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Partner trennt sich in Schwangerschaft

N
Zitat von sonntag_morgen:
Das habe ich mir ehrlich gesagt auch schon mal gedacht, aber mich nicht getraut zu schreiben.

Naja ich denke einen Gedanken ist es wert. 2 Weltkriege und dann eine Teilung für knapp 40 Jahre. Warum sollte das nicht Spuren hinterlassen? Wenn ich so überlege wie meine Eltern, meine Kollegen und auch meine Großeltern über die DDR gesprochen haben. Ich bin sicher, dass rs prägend war. Auch für Beziehungen und Erziehung. Quellen hab ich dazu nicht, ist nur meine Vermutung.

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N
Zitat von Femira:
Kannst du zumindest skeptisch bleiben?

Er kann sich ja erstmal eine Therapie suchen und da kann er dann 6x hingehen und dann kannst du ihm was anbieten. Sonst bremst du ihn ja auch wieder.

Ich bin skeptisch. Auf jeden Fall. Ich renne nicht mitten rein in die Kreissäge. Aber genau solche Situationen zeigen mir immer wieder mal in Abständen wo ich emotional stehe. Ich habe Heimweh nach einem Menschen. So ist es.

x 7 #9647


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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sonntag_morgen
Zitat von Femira:
Ich würde dem auch widersprechen. Ich denke, es ist irgendwie die Nachkriegsgeneration. Meine Eltern sind ähnlich und sind aus der Brd

Aber die Nachkriegsgeneration ist älter. Eine oder zumindest 2/3-Generation vorher.

x 5 #9648


sonntag_morgen
Zitat von NineN:
Naja ich denke einen Gedanken ist es wert. 2 Weltkriege und dann eine Teilung für knapp 40 Jahre. Warum sollte das nicht Spuren hinterlassen? Wenn ich so überlege wie meine Eltern, meine Kollegen und auch meine Großeltern über die DDR gesprochen haben. Ich bin sicher, dass rs prägend war. Auch für Beziehungen ...

Natürlich hat es Spuren hinterlassen.

Auf der einen Seite waren die Menschen in der DDR aber auch denen in der BRD bzgl Gleichstellung voraus - Frauen haben trotz Kinder schnell wieder gearbeitet, es gab mehr Toleranz, viele Menschen haben jung Kinder bekommen und es gab mehr FKK (fällt mir jetzt einfach so ein 🙈 ). Aber man konnte weniger frei diskutieren und es schien hierarchischer gewesen zu sein.

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N
@sonntag_morgen Meine Mutter war sehr wahrscheinlich in eine Wochenkrippe. Also die ganze Zeit Woche ohne Mutter. Das macht was mir Kindern und gab es so glaube ich nicht in der BRD. Berichtigt mich bitte wenn es doch anders war. Und die Wochenkrippe ist einfach schädlich gewesen, da hilft's auch nicht, dass man nackig baden gehen darf. Lachendes Gesicht

x 8 #9650


sonntag_morgen
Zitat von NineN:
@sonntag_morgen Meine Mutter war sehr wahrscheinlich in eine Wochenkrippe. Also die ganze Zeit Woche ohne Mutter. Das macht was mir Kindern und gab es so glaube ich nicht in der BRD. Berichtigt mich bitte wenn es doch anders war. Und die Wochenkrippe ist einfach schädlich gewesen, da hilft's auch nicht, dass man ...

Oh wow, von einer Wochenkrippe hatte ich vorher noch nie gehört.

Ist FKK in den neuen Bundesländern eigentlich immer noch so beliebt?

Klar hast du noch Heimweh nach dem BWK und eurer Beziehung. Aber inzwischen hast du schon einen Solo-Urlaub gemacht und mit jedem Erlebnis schaffst du dir eine neue Heimat.

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Femira
Zitat von sonntag_morgen:
Aber die Nachkriegsgeneration ist älter.

Wieso?
Meine Eltern sind nach dem Krieg in den 50ern geboren.

Zitat von NineN:
Ich habe Heimweh nach einem Menschen. So ist es.

Ich kann mir vorstellen, dass da mehr drin ist.

Du sehnst dich sicher nach einem Menschen, der dir nah ist.
Aber du sehnst dich sicher auch danach, Familie zu sein. Eben das, was der VdK gegeben hat.

Das sind schon zwei Trauerfälle, die du hast. Einmal die Trennung an sich und andermal der Verlust deines Bildes von Familie.

Zitat von NineN:
Mein Sohn war etwas verhalten. Ich weiß nicht, er hat sich sehr an den VdK geklammert. Irgendwie tat das schon weh. Ich glaube fast, er ist inzwischen seine Hauptbezugsperson.

Ich denke @aquum hat recht. Es ist die Gewöhnung. Das ändert sicj wieder

x 6 #9652


N
Zitat von sonntag_morgen:
Ist FKK in den neuen Bundesländern eigentlich immer noch so beliebt?

An den Kiesgruben hier schon. Aber ich stelle fest, dass es vor allem eher ältere sind. Die Jüngeren lassen meist noch das Bikinihöschen an. Und an der Ostsee gibt's ja auch immer noch stellenweise FKK Badebereiche.

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Heffalump
Es kann auch das Erleben in der DDR gewesen sein oder sonst was. Eins wird sicher sein, das der Opa auch traumatisiert von irgendwas ist.

Und ob nun Ost oder West, die Generationen nach dem Krieg, sind Weltmeister im Verdrängen

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Jane_1
Liebe Nine, so schade, dass deine Tochter erleben musste, dass ihr Opa nicht verlässlich sicher ist.
Und wie gut, dass der VdK so eingeschritten ist.
Wenn er selber so groß geworden ist, ist das nicht selbstverständlich. Vielleicht und hoffentlich ist das wirklich der erste Schritt für ihn zu einer Transformation.

Ich kann mir das Gefühlschaos in dir gut vorstellen. Das Leben hat sich in all seiner Vielfalt gezeigt, es ist halt nicht schwarz weiß.

Wie Sincerite immer sagt: fühl die Gefühle. Aber: Du musst keinerlei Handlung folgen lassen.

Du kannst niemanden zur Heilung tragen, er muss die Schritte selber gehen. Lass ihn.

Du bist selber noch mittendrin und gehst deine eigenen Schritte. Dazu gehört auch solche Situationen zu erleben und bei dir zu bleiben.

x 10 #9655


P
Wahrscheinlich bin ich die einzige, die der Situation mit dem Opa etwas Gutes abgewinnen kann.
Und Nein, es wäre total wünschenswert, wenn wir in einer Welt voller guter Menschen lebten, die nur Gutes im Sinn haben; wo keine böse Erfahrungen, die nicht aufgearbeitet sind existieren; etc. Oder so ähnlich.

Also, ich lebe in einer Welt, in der Gutes und anderes parallel vorhanden sind. Von daher finde ich es unglaublich gut, daß der VdK eingeschritten ist und sehr deutlich klar gemacht hat, daß er das Verhalten nicht akzeptiert.
Für die Kleine war es sicher ein Schreck. Aber zu erleben, daß sich Papa schützend dazwischen wirft, ist auch nicht zu unterschätzen. Wie viele Menschen wünschten sich, daß ihnen damals jemand geholfen hätte und sich für sie eingesetzt hätte.

@NineN ansonsten bleibe ich bei meiner Frage, wie es D i r geht. Jetzt, wo Du drüber schlafen konntest. Bist Du wieder zurück? Hast Du noch Kraft von der Fahrt, die Du nutzen kannst?

x 3 #9656


N
Zitat von Perzet:
Aber zu erleben, daß sich Papa schützend dazwischen wirft, ist auch nicht zu unterschätzen. Wie viele Menschen wünschten sich, daß ihnen damals jemand geholfen hätte und sich für sie eingesetzt hätte.

Da hast du Recht. Und für den Einsatz hat er auch meinen Respekt und ich hab ihm auch gesagt, dass ich das gut fand. Meine Tochter hat dann wohl zu ihm sinngemäß gesagt:"Der Opa hat geschubst aber der Papa hat gekuschelt."

Zitat von Perzet:
ansonsten bleibe ich bei meiner Frage, wie es D i r geht. Jetzt, wo Du drüber schlafen konntest. Bist Du wieder zurück? Hast Du noch Kraft von der Fahrt, die Du nutzen kannst?

Also das Heimweh nach ihm und der Familie das ist ja noch da. Schon sehr
lange. Und es fällt mir schwer genau das nicht mehr zu fühlen. Aber diese sechs Tage alleine haben mir auch viel gezeigt:

- ich liebe meine Tochter mehr als meinen Sohn. Aber tatsächlich weniger wegen der Umstände als wegen der Tatsache, dass er ein Junge ist. Wie ich das löse weiß ich noch nicht. Ich glaube da ist irgendwas noch vergraben bei mir, was ich mir nochmal anschauen muss.

- die Bindung ist trotzdem da. Der Urlaub hat aber mal Mühlsteine runtergenommen, so dass ich mich wirklich richtig doll gefreut habe beide wieder zu sehen und mein Herz da wirklich aufgegangen ist.

- aber auch heute habe ich schon noch Mitleid mit dem VdK und das einzige was mich zurückhält ist mein Verstand, weil gefühlsmäßig würde ich wieder voll reingehen. Mein Herz bleibt ein Schaf.
Ich kann seine Probleme nicht lösen, und ich hab mich selbst im Urlaub dabei erwischt wie ich dachte, dass ich meine Wichtigkeit verliere, wenn der VdK wirklich richtig selbstständig wird. Das in dem Moment so klar zu sehen war schon seltsam und war kein gutes Gefühl. Eher ein Schuldgefühl, weil ich mich damit ja auch auf eine andere Art über ihn erhoben habe.

- ich brauche eine Woche Urlaub ihm Jahr ohne Kinder. Da kann der freiheitsliebende Anteil in mir aufatmen und sich austoben. Das ist für mein Autonomie extrem wichtig.

Ein Freund schrieb mir im Urlaub, ich soll mal lieber auf den Datingmarkt gehen und nicht zu lange Pause machen. Sonst wird man seltsam, eigenbrötlerisch alleine und es wird ja auch nicht leichter wenn man älter wird und dann wird man auch zu kompromisslos. Im ersten Moment hatte ich Panik, weil es ja genau den Punkt berührt, vor dem ich Angst habe: das da nie wieder jemand kommt.
Dann dachte ich, dass diese Angst scheinbar noch mehr teilen.

Für mich habe ich aber jetzt entschieden, dass ich den Fokus erstmal auf meinen Themen lasse. Jemand Neues würde mich da gerade nur ablenken, dann komme ich nie bei mir an.
Die Energie aus dem Urlaub hat mir gezeigt, dass es nicht die fehlende Liebe oder Bindung zu den Kindern ist die fehlt, sondern die Überlastung die es so unendlich schwer macht. Und das es vermutlich leichter wird, wenn der Kleine dann in die Kita geht. Das sind jetzt noch 2,5 Monate die ich durchhalten muss. Und die sind ja aber im Sommer. So kann ich viele Dinge mit ihm machen, die mir ohnehin auch viel Spaß machen.

Also die Pause war schon gut und der Vorfall mit dem Opa war direkt eine Probe, ob ich schwach werde.

x 4 #9657


Heffalump
Zitat von NineN:
ich liebe meine Tochter mehr als meinen Sohn.

Mädchen machen Mädchendinge 😉

Jungs zwar auch, aber anders. Ich glaube, die Liebe ist die gleiche, die Gewichtung ändert sich im Laufe des Lebens.

Er ist ja noch klein und schutzbedürftig. Und er ist eine kleine Ausgabe vom Großen. Den Du ambivalent liebst.

Viel Druck machst du dir selbst.

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P
@NineN
Deine Reflektionsfähigkeit ist wirklich bewundernswert. Wieviel Du in so kurzer Zeit Dir bereits angeschaut hast und eingeordnet bekommst.
Ich denke herausgelesen zu haben, daß Du erleichtert bist, daß Deine Gefühle für Deine Kinder doch besser sind, als gedacht.

Ich bleibe auch bei meiner ursprünglichen Aussage, daß Du erst dann Entscheidungen treffen brauchst, wenn Du wirklich soweit bist. Dafür ist genügend innerer Abstand nötig.
Dieser innere Abstand bedeutet für mich nicht zwangsweise keine Gefühle mehr zu haben.
Sondern ich meine damit, daß Du Dich selber genügend wahrnehmen kannst; daß, was auch immer er tut und sagt, Du bei Dir bleibst, wissend um den Unterschied, daß Dein Wert und Deine Person unabhängig von ihm und seinen Taten ist.
Daß er ist, wie er ist - mit beiden Versionen, ignorant und egoistisch als auch liebevoll und zugewandt - weil er ist, wie er ist. Das ist unabhängig von Dir.

Erst wenn Du das unterscheiden kannst und nicht sofort in Zwangshandlungen überwechselst, dann bist Du frei, Entscheidungen in die eine oder in die andere Richtung zu fällen.

Da das ein Prozess ist und es dauert, bis man dahin kommt, gibt es natürlich auch Entscheidungen auf dem Weg.

Ich wollte nur sagen, daß es okay ist. Du musst nicht bereits perfekt sein. Du darfst alles mögliche anpassen, wenn Du neue Erkenntnisse hast oder weitere Entwicklungsschritte gegangen bist. Du hast das Recht auf Deine Entscheidungen.

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sonntag_morgen
@NineN Ich habe dazu mal was gelesen (keine Ahnung ob es in deinen Fall passen könnte):
In den "älteren Generationen" haben ja oft die Jungs mehr gezählt als die Mädchen. Man wollte einen Stammhalter.
Das führte bei Frauen manchmal zu internalisierter Misogyny und diese Mütter haben oft die Söhne bevorzugt und die Mädchen nicht so, was diese natürlich gespürt haben.
Als diese Mädchen dann heran wuchsen wurden dann manchmal die resultierenden Ressentimetns auf die Söhne übertragen und die Töchter bevorzugt.

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