Zitat von aequum: Ist das wirklich noch Liebe oder eine klassische Abhängigkeit?
Ich hab das meine Therapeutin auch schon mal gefragt, weil ich mir selbst nicht mehr traue was das angeht. Sie war sich selbst nicht sicher und meinte das wird die Zeit zeigen. Es ist oft schwer das auseinander zu halten.
Zitat von sonntag_morgen: Ich glaube, sie liebt seine Art und Weise, seinen Charme, sein künstlerisches Talent, seine sensible Seite, seinen Geruch und Körper und seine Zuwendung, die er durch Kochen und Hühnersuppe zeigt, die kleinen Mitbringsel wenn sie krank ist oder etwas braucht, die Verbundenheit durch Kreativität, sein Talent zu singen und Lieder zu schreiben, seine Zugehörigkeit zur Band und anderen Gruppen und weil er (noch) ihr Mann ist und sie zwei Kinder zusammen haben und er ihr ein gutes Gefühl gab als sie seine Partnerin war.
Ziemlich auf den Punkt gebracht. Ein Mensch wie er, ist mir so einfach nicht noch einmal begegnet bisher. Er ist speziell, auch die guten Seiten.
Zitat von Stella31: Ich vermute, dass sie, in der Hoffnung auf Erfüllung ihrer Sehnsüchte, so lange in der Beziehung geblieben ist, weil sie aus Mangel an Selbstwert und der fehlenden Wärme in ihrem Elternhaus sich an diesen Strohhalm geklammert hat.
Er gab mir das erste Mal das Gefühl von Zugehörigkeit, von einem zu Hause. Auch wenn er stellenweise subtil abgewertet hat, so hat er auch gleichzeitig immer meinen Mut gefördert selbständig zu sein und neue Dinge auszuprobieren. Trotz der bereits erkennbaren negativen Eigenschaften. Er hat mich angespornt besser zu werden und ich wollte mit ihm auf einer Stufe sein. Das waren unter anderen Gründe, warum ich auch mein Abi nachgeholt und das Fernstudium begonnen habe. Ich wollte ihm und seinem Freundeskreis ebenbürtig sein. Jetzt rettet mir diese Entscheidung finanziell aber auch den Hintern. Er war immer daran interessiert, dass ich finanziell und hobbymäßig selbstständig unterwegs war.
Zitat von Tilly: . Aber ist es möglich, dass ihr einen anderen Rhythmus festlegt? Damit du ihn nicht so oft sehen musst?
Schwierig. Ist ja alles auch mit der Beratungsstelle des JA ausgemacht. Die waren damals ganz begeistert, wie toll wir das alles hinbekommen als Eltern und das es ja gar nicht so oft vorkommt, dass alles so Hand in Hand geht. Ich hätte denen damals am liebsten in den Mülleimer gekotzt. Es waren damals zwei Personen: eine Psychotherapeutin und eine Sozialarbeiterin. Beide haben den VdK mit ihren Augen erdolcht. Die Trennung kam dort nicht gut an.
Eine Beispielwoche: In der Woche A, hat er sie Montag, Donnerstag und Freitag. Da der kleinen Kleine ja noch nicht in die Kita geht, wird er tagsüber von mir betreut. Der Vater bringt ihn also früh zwischen 7 und 9 und holt ihn nachmittags wieder ab. Ich sehe ich ihn also 6 x.
In der Woche B hat er sie Dienstag, Samstag und Sonntag. Da sind es 4 Treffen die Woche.
Zu Zeiten, wo alle arbeiten müssen (Freunde und alle Großeltern). Da kann ich niemanden einspannen. Die Ehrenamtliche kommt immer mittwochs von 10-12. Sie muss ja auch arbeiten. Wenn ich das reduzieren möchte den Kontakt, dann betreut der VdK also einen Tag weniger. Damit entlastet er mich aber nicht. Also ist das "kleinere" Übel die Übergabe. Zumal der VdK ja auch weiß, dass ich die Entlastung und ihn entsprechend brauche. Ich bin insgesamt in der schwächeren Position und versuche es möglichst kurz zu gestalten. Aber wirklicher Abstand sieht anders aus... ist ein bisschen so, wie die Schokolade anzuschauen, aber nicht essen zu können.
Zitat von sonntag_morgen: Liebe ist aber nicht rational. Deswegen ist es ja Liebe.
Der VdK fragte mich im Januar selbst, warum ich denn
noch an ihm hänge. Er könne das überhaupt nicht nachvollziehen.