seine faire Strafe bekäme.
Bestimmt kommt die auch irgendwann noch, so wie er drauf ist... früher oder später.
Aber im Endeffekt denke ich, dass einen Wut/Rachegedanken auf Dauer innerlich auffressen. Man tut sich selbst nichts Gutes damit, so zu denken und so zu fühlen.
Eine bestimmte Zeit, zum Verarbeiten, sicher. Aber auf Dauer..?
Vielen widerfährt im Leben so viel Schlimmes und so viel Ungerechtigkeit. Ich kann selbst ein langes Lied davon singen, auf so vielen Ebenen. Aber ich bin fest überzeugt davon, wenn man verbittert, bestraft man am Ende nur einen einzigen damit... sich selbst.
Ich verstehe schon, dass du noch sehr wütend bist. Aber ich wünsche dir sehr, dass du irgendwann trotzdem erkennst, dass es für dich auf Dauer positiver ist, sie loszulassen. Auch wenn das, was der BWK getan hat verdammt unfair war und ist, und immer bleiben wird.
Erlaube dir dennoch selbst, ein besseres Leben zu führen.