Zitat von sonntag_morgen: Die eine bekam Wassermelone und einen Kuss vom Partner. Die andere hatte einen roten Kopf und war sichtlich angestrengt.
Das ist ein Stich ins Herz von jedem, der sowas selbst erlebt hat. Es stellenweise einfacher einfach zu Hause zu bleiben mir so kleinen Kindern. Andererseits nimmt mans sich so auch viele schöne Momente. Aber in zwei Jahren, wenn diese Kleinkindphase vorbei ist, wirds leichter. Noch ein Jahr mehr und ich trau mir auch zu alleine mit den Zwergen in den Urlaub zu fahren.
Zitat von sonntag_morgen: Und gestern habe ich einfach den Unterschied in den Gesichtern der Frauen gesehen.
Und dann ist mit der thread hier eingefallen und ich wollte mein Verständnis ausdrücken.
Danke dir für dein Verständnis und deine Beobachtung. Es kann eben so oder so sein bei den Eltern.
Zitat von sonntag_morgen: Machst du dir denn Sorgen wie es sein wird wenn du wieder arbeiten musst?
Ein bisschen schon. Vor allem wegen der Abenddienste. Und wie ich das alles hinbekommen soll so alleine und wo man auch mal über Arbeit schimpfen kann. Am meisten hab ich Bammel wenn die Kinder ständig krank sind. Auf der anderen Seite mache ich die Arbeit seit nun über 10 Jahren und muss jetzt nicht so viel neu lernen. Es ist gewohntes Gewässer und das gibt mir wiederum Sicherheit. Auch auf meine Kolleginnen freue ich mich. Die meisten sind alle über 50, einige über 60 und sie waren oft für mich nicht nur Kollegen sondern auch Mentorinnen. Und es sind alles sehr starke Frauen, die auch üble Krisen bewältigen mussten. Ich glaube, das war auch sehr prägend.
Zitat von Löwenzeh: Vielleicht konnte sie dir nur deshalb diese äußerst persönliche Buchliste geben: weil du in ihren Augen mehr Mensch als Patient geworden bist.
Und vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt, wieder getrennter Wege zu gehen.
Bereichert. Nicht übertherapiert.
Naja, sie sagte ja schon einmal, dass sie mich sympathisch findet und daher auch aufpassen muss, dass sich das mit ihrer therapeutischen Arbeit nicht in die Quere kommt.
Zitat von Löwenzeh: Abgesehen davon, finde ich, dass diese Aussage ein Kompliment ist, das seinesgleichen sucht.
Hast du es überhaupt als Kompliment erkannt - oder war es für dich nur die Ablehnung deines
Ich habe das Kompliment dahinter durchaus erkannt und bin auch immer noch sehr gerührt deswegen. Sie kann mir einfach direkt in die Seele schauen. Jedes mal. Es ist natürlich auch so, dass es irgendwann nicht mehr so viele Themen gibt, die einer Therapie bedürfen. Da ist eine Ende einfach logisch und ich soll ja auch nicht direkt in die nächste Abhängigkeit geraten. Das Ziel war mich zu stabilisieren und das ich bei mir ankomme + eine positive Bindungserfahrung. Das ist passiert und die Werkzeuge um alleine weiter zu machen habe ich auch.
Zitat von Löwenzeh: Krass. Nett.
War wieder mal ein gutes Gespräch..?
🙈 Geht so.
Zitat von Löwenzeh: Was heißt das?
Fängt er an mit Stoffobjekten auf die Kinder einzuschlagen?
Nein, das nicht. Aber sein Verhalten mir gegenüber. Das distanzierte, sich selbst nicht spüren können, keine Freude und kein Glück wirklich zu empfinden auf Dauer usw.
Zitat von Perzet: So wie Euer Verhältnis in der Ehe war, wäre diese gesamte Zeit zusammen doch auch eine Ansammlung von Streit, Ablehnung, Erniedrigung, betteln um Liebe und anderes. Ist das wirklich soo erstrebenswert? Du bist doch fast darunter kaputt gegangen.
Würde ja jetzt gern sagen es war ja nicht alles schlecht.... manchmal war es sogar sehr schön. Aber ich merke auch, dass es schwierig ist jemanden immer mitreißen zu wollen bei Aktivitäten und wenn Menschen einfach von sich aus mitmachen. Das ist kein Kampf, das gibt eher Energie.