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Partner trennt sich in Schwangerschaft

Fenjal
Zitat von Ameise_78:
Niemals niemals die Entscheidung für Kinder von einer

Das ist doch mal eine Aussage.
Nur, ich möchte nicht wissen, wieviele Typen ja zum Kind sagen, weil Frau mit 35 drängt, jetzt aber muss es zur Schwangerschaft kommen, auch das 2. 3. alles Wunschkinder... na, aus etlichen y-Mündern habe ich gehört, dass vielfach 1 Kind oder gar keines auch " schön" gewesen wäre.
Frauen sehen das genauso? Bei mir fehlt der Glaube daran.

#9136


Femira
Zitat von NineN:
wer zahlt mir denn den Lohn? ^^

Gut, dann ist die Betreuung deines Sohnes also kein Job, sondern du ermöglichst ihm das Arbeiten gehen in einem Job, in dem er wenig verdient. Dafür zahlst du mit deiner Rente und die Gemeinschaft.

x 3 #9137


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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NineN
Zitat von Ameise_78:
Niemals niemals die Entscheidung für Kinder von einer anderen Person abhängig machen.

Ja. So sieht es aus.

Zitat von zimt:
waren....dann darf man keine Kinder kriegen, wenn man sich so sehr darauf einschießt.

Ja, ich hab mich aufgrund unserer damaligen Lebensumstände dafür entschieden. Und war hut sehr darauf eingeschossen. Den Schuh zieh ich mir an. Es war keine gute Entscheidung. Und dafür zahle ich gerade. Zu der Aussage steh ich auch. Ich wünsche mir, dass meine Haltung sich dahingehend noch mal ändert, vielleicht wenn es leichter wird. Zuzugeben, ein Kind zu bereuen, ist weder für das Kind schön, noch für einen selbst. Schuldgefühle, Selbstzweifel aber auch Liebe. Da ist alles dabei. Vor allem, wenn das erste Kind absolut gewollt und wahnsinnig geliebt wird.

Zitat von zimt:
Aber er wird sie nicht gezwungen haben, Kind 2 zu bekommen.

Nun..... die erste kleine Andeutung (im Nachhinein erkenne ich das) war im Urlaub, als in in der 9 SSW war, die offizielle Trennung war dann so um die 14-15 SSW. Doch, ich hatte keine Chance mehr für mich selbst entscheiden zu können, was ich eigentlich wollte.
Die Planung war gemeinsam. Ich habe ihn nicht gezwungen oder bedroht.

Zitat von zimt:
Ich meine, für die kleinen Kinder ist das ja auch ein Hin und Her. Mal hier, mal da... da hätte ich zugunsten zumindest des Kleinen mal andere Zeiten aufgestellt. Aber wenn es denn so fürs Kind ok ist...da muss man dann einfach durch.

Empfehlung des JA. Kürzere Abstände je kleiner die Kinder sind.

x 3 #9138


N
Zitat von Ameise_78:
Niemals niemals die Entscheidung für Kinder von einer anderen Person abhängig machen.

Also nie Kinder mit einem Kindsvater bekommen? Nur eigene Kinder bekommen und den Vater als Bonus sehen?

Schreib hier mal ins Forum, dass Du den Entschluss, Kinder haben zu wollen, schon vor dem Kennenlernen des späteren Vaters getroffen hast. Insbesondere Männer und männerzentriert denkende Frauen schreien dann auf.

Und die Trennung vom Kindsvater, nur weil die Paarbeziehung nicht mehr für die Mutter passt, wird hier auch sehr kritisch gesehen.

Das Argument, dass andere Väter noch schlimmer sind, finde ich bemerkenswert männerverachtend. Als könnten die nicht genauso in der Familie ihren Mann stehen wie eine Frau.

In einer Ehe gleicht sich das meiste aus, weil man an der Karriere des anderen genauso partizipiert wie an den Familienleistungen.

In und nach einer Trennung muss man aber schon auf sich aufpassen. Wenn in der Zeit, die der andere die Kinder hat, dennoch man selbst für Windeln und Orga zuständig ist, dann ist das nur Babysitting und nicht echte Familienarbeit. Dann ist der Vater wie eine Tante oder Oma, bei der man das Kind für eine Zeit lässt, ohne ihnen Erziehungs- und Sorgepflichten zu übertragen.

Und dass er bei 100% Arbeit keine 50% Kinder übernehmen kann, aber Frauen das natürlich tun, auch 100% Arbeit und 100% Kinder hinbekommen müssen und laut dem obigen Zitat auch nur dann Kinder bekommen sollen, wenn sie das jederzeit können, finde ich aus der Zeit gefallen. Vater zu sein ist doch keine Behinderung. Er kann genauso viel oder wenig, wie wir einer Mutter zutrauen bzw. von ihr erwarten. Warum messt ihr da (unbewusst?) mit zweierlei Maß?

x 2 #9139


Fenjal
Zitat von Femira:
Gut, dann ist die Betreuung deines Sohnes also kein Job, sondern du ermöglichst ihm das Arbeiten gehen in einem Job, in dem er wenig verdient. ...

Solche Dinge bespricht man VOR der SS.
Im Nachgang dann zu heulen ist unprofessionell, alles was das Leben nachhaltig beeinflussen kann und steuerbar ist, wie zb. Kinder,.... sollte man überdenken, absichern und auch ALLEIN wuppen können.
Der Einzige der 100% verlässlich ist, ist man selbst, denn man weiß, wie man die Zügel zu halten hat

x 1 #9140


Ameise_78
Zitat von Nalf:
Also nie Kinder mit einem Kindsvater bekommen?

Was ?
Ich meinte damit: als ich mich für Kinder entschieden habe war mir klar, dass mein Mann mich verlassen oder sterben könnte! Und ich dann alleine mit ihnen wäre! Und ich wollte die Kinder dennoch! DAS habe ich gemeint!
Weil es mir um die Kinder ging und die Beziehung, die ich zu ihnen aufbauen wollte!
Ich sprach darüber auch mit meinem Mann, und er sah es ebenso! Er hätte die Kinder auch gewollt wenn ich ihn irgendwann verlassen oder unerwartet sterben würde. So haben wir uns für die Kinder entschieden.

x 3 #9141


Femira
Noch ein anderer Gedanke: Du hast dich auf dieses Konstrukt eingelassen unter völlig anderen Voraussetzungen.

An die hat er sich nicht gehalten. Dass ihr nun 2 Mieten habt bspw. War nicht deine Entscheidung, macht die.Lebenshaltungskosten aber deutlich höher. Dass er nach Trennung sich n Job gesucht hat, mit einem prekären Anstellungsverhältnis, was man sich als Mutter und oder Vater nicht leisten sollte, hat er sich dann auch gesucht. Dein Job wäre unter diesem Gesichtspunkt besser.
Außerdem verdient er arg viel weniger. Man muss offensichtlich sagen, dass ihr beide euch deshalb eine Elternzeit von 2 Jahren nicht.leisten könnt. Du musst mit deinem Arbeitgeber sprechen. Außerdem solltest du auf mind 75% arbeiten.
1. Sichert das euer Überleben falls er nicht verlängert wird
2. Sichert es dich vor zu vielen Nachteilen ab.

Eine Familie kann meist von.150% Einkommen leben und trotzdem die Kinder ohne Großeltern betreuen. Er muss also auch runter.

Niemals solltest du mit nur 50% anfangen, denn dann trägst du alle finanziellen Nachteile, die er mit seinen Entscheidungen verursacht hat allein. Und da sind wir bei den Konsequenzen, bei denen du dir wünscht, dass er sie auch spürt.

Du machst zur Zeit einen Job, der nicht bezahlt wird, damit er einen bezahlten machen kann. So sollte es nicht sein, wenn er die finanziellen Verluste, die du hast, nicht ausgleichen kann.
Er jönnte ja auch wieder in einen Job, der besser bezahlt ist.

x 4 #9142


sonntag_morgen
Zitat von Ameise_78:
Was ? Ich meinte damit: als ich mich für Kinder entschieden habe war mir klar, dass mein Mann mich verlassen oder sterben könnte! Und ich dann alleine mit ihnen wäre! Und ich wollte die Kinder dennoch! DAS habe ich gemeint! Weil es mir um die Kinder ging und die Beziehung, die ich zu ihnen aufbauen wollte! Ich ...

Bist du jetzt noch mit deinem Mann zusammen?

#9143


N
Zitat von Ameise_78:
Ich meinte damit: als ich mich für Kinder entschieden habe war mir klar, dass mein Mann mich verlassen oder sterben könnte! Und ich dann alleine mit ihnen wäre! Und ich wollte die Kinder dennoch!

Also muss beiden Elternteilen klar sein, dass sie notfalls 100% des Familieneinkommens und 100% der Kindersorge stemmen können müssten. Das sehe ich genauso und lebe es derzeit auch so.

Nur wie passt das dann mit den anderen Stimmen zusammen, die finden, dass 32% Betreuung, wenige Prozent Carearbeit und weniger als 50 % Einkommen durch den Vater ausreichend sein müssten und Nine sich darüber freuen und nicht auf 50% bestehen soll?
Noch ist ihr Ex ja weder krank noch tot. Und auch nicht völlig weg (was sich bei mir z.B. als weniger zeitraubend und kostenintensiv herausgestellt hat als ein Vater, der nach Gusto auftaucht und "seinen Anteil übernimmt".)

x 1 #9144


Heffalump
Zitat von Nalf:
als ein Vater, der nach Gusto

Er macht alles nach (seinem) Gusto

x 1 #9145


MissLilly
Zitat von NineN:
Ich hab ihm vertraut und bin ordentlich geflogen.

Ja das habe ich seiner Zeit auch und habe mir dafür sogar die größte Mühe gegeben, denn ich war zu diesem Zeitpunkt weder verheiratet, noch in einer mit Problemen behafteten oder unglücklichen Beziehung. Ganz im Gegenteil, denn glücklicher als zu jenem Zeitpunkt meiner (ungeplanten) Schwangerschaft hätte ich partnerschaftlich gar nicht sein können. Trotzdem habe ich mich im stillen Kämmerlein immer wieder gefragt, was wohl passieren würde, wenn er es sich doch anders überlegt und in ein paar Monaten oder Jahren feststellt, dass es doch nicht das ist was er will?!
Ich bin (3 Wochen lang, denn nur so viel Zeit hatte ich damals noch um mich gegen meine SS zu entscheiden) in mich gegangen und habe versucht mir auszumalen wie es sich anfühlen würde, den Kinderwagen alleine vor mir herzuschieben... Ich kam dann zu dem Ergebnis das ich keine Ahnung davon hätte, ob ich im Stande dazu wäre ein Kind ggf auch alleine großziehen zu können, aber in einem war ich mir sehr sehr sicher... nämlich das ich dazu bereit wäre alles dafür zu tun, es im Zweifel auch alleine schaffen zu können!

Zitat von NineN:
Das wird mir kein zweites Mal passieren!


Mir schon, denn ich würde meine erstgeborene Tochter immer und immer wieder bekommen...auch mit genau dem gleichen Mann und den damaligen Umständen und auch wenn ich alles schon vorher gewusst hätte Lachendes Gesicht

Zitat von NineN:
Am Ende hilft da nur die innere Einstellung anzupassen.


Am besten und hilfreichsten wäre es wenn du die innere Einstellung gegenüber deinem und für deinen Sohn anpassen würdest.

x 4 #9146


Z
Also Nine, bei allem, wie Du den Kindsvater hier beschrieben hast, v.a.auch schon VOR Schwangerschaft 1 und dann 2, da hätte man schon drauf kommen können, dass das vielleicht keine gute Idee ist und ein erhöhtes Risiko besteht, dass das nicht gut geht. Da gab es nicht viel Anhalt dafür, dass das gut geht 18Jahre zumindest dann noch...aber das muss man sich natürlich auch eingestehen. Und ich glaube, Dir war das Fam.konstrukt und das Bild und Vorstellung vom tollen Papa und Ehemann bis ans Ende eurer Tage da doch lieber. Das nennt sich auch Eigenverantwortung.

x 4 #9147


Fenjal
Für mich liegt ein Fehler darin, dass sehr oft geglaubt wird, eine Beziehung oder Ehe sei nicht abstreifbar.
Man beteuert, Zugehörigkeit, verlässliche Partnerschaft, blubb.
Worte! Sich emotional und auch im gewissen Ausmaß finanziell auf Worte zu verlassen ist für mich persönlich blauäugig.
Immer sollte man Plan B in der Hinterhand haben, wenn der Partner sich vom Acker macht oder man selbst zu neuen Ufern aufbrechen möchte.
Dann kommt es, jedenfalls in finanzieller Hinsicht, nicht zu Ruderaktionen, man kann dann jedenfalls sicherer wieder von den Bettern aufstehen und geradeaus gehen.
Ständiges Wiederholen und Zurückschauen auf ehemalige Versprechungen, Wünsche, Träume, ganz ehrlich? führen ins Nirwana, in die Therapiestube.
Zitat von zimt:
Dir war das Fam.konstrukt und das Bild und Vorstellung vom tollen Papa und Ehemann bis ans Ende eurer Tage da doch lieber. Das nennt sich auch Eigenverantwortung.

Richtig! Allerdings bekäme ich für diese, deine Aussage, obwohl sie völlig zutrifft, eine Ermahnung.

x 2 #9148


Z
Aber da ist man wieder in der Vergangenheit. Es zählt aber das Jetzt! Dass da ein kleiner 1jähriger ist, der euch beide braucht, und nicht nur, weil er jetzt nunmal da ist und ein "Job" ist, noch nicht in die Kita geht, Geld kostet und noch dazu ein Karrierekiller ist und den Aufstieg wohin auch immer verhindert. Das ist so eine besondere Zeit. Ich verstehe nicht, wie man das so runterbrechen kann auf einzelne Stunden und Prozente. Es ist doch jedem klar, dass sich mit Kindern alles ändert. Und Nine wäre auch mit ihm an der Seite doch in EZ gewesen. Er vielleicht auch, Partnermonate, aber das geht nun nicht. Okay. Aber dann ist es so.

x 2 #9149


NineN
@zimt Ich würde dir ja gern widersprechen. Aber du hast ja sogar Recht. Und weil ich da eben nicht so sehr viel Verantwortung gezeigt habe und zu wenig für mich selbst eingestanden bin, versuche ich das gerade alles mühsam nachzuholen. Mit Therapie, mit der Bearbeitung meiner eigenen Themen. Damit ich zukünftig keine Entscheidungen mehr treffe, hinter denen ich nicht zu 100% stehe.
Ich weiß wirklich nicht wie ich mich da noch rechtfertigen soll. Ich hab's gesehen, der VdK kümmert sich.

Zitat von zimt:
Und: ich glaube, die TE beschreibt und sieht ständig Bilderbuchfam.vor sich. Väter, die alle

Den Verrat und die geänderten Bedingungen muss ich für mich selbst bearbeiten.
Ich war zu blauäugig unterwegs. Vor allen aus Hoffnung und einem Ideal. Weil die erste EZ auch sehr nah am Ideal waren. Ich dachte, es würde auch beim zweiten Kind so sein können.

Zitat von zimt:
dazu ein Karrierekiller

Meine Karriere ist in Sack und Tüten. "Kostet" mich nur die Stufenlaufzeit. Aber sonst bin ich fest im Sattel.

Zitat von Fenjal:
Immer sollte man Plan B in der Hinterhand haben, wenn der Partner sich vom Acker macht oder man selbst zu neuen Ufern aufbrechen möchte.

Ja. Da hast du Recht. Das werde ich zukünftig auch haben.

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