EineMitleserin
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Zitat von Nalf:Hätte sie gewusst, dass der Vater sie nur als Surrogatsleib gebrauchen wollte, hätte sie dieser Schwangerschaft nicht zugestimmt. Aus meiner Sicht hat ihr Partner sie mit diesem Kind vergewaltigt.
Ganz genauso sehe ich es auch. Die Worte mögen drastisch sein aber ich sehe es absolut genauso. Und ich denke, dass das unglaublich schwer zu verarbeiten ist.
Ich mußte an eine Freundin von mir denken, die mit ihrem Partner damals die Schwangerschaft verkündete, worauf die Schwiegermutter dem Partner auf die Schulter klopfte und ihn dafür gratulierte. Nur ihm.
Das hat meine Freundin echt mitgenommen. Sie hat sich unglaublich herabgewürdig gefühlt und auch irgendwo "benutzt". Man muss dazu sagen, dass das Verhältnis zur Schwiegermutter immer schwierig war.
Wenn ich darüber nachdenken wie "klein" diese Aktion im Verhältnis zu dem ist was Nine durch ihren Partner erleben musste... Ich kann mir nicht vorstellen wie schlimm das sich anfühlen muss.
Nine, du musst echt für gar nichts dankbar sein was dee VdK treibt. Du darfst all diese negativen Gefühle und auch Gedanken ihm gegenüber haben. Ehrlich gesagt glaube ich, dass du da auch echt durch musst und sie wortwörtlich durchleben musst um zu verarbeiten.
Und ja ich gebe dir recht, die schwierige Bindung zu deinem Sohn trägt ganz sicher die Handschrift des VdK. Wie ich schonmal schrieb, ich denke ohne diese furchtbare Trennung(s Geschichte) hättest du nicht die Probleme mit der Bindung zu deinem Sohn.
Ich wünsche dir sehr, dass deine Therapie dir helfen kann deinen Sohn anzunehmen. Du versuchst wirklich viel um das hinzubekommen. Und ich denke, dass die Situation unglaublich schwer für dich ist, auch weil es kaum geschützte Möglichkeiten gibt über so ein Problem offen zu reden in unserer Gesellschaft.
Wenn ein Vater sagt "ich kann mit Babys nichts anfangen, erst wenn sie größer sind und ich Fußball mit ihnen spielen kann" finden es zwar manche schade aber viele haben Verständnis weil es ja nunmal der Vater ist. Aber wenn eine Mutter Probleme damit Nähe und Bindung zum Baby aufzubauen fällt die Reaktion ganz anders aus.
Du bist dir der Problematik bewusst und versuchst Lösungen zu finden, an dir zu arbeiten und es irgendwie hinzubekommen. Väter die "mit Babys nichts anfangen können" suchen selten eine Therapie deswegen.
Diese ständigen Begegnungen mit dem VdK sehe ich auch kritisch. Kann dir deine Therapeutin da vielleicht Rat und Tipps geben? Größere Kinder lässt man gern allein durchs Treppenhaus runter gehen bei der Übergabe. Das ist bei dir ja leider nicht möglich weil deine Kinder so klein sind. Wie zuverlässig ist er? Wäre eine Option draußen vorm Haus, schon gesattelt und fertig eine Möglichkeit? Bisschen wie die Kita-Übergaben während Corona? Wenn extra was besprochen werden muss dann nicht bei Übergabe sondern gesondert (per Mail zb). Sag einfach du hast keine Zeit weil du los musst wenn er die Kinder abholt. Und wenn er bringt kannst du auch nicht quatschen. Du musst nicht immer verfügbar sein. Du hast ein eigenes Leben. Und das darf er auch ruhig merken.