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Partner trennt sich in Schwangerschaft

MissLilly
Vielleicht fühlt sich die Mutter aber auch nur als Opfer eines Mannes dem sie (im guten Glauben) Kinder geschenkt hat und ihr hingegen, aber trotzdem kein guter Ehemann war.

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Heffalump
Wann wurden Therapeuten und Psychologen populär in Deutschland und bedenkt das Ost/West Gefälle.
Ich würde vermuten, da es aus Amerika rüberschwappte, so 1955-1960 vielleicht?
Meine Mutter hätte es als neumodischen Mist abgetan.

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A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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N
Zitat von MissLilly:
Vielleicht fühlt sich die Mutter aber auch nur als Opfer eines Mannes dem sie (im guten Glauben) Kinder geschenkt hat und ihr hingegen, aber trotzdem kein guter Ehemann war.

Ja, das tut sie. Sie meinte zu mir ich soll froh sein, dass ich nicht wie sie ein halbes Leben in der Beziehung gesteckt. Ich könne mein Leben noch frei gestalten.

Zitat von Sternenguckerin:
Furchtbar. Mich wundert es ehrlich gesagt, dass du nach solchen Misshandlungen überhaupt noch Kontakt zu deinen Eltern hast. Insbesondere falls sie sich nie dafür entschuldigt haben und sich diesbezüglich immer noch im Recht sehen.

Ich hab es einmal angesprochen. "Was sollten wir denn sonst machen? Du warst ja so und so, hast xy nicht gemacht."

Tatsächlich hab ich das für mich so angenommen, erklärt für mich auch einiges. Meine Eltern sind vor allem eine sehr praktische und verlässliche Hilfe. Selbst wenn sie nur 2 h mit mir und den Kindern auf den Spielplatz gehen hilft es schon. Und meine Kinder freuen sich auch die Oma zu sehen. Es war die letzten Monate einfach noch mal ein Versuch einen anderen Zugang zu finden. Und es ist gescheitert.

Zitat von EineMitleserin:
Das hat aber auch dazu geführt, dass ich mit meiner Mutter nur noch oberflächliche Themen bespreche. Wirklich über meine Sorgen, meine inneren Beweggründe, Gefühle und Gedanken kann ich nicht sprechen. Nicht in einer Tiefe in der ich verletzlich bin.

Zitat von EineMitleserin:
Es ist eine Augenhöhe entstanden die für uns beide funktioniert.

Zitat von EineMitleserin:
So oder so ist es leichter für das eigene Seelenleben wenn man nicht Reaktionen erwartet die sowieso sehr sehr wahrscheinlich nicht eintreffen werden.

Gilt übrigens auch für den VdK.

Danke für deine Einsicht in die Beziehung zu deiner Mutter. Das klingt nach einer guten Lösung für dich und irgendwie vielleicht auch für mich. Nicht zu viel zu erwarten. Meine Eltern und der VdK waren nun einmal die Menschen, die mir am nächsten stehen und irgendwie hab ich deshalb mehr erwartet. Und bin umso enttäuschter, dass es nicht so gewesen ist wie erhofft.

Zitat von EineMitleserin:
Der wirkliche Gamechanger war, als besagte Dame mir sagte, ich solle nicht versuchen zu erwarten oder zu erhoffen, dass meine Mutter wie andere Mütter sei, Verständnis haben könnte oder herzlicher wäre - ich sollte es mit einem Rollstuhlfahrer vergleichen von dem ich auch nicht erwarten würde einen Marathon zu laufen.

Ja, auch das ist ein kluger Rat. Die von dir beschriebene Dame klingt wie eine Mentorin.

Zitat von Jane_1:
Ich glaube, irgendwann willst du in die Konfrontation mit ihr. Das muss aber nicht jetzt sein, du hast genug Baustellen.

Weiß nicht. Eigentlich nicht. Ich habe immer noch Angst vor ihren unbeherrschten Ausbrüchen. Es ist ein Teil, den ich auch von mir kenne. Den Drachen möchte ich in ihr nicht wecken. Wozu auch, außer Stress habe ich wenig zu erwarten.

Zitat von Perzet:
Blöde Frage: Deine Mutter wollte keine Kinder, oder?
Oder welches Geschlecht hätte sie bevorzugt gewollt?

Doch. Sie wollte immer zwei Kinder. Aber ich war unterwegs, als meine Mutter die erste große Lüge meines Vaters aufdeckte. Und sie hätte sich getrennt, wenn ich nicht unterwegs gewesen wäre.
Sie war aber selbst ein ungewolltes Kind aus einer Affäre und der spätere Stiefvater mochte sie nicht. Gewalt (psychisch und physisch), Alk. war da an der Tagesordnung. Sie meinte mal sie war eigentlich nur zum essen und schlafen zu Hause.

Zitat von Heffalump:
Sieht man es dir denn an? Sonst? Oder nur heute?

Eigentlich kann man mir meine Stimmung schon immer gut anmerken.

Zitat von Sternenguckerin:
Hab ihm dann erstmal in aller Deutlichkeit klargemacht, dass er sich gewaltig geschnitten hat, falls er meine Therapie lediglich als Bequemlichkeitsservice für sich selbst ansieht, damit ich bloß immer freundlich zu ihm bin und er von meiner Wut/Enttäuschung weder was hören noch sehen muss.

Das ist ein super Satz! Den werd ich mir mal merken.

Zitat von Löwenzeh:
Gewaltfreie Kommunikation beinhaltet u.a. das Übersetzen von Aussagen (Du stinkst!) in Bedürfnisse (ich würde mir wünschen, dass du ein Bad nimmst)
Um fortan in Bedürfnissen zu sprechen, worauf das Gegenüber lt. Rosenbergs langjähriger Erfahrung meist viel positiver reagiert.
Es ist für mein Empfinden ein "Klares Sprechen". Du bist oder machst dir bewusst, was bei dir emotional vorgeht, was du fühlst, fürchtest, vorhast und sprichst es aus, wie es ist.

Das habe ich leider in der Beziehung nicht gut hinbekommen. Und da kommt wieder mein Gedanke: "Wenn ich das besser hinbekommen hätte, dann...."
Ich bin halt einfach wirklich nicht unschuldig an dem Ganzen. Gerade wenn ich verletzt bin ist es für mich fast unmöglich gut zu kommunizieren. Dann fühl ich mir angegriffen und beziehe da viel auf mich. Ich brauche dann eine Zeit, um das alles erstmal zu verarbeiten und zu verstehen, will aber gleichzeitig auch verstanden werden und das Problem auflösen. Das hat den VdK glaube ich manchmal wirklich fast verrückt gemacht. Kam zwar nur ein paar mal im Jahr vor, aber reicht ja auch.

Das Buch wird von mir auch noch gelesen. Es schadet auf keinen Fall.

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Heffalump
Zitat von NineN:
Ich bin halt einfach wirklich nicht unschuldig an dem Ganzen


Ninchen

so ein Ding hat doch immer zwei Seiten. Und es steht ausser Frage, das du daran Anteil hast. Aber bitte, du solltest es dir abgewöhnen, dich für dein Minimum von 90%, verantwortlich zu fühlen. Denn maximal sind es 50%.
Nur weil du ne kleine Basis hast und dein Ex auch keine größere, heißt es noch lange nicht, dass keiner von Euch beiden, versucht es besser zu machen. Was du spätestens bei der Geburt deiner Tochter begonnen hast.

Wie werden nicht als fertige Menschen geboren. Uns ist gegeben, dass wir uns weiter entwickeln können

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Löwenzeh
Zitat von NineN:
Das habe ich leider in der Beziehung nicht gut hinbekommen. Und da kommt wieder mein Gedanke: "Wenn ich das besser hinbekommen hätte, dann...."

Ich, ich, ich hab's verk.ackt....
Lass die Kirche im Dorf, den Kahn haben ZWEI Leute gelenkt, bloß war die Richtung nicht die gleiche.

ICH kann das auch überhaupt nicht. Deshalb hab ich mir Rosenbergs Arbeitsbuch durchgelesen. 10% hab ich mitgenommen, der Rest ist zu anspruchsvoll in der Umsetzung (mein Empfinden), hab ich es deswegen verk.ackt?
Finde nicht.
Ich bin tausendmal besser im Streiten geworden, hab viel schneller einen klaren Kopf und gute Argumente.
Wenn die Emotionen das Hirn fluten und nichts mehr Sinn macht und ich um mich schlagen will, ist es wie ein roter Faden, an dem ich entlanghangele.

Zitat von NineN:
Gerade wenn ich verletzt bin ist es für mich fast unmöglich gut zu kommunizieren. Dann fühl ich mir angegriffen und beziehe da viel auf mich. Ich brauche dann eine Zeit, um das alles erstmal zu verarbeiten und zu verstehen, will aber gleichzeitig auch verstanden werden und das Problem auflösen

Das ist bei mir genauso. Also entweder bist du doch irgendwie einfach ein normaler Mensch mit gesunden und anstrengenden Emotionen - oder du sagst jetzt was, das ich dir übelnehme und auf mich beziehe...

x 5 #9305


E
Zitat von NineN:
Meine Eltern und der VdK waren nun einmal die Menschen, die mir am nächsten stehen und irgendwie hab ich deshalb mehr erwartet. Und bin umso enttäuschter, dass es nicht so gewesen ist wie erhofft.

Glaub ich dir sehr. Gerade wenn Menschen so nahe sind ist die Erwartungshaltung groß. Und es ist manchmal hart zu akzeptieren, dass Menschen nicht so reagieren oder fühlen wie es unser Ideal hofft und ersehnt.

Es gehört vielleicht im Leben dazu zu erkennen und zu lernen, dass jeder von uns seine Macken und Fehlbarkeiten hat.

Zitat von NineN:
Die von dir beschriebene Dame klingt wie eine Mentorin.

War tatsächlich eine Lehrerin von mir mit der ich noch lange nach der Schule noch privat Kontakt hatte. Sie war mir wirklich wie eine Mentorin, allerdings erst nach meiner Schulzeit. Eine ganz tolle Frau.

x 3 #9306


S
Hallo zusammen,

ich versuche mich kurz zu halten.

Meine (Ex-)Freundin hat sich vor etwa 10 Tagen von mir getrennt. Die Situation ist für mich ziemlich belastend, weil sie aktuell schwanger ist und wir davor eine sehr intensive Zeit hatten.

Sie hat bereits fünf Kinder, für mich war diese ganze Situation komplett neu. Ich habe mich bemüht, meinen Platz zu finden und zu unterstützen, merke aber im Nachhinein, dass ich in manchen Situationen (z. B. bei Terminen oder im Alltag) nicht so präsent war, wie sie es sich gewünscht hätte.

Als Gründe für die Trennung hat sie genannt, dass sie sich emotional überfordert fühlt, ihr aktuell alles zu viel ist und sie mehr Abstand braucht.

Seit der Trennung ist der Kontakt sehr gemischt:
Manchmal antwortet sie normal, dann wieder sehr kurz und distanziert. Sie sagt weiterhin, dass sie Abstand braucht.

Ich merke bei mir, dass ich viel darüber nachdenke, Dinge verstehen und am liebsten klären möchte. Gleichzeitig habe ich Angst, durch zu viel Kontakt alles eher schlimmer zu machen.

Meine Fragen:
- Wie verhalte ich mich jetzt am besten – wirklich komplett Abstand oder zwischendurch locker melden?
- Ist dieses wechselhafte Verhalten eher Unsicherheit oder eher ein klarer Rückzug?
- Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, vielleicht auch in so einer besonderen Situation?

Danke euch fürs Lesen.

#9307


Heffalump
Zitat von Sascha3689:
dieses wechselhafte Verhalten


Ich würde auf Schwamgerschaftshormone deuten

#9308


E
@Sascha3689 Am besten machst du einen eigenen Faden auf. Vielleicht kann auch die @Forenleitung deinen Post nehmen und einen eigenen Thread erstellen?

Dann hat das was dich beschäftigt deutlich mehr Raum und Möglichkeiten zum Austausch. Deine Situation liest sich sehr schwierig, aber hier gibt es sicherlich viele Menschen die dir gerne mit Rat und Verständnis zur Seite stehen.

x 3 #9309


Heffalump
Ninchen?
Alles gut bei dir? Bist du wieder gesund?

x 3 #9310


N
@Heffalump Danke der Nachfrage. Ja, wir sind endlich alle wieder gesund.
Hoffentlich mal länger jetzt am Stück. Lachendes Gesicht

x 9 #9311


aequum
Zitat von NineN:
@Heffalump Danke der Nachfrage. Ja, wir sind endlich alle wieder gesund. Hoffentlich mal länger jetzt am Stück. Lachendes Gesicht

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr jetzt mal länger gesund bleiben werdet.

Und wie geht es dir persönlich aktuell? Ich hoffe doch deutlich besser.

x 4 #9312


N
Zitat von aequum:
Und wie geht es dir persönlich aktuell? Ich hoffe doch deutlich besser

Weiß Ich gerade nicht so, ganz ehrlich gesagt. Ich sortiere gerade für mich und ich verheddert mich da immer wieder mit und in mir selbst.

Aber vielleicht so viel, dass ich wieder ein ganzes Stück mehr bei mir angekommen bin. Irgendwas hat wieder klick und dann klack gemacht, also nicht nur im Kopf. Es war eines Tages einfach da.

Meine Gefühle überrollen jetzt nicht mehr so sehr. Weniger Chaos und mehr organisiert. Es ist ein bisschen wie aus einer Metaperspektive. Ich kann die Gefühle fühlen, beobachten und begleiten. Weiß wie und wie lange die Phasen ungefähr dauern. Wobei Wut und Angst am schwersten zu händeln ist. Jetzt hab ich endlich verstanden (vom Körpergefühl her) wie das innerlich funktioniert, wenn gesagt wird, Kinder sollen in ihren Gefühlen begleitet werden. Das betrifft auch die Bindung. Ich merke wann ich offen bin, wann ich mich schließe und kann das auch schon besser selbst steuern. Schwierig wird es in stressigen Situationen oder wenn ich überfordert bin. Dann bricht es manchmal ganz weg.

Dinge die man eigentlich im Kindesalter lernt. Es kostet so unendlich viel Kraft und Nerven.

Beim Rest hadere ich sehr mit Schuld und Schamgefühlen. Was sind meine Anteile, wie haben die sich ausgewirkt auf alles und war das Ende somit fast unvermeidbar. Es ist alles schwer auseinander zu bekommen. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich weiß wer ich wirklich bin, wenn ich das für mich nicht gelöst bekomme. Es hält mich fest, ja. Aber ich schau ja eh immer in jeden Winkel des Labyrinths.

Heute war wieder ein Tag, wo ich sehr den VdK vermisst und mir mein altes Leben zurück gewünscht habe. Dafür würde ich auch mein jetziges Wissen eintauschen.

x 5 #9313


aequum
Zitat von NineN:
Weiß Ich gerade nicht so, ganz ehrlich gesagt. Ich sortiere gerade für mich und ich verheddert mich da immer wieder mit und in mir selbst.

Das ist nur normal und total menschlich. Schließlich bist du keine Maschine ohne Gefühle und Empfindungen.
Zitat von NineN:
Aber vielleicht so viel, dass ich wieder ein ganzes Stück mehr bei mir angekommen bin. Irgendwas hat wieder klick und dann klack gemacht, also nicht nur im Kopf. Es war eines Tages einfach da.

Diese Klick- Klack- oder Aha-Momente kenne ich und es waren gerade diese, die mir immer von jetzt auf plötzlich die innere Anspannung genommen haben und das einfach nur weil man etwas völlig klarer gesehen, verstanden und empfunden hat.
Zitat von NineN:
Ich merke wann ich offen bin, wann ich mich schließe und kann das auch schon besser selbst steuern. Schwierig wird es in stressigen Situationen oder wenn ich überfordert bin. Dann bricht es manchmal ganz weg.

Ich bin wirklich optimal geschult, mich zu beherrschen, professionell zu kommunizieren, Körpersprache, Ja sogar Ton und Lautstärke meiner Stimme. Das brauche ich für meine Verhandlungen mit unseren internationalen Kunden aber selbst ich habe mich gelegentlich in stressigen Situationen verloren. Das passiert nunmal aber auch das ist vollkommen normal und menschlich. Also sei bitte nicht so streng mit dir.
Zitat von NineN:
ich habe das Gefühl, dass ich nicht wirklich weiß wer ich wirklich bin, wenn ich das für mich nicht gelöst bekomme. Es hält mich fest, ja. Aber ich schau ja eh immer in jeden Winkel des Labyrinths.

Dieses "Overthinking", bzw. intensive Grübeln und das ständige Analysieren führt leider oftmals dazu, dass man immer unsicherer wird und damit einhergehend immer depressiver wird. Zumindest was dies Punkte oder Geschehnisse betrifft, über die man ständig immer wieder nachdenkt.
Zitat von NineN:
Heute war wieder ein Tag, wo ich sehr den VdK vermisst und mir mein altes Leben zurück gewünscht habe. Dafür würde ich auch mein jetziges Wissen eintauschen.

Und das darfst du auch so fühlen. Schließlich hattet ihr auch glückliche Zeiten miteinander. Nur solltest du unbedingt darauf achten, dass sich diese Vermissen nicht dauerhaft in dir festsetzt.
Versuche auch das Positive im Hier und Jetzt zu sehen, zu wertschätzen und zu genießen.

x 4 #9314


Heffalump
Zitat von NineN:
Was sind meine Anteile, wie haben die sich ausgewirkt auf alles

Ich habe heute einen wundervollen Satz gelesen:

Es wird sich niemand mehr daran erinnern, was man wann wo gesagt oder getan hat, wenn du ein weiteres Jahrzehnt gelebt hast.

x 7 #9315


A


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