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Partner trennt sich in Schwangerschaft

T
Zitat von NineN:
Und weil ich da eben nicht so sehr viel Verantwortung gezeigt habe und zu wenig für mich selbst eingestanden bin, versuche ich das gerade alles mühsam nachzuholen. Mit Therapie, mit der Bearbeitung meiner eigenen Themen. Damit ich zukünftig keine Entscheidungen mehr treffe, hinter denen ich nicht zu 100% stehe.

Und damit machst du mehr, als manch andere. Sei doch Mal stolz auf dich, dass du dein Problem erkannt hast und etwas ändern möchtest.
Zitat von NineN:
Ich weiß wirklich nicht wie ich mich da noch rechtfertigen soll.

Gar nicht.
Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst.

Zitat von NineN:
Weil man durchaus auch mal zweifeln, bereuen und auch um ein nicht gelebtes Leben trauern darf.

Natürlich. Ich habe mir beide Kinder gewünscht, dennoch denke ich ab und zu in schwierigen Situationen nach, was wäre gewesen wenn. Aber dann denke ich wieder, jetzt ist es so. Versuch die Dinge anzunehmen wie sie sind. Du kannst es nur in der Zukunft anders machen.
Zitat von aequum:
Die Kinder werden altersbedingt noch unendlich viele Phasen durchleben und jede einzelne Phase wird ihre guten und schwierigen Zeiten haben.
Und ja, es werden für die Eltern immer wieder Zeiten oder Momente kommen, an denen man kurz vor dem Verzweifeln steht aber so ist es nunmal. Da hilft es nur durchzuhalten und sich ggf. Hilfe zu holen.

🎯
Zitat von aequum:
Eltern zu sein heißt mit den Kindern zu wachsen und sich sich ständig den Veränderungen anzupassen.

Und da gehören auf Fehler dazu. Keiner möchte es oder macht es bewusst. Aber niemand ist perfekt.

x 4 #9181


E
Zitat von Nalf:
Hätte sie gewusst, dass der Vater sie nur als Surrogatsleib gebrauchen wollte, hätte sie dieser Schwangerschaft nicht zugestimmt. Aus meiner Sicht hat ihr Partner sie mit diesem Kind vergewaltigt.

Ganz genauso sehe ich es auch. Die Worte mögen drastisch sein aber ich sehe es absolut genauso. Und ich denke, dass das unglaublich schwer zu verarbeiten ist.

Ich mußte an eine Freundin von mir denken, die mit ihrem Partner damals die Schwangerschaft verkündete, worauf die Schwiegermutter dem Partner auf die Schulter klopfte und ihn dafür gratulierte. Nur ihm.
Das hat meine Freundin echt mitgenommen. Sie hat sich unglaublich herabgewürdig gefühlt und auch irgendwo "benutzt". Man muss dazu sagen, dass das Verhältnis zur Schwiegermutter immer schwierig war.

Wenn ich darüber nachdenken wie "klein" diese Aktion im Verhältnis zu dem ist was Nine durch ihren Partner erleben musste... Ich kann mir nicht vorstellen wie schlimm das sich anfühlen muss.

Nine, du musst echt für gar nichts dankbar sein was dee VdK treibt. Du darfst all diese negativen Gefühle und auch Gedanken ihm gegenüber haben. Ehrlich gesagt glaube ich, dass du da auch echt durch musst und sie wortwörtlich durchleben musst um zu verarbeiten.

Und ja ich gebe dir recht, die schwierige Bindung zu deinem Sohn trägt ganz sicher die Handschrift des VdK. Wie ich schonmal schrieb, ich denke ohne diese furchtbare Trennung(s Geschichte) hättest du nicht die Probleme mit der Bindung zu deinem Sohn.

Ich wünsche dir sehr, dass deine Therapie dir helfen kann deinen Sohn anzunehmen. Du versuchst wirklich viel um das hinzubekommen. Und ich denke, dass die Situation unglaublich schwer für dich ist, auch weil es kaum geschützte Möglichkeiten gibt über so ein Problem offen zu reden in unserer Gesellschaft.
Wenn ein Vater sagt "ich kann mit Babys nichts anfangen, erst wenn sie größer sind und ich Fußball mit ihnen spielen kann" finden es zwar manche schade aber viele haben Verständnis weil es ja nunmal der Vater ist. Aber wenn eine Mutter Probleme damit Nähe und Bindung zum Baby aufzubauen fällt die Reaktion ganz anders aus.

Du bist dir der Problematik bewusst und versuchst Lösungen zu finden, an dir zu arbeiten und es irgendwie hinzubekommen. Väter die "mit Babys nichts anfangen können" suchen selten eine Therapie deswegen.

Diese ständigen Begegnungen mit dem VdK sehe ich auch kritisch. Kann dir deine Therapeutin da vielleicht Rat und Tipps geben? Größere Kinder lässt man gern allein durchs Treppenhaus runter gehen bei der Übergabe. Das ist bei dir ja leider nicht möglich weil deine Kinder so klein sind. Wie zuverlässig ist er? Wäre eine Option draußen vorm Haus, schon gesattelt und fertig eine Möglichkeit? Bisschen wie die Kita-Übergaben während Corona? Wenn extra was besprochen werden muss dann nicht bei Übergabe sondern gesondert (per Mail zb). Sag einfach du hast keine Zeit weil du los musst wenn er die Kinder abholt. Und wenn er bringt kannst du auch nicht quatschen. Du musst nicht immer verfügbar sein. Du hast ein eigenes Leben. Und das darf er auch ruhig merken.

x 10 #9182


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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Fenjal
Seine Frustration über das ungute Verhalten des Ehemannes auf ein Kind zu projizieren hat für mich einen ganz bitteren Geschmack.
Wenn man als Frau kein Kind, oder kein 2. Kind möchte, verhütet man, der Wunsch eines Typs nach Kindern, ist völlig irrelevant, wenn du das nicht möchtest.
Eigene Erfahrung, ich wollte und will keine Kinder, meinen Ex habe ich somit des Hauses verwiesen, als er nach 6 Jahren, entgegen unserer Abmachung plötzlich Vater werden wollte, 1 Jahr habe ich sein Bedrängen toleriert, aber dann habe ich ihn verabschiedet.
Also wo ist das Problem? Jaja sagen und wenn dann das Kind da ist,... findet man keinen Bezug zu ihm, weil sein Vater bockig war und ist?
Um was geht es denn hier? Um das gemeinsame Wunschkind oder um das gestörte Verhältnis zum Kindsvater?
Um ehrlich zu sein, mir sind derartige Frauen mehr als fremd, ja sagen sie zur Schwangerschaft, warum denn, wenn sie kein 2. Kind mehr wollten.
Nur um einen Typ zu halten? Eine Beziehung zu retten, die nur noch dahingekrochen ist?
Was würde mich der Typ interessieren? Kinder zusammenpacken, gerade machen, arbeiten, den Nachwuchs auf einen guten Weg bringen, Elternebene aufrecht halten und ansonsten den Vater der Kinder wie ein gut gegrilltes saftiges Steak sehen, hat geschmeckt und ist gut verdaulich, nicht mehr und nicht weniger.

#9183


Löwenzeh
Zitat von Fenjal:
Seine Frustration über das ungute Verhalten des Ehemannes auf ein Kind zu projizieren hat für mich einen ganz bitteren Geschmack.

Krieg doch erstmal selber Kinder, bevor du mit redest.
Du hast davon einfach keine Ahnung.
Und ja, ich weiß, du bist ganz toll, hast ein Haus, ne Hütte im Wald und einen Haufen Schotter.
Schön für dich.
Genieße doch einfach dein perfektes Leben, oder musst du dafür andere abwerten?
P S.: ich werde deine nächste Antwort ignorieren, so wie ich es bei fast allen deiner literarischen Ergüsse tue.

x 3 #9184


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Im Englischen gibt es für den relativ kurzen Akt des unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschlichenen Beischlafs den Begriff "Coercion" und es fällt (je nach Land) unter Vergewaltigung. Hier war es nicht nur die Vag.na für 20 Minuten, sondern Ninchens ganzer Körper für viele Monate, der benutzt wurde

Das trifft aber nur dann zu, wenn das Kind von der Mutter nicht gewollt wurde? Ansonsten ist mir eine solche Betrachtung absolut fremd. Wenn ein Paar ein Kind zeugt im gegenseitigen Einvernehmen wie kann man das so sehen? Ein Kind, das von beiden gewünscht war, nützt doch nicht den Körper der Mutter, um dem Vater eine Freude zu machen. Ich bin echt sprachlos. Ein Kind ist eine Entscheidung fürs Leben, unabhängig von dem Zeuger. Natürlich wenn man nicht gerade vergewaltigt wurde. Ansonsten weiß man ja, dass keine Frau sich von Anfang an wünscht Alleinerziehend zu sein und es passiert trotzdem.

x 5 #9185


alleswirdbesser
Zitat von NineN:
Wie soll ich darüber nicht verbittert werden, wenn ich nur am kürzeren Hebel sitze und sehe, wie er sein Leben auf meinen Scherben aufbaut.

Indem du nicht mehr nach ihm schaust. Nur dein Leben zählt und du gestaltest es. Diese Trennung wird dich meine Meinung nach dahin bringen, wo du gern stehen würdest. Irgendwann wird es soweit sein. Aktuell hat du ihn zu sehr im Fokus und das ist der größte Stein auf deinem Weg, ein Berg.

x 6 #9186


sonntag_morgen
Zitat von alleswirdbesser:
Indem du nicht mehr nach ihm schaust. Nur dein Leben zählt und du gestaltest es. Diese Trennung wird dich meine Meinung nach dahin bringen, wo du gern stehen würdest. Irgendwann wird es soweit sein. Aktuell hat du ihn zu sehr im Fokus und das ist der größte Stein auf deinem Weg, ein Berg.

Na ja, aber so richtig frei gestalten kann sie ihr Leben ja nicht.
Sie ist an den VdK gebunden, an Absprachen, Übergaben etc. Und wenn die Elternzeit vorbei ist dann wird es noch enger mit der Fremdbestimmtheit.

x 3 #9187


Heffalump
Zitat von Fenjal:
Eigene Erfahrung, ich wollte und will keine Kinder


Du hast auch dein Muster, welches wir wiederkehrend lesen dürfen. Da kommt auch keine Weiterentwicklung. Immer die gleiche Platte, immer der gleiche Sprung wo die Nadel hüpft.
Mir ist immer noch schleierhaft, wie ich 1980 schon wissen sollte, das 2017 ein ganz übles Jahr für mich wird.
Dass suggerierst du hier jeder Mutter, ob schwanger oder nicht

x 10 #9188


Heffalump
Zitat von sonntag_morgen:
Na ja, aber so richtig frei gestalten kann sie ihr Leben ja nicht.

Im Bereich ihrer Möglichkeiten. Kann sie gestalten.

Du bist ein gutes liebes Fehlersuchgerät. LG + m. M.

#9189


S
Zitat von sonntag_morgen:
Na ja, aber so richtig frei gestalten kann sie ihr Leben ja nicht. Sie ist an den VdK gebunden, an Absprachen, Übergaben etc. Und wenn die ...

Sehe ich nicht so, mit meiner Ex-Frau rede ich nur das nötigste...
...aber sie macht ist mir egal.

x 1 #9190


alleswirdbesser
Zitat von sonntag_morgen:
Na ja, aber so richtig frei gestalten kann sie ihr Leben ja nicht. Sie ist an den VdK gebunden, an Absprachen, Übergaben etc. Und wenn die ...

Das meinte ich nicht, sondern den Blick von seinem Leben abwenden, das er in den vier kinderfreien Tagen führt. Das ist anders ls das von Nine, aber das ist nicht zu ändern. Und zu akzeptieren, dass man es nicht ändern kann, ist schon mal eine wichtige Aufgabe. Nine dagegen kann ihre drei kinderfreien Tage selbst gestalten und sie kann auch die Zeit mit den Kindern selbst gestalten, ohne den VDK im Fokus zu haben, ihn die Kinder selbst abholen lassen, irgendwann kontaktlos in der Kita usw. Natürlich ist durch die Kinder keiner frei und es gehören viele Absprachen und Regeln dazu, aber gerade durch den beinahe WM hat auch jeder seinen Freiraum, der den jeweils anderen nichts angeht.

x 2 #9191


sonntag_morgen
Zitat von Heffalump:
Im Bereich ihrer Möglichkeiten. Kann sie gestalten. Du bist ein gutes liebes Fehlersuchgerät. LG + m. M.

Ein Fehlersuchgerät?

Ja, sie kann im Rahmen ihrer Möglichkeiten gestalten, aber sie leidet ja darunter, dass diese nun recht eingeschränkt sind und sie oft überlastet ist.

Das kann man ja auch anerkennen und sagen, dass dies eben doof ist und schwer ist.

x 3 #9192


sonntag_morgen
Zitat von alleswirdbesser:
Das meinte ich nicht, sondern den Blick von seinem Leben abwenden, das er in den vier kinderfreien Tagen führt. Das ist anders ls das von Nine, aber das ist nicht zu ändern. Und zu akzeptieren, dass man es nicht ändern kann, ist schon mal eine wichtige Aufgabe. Nine dagegen kann ihre drei kinderfreien Tage selbst ...

Ah ok. WM kenne ich nicht.

Ja, gedanklich ist sie eh frei.
Es ist eben nur schwer, gedanklich nicht wieder zum BWK zu schweifen, wenn man gerade überlastet oder unglücklich ist und diesen zu verteufeln, dass er einen in diese Situation gebracht hat. Das benötigt sicher viel Übung.

Ich finde schon, dass man sieht dass @NineN ihre freie Zeit selbst gestaltet, bspw auch mit den Rollenspielen, aber es ist eben ein Prozess.

Wie lange hat das bei Dir gedauert?

x 2 #9193


Heffalump
Zitat von sonntag_morgen:
aber sie leidet ja darunter, dass diese nun recht eingeschränkt sind und sie oft überlastet ist.

Das kann mit Partner genauso passieren. Und hat er auch schon so mit ihr gemacht. Da ist es Ninchen nur nicht aufgefallen.

Wenn wir uns in einem Hamsterrad befinden, welches uns oft nicht bewusst, es aber irgendwann sich bemerkbar macht, hab ich das Gefühl, nur wir Frauen, den kürzeren ziehen

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Stella31
Zitat von sonntag_morgen:
Na ja, aber so richtig frei gestalten kann sie ihr Leben ja nicht.

Wer kann denn schon sein Leben komplett frei gestalten ohne irgendwelche Zwänge?

Jeder hat entweder durch sein Elternhaus oder Umstände danach bereits gewisse Vorgaben erhalten.
Dann noch finanzielle, berufliche, krankheitsbedingte Voraussetzungen usw.

Es geht doch auch darum, schwierige Lebensphasen irgendwann anzunehmen und nach einer Zeit das Beste draus zu machen.

Was nützt es, mit den destruktiven Gedanken jeden Tag anzufangen, wäre dies nicht passiert, dann hätte mein Leben so schön aussehen können?

Das heißt ja nicht, dass wir alle in jeder Situation fröhlich pfeifend SOFORT wieder lustig drauf sind und alles mit Leichtigkeit angehen können.
Aber über Dinge, die schon passiert sind und nun das Leben beeinflussen zu lamentieren, ist auf die Dauer auch nicht zielführend.

Der alte Spruch, das zu ändern, was man ändern kann, das hinzunehmen, was man nicht ändern kann und die Weisheit zu besitzen, die beiden zu unterscheiden, bleibt immer wieder aktuell.

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