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Partner trennt sich in Schwangerschaft

Balu85
Zitat von NineN:
Wie machen das die Menschen, die glücklich mit sich alleine sind und diese Art von menschlichen Kontakt nicht brauchen oder möchten.

Naja, das Bedürfnis danach ist halt unterschiedlich stark ausgeprägt. Dann kommt noch hinzu, das man natürlich auch singel sein kann und dennoch auf das nicht verzichten muss. Aber das hängt natürlich von einigen Faktoren ab ob es gut geht oder nicht und man muss es auch selbst wollen.
Zitat von NineN:
Oder ist das einfach, so dass manche Menschen mehr Verbindung brauchen als andere?

Sicher gibt es solche.

x 2 #9931


Heffalump
Du b jetzt in der Mitte, in der Blüte deines Lebens, natürlich will man das teilen mit jemanden der am Herzen liegt


Es ist nur kein Anwärter da. Und könnte ich ihm vertrauen?

x 1 #9932


A


Partner trennt sich in Schwangerschaft

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mokka_23
Zitat von NineN:
@mokka_23 Sie haben eine sehr lebendige Beziehung zum Vater an drei Tagen die Woche. Über das echte Wechselmodell können wir reden, wenn der Kleine ...

Klar, aber bei der Scheidung müsst ihr das künftige Betreuungsmodell regeln. Ich verstehe deinen Frust nur zu gut, dass du so viel mehr leisten und einstecken musstest, aber ich würde dennoch den Wunsch des Vaters respektieren und ihn mit einer klaren Regelung in die Pflicht nehmen. Menschen wachsen an Herausforderungen. Dort wo dein Ex als Partner gescheitert ist, kann er als Vater ganzes leisten. Insbesondere für deinen Sohn ist das enorm wichtig, dass er ein positives Bild von deinem Ex hat, denn er wird sich daran orientieren und sein Selbstbild aufbauen. Und für dich bietet das Wechselmodell die Chance aus deiner Rolle zu kommen. Je mehr du deinen Ex machen lässt, dest mehr befreit es dich in Bezug auf zeitliche Ressourcen, aber auch emotional. Umgekehrt bleibst du salopp gesagt in der Rolle der Verlassenen mit zwei Kleinkindern.

#9933


aequum
Zitat von mokka_23:
für die Kinder ist es das Beste, wenn sie eine möglichst lebendige Beziehung zum Vater haben und das geht am besten mit einer 50/50 Betreuung. Aus Liebe zu deinen Kindern würde ich es versuchen.

Alles richtig was du schreibst nur was wenn die Kinder älter werden und keine Lust mehr auf diese ständigen Wechsel haben. Schlimmer noch, wenn die Kinder beginnen, ein Elternteil abzulehnen?

Ich schreibe das weil a) ich höchst selbst als bertroffenes Kind keine Lust hätte, immer zu wechseln und b) weil die Scheidungskinder aus meiner Kindheit alle ausnahmslos ein Elternteil komplett aus ihrem Leben gestrichen und keinen Kontakt mehr haben.
Die Kinder von Freunden, Bekannten, Kollegen/innen, besonders die Teenager aus meinem Umfeld leben heutzutage nahezu ausnahmslos permanent nur noch bei entweder dem Vater oder der Mutter und das ausschließlich aus ihrem eigenen Antrieb und Willen heraus.

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mokka_23
Zitat von aequum:
Alles richtig was du schreibst nur was wenn die Kinder älter werden und keine Lust mehr auf diese ständigen Wechsel haben. Schlimmer noch, wenn die ...

Klar, kann alles passieren. Aber ich bleibe dabei, dass 50/50 das beste für die Kinder und ihre Beziehung zu den Eltern ist.

#9935


N
Zitat von Heffalump:
Du b jetzt in der Mitte, in der Blüte deines Lebens, natürlich will man das teilen mit jemanden der am Herzen liegt

Gut geschrieben. So ist es.

Zitat von mokka_23:
Ich verstehe deinen Frust nur zu gut, dass du so viel mehr leisten und einstecken musstest, aber ich würde dennoch den Wunsch des Vaters respektieren und ihn mit einer klaren Regelung in die Pflicht nehmen. Menschen wachsen an Herausforderungen

Die Scheidung beeinflusst unserer Umgangsregelung nicht . Die steht ja schon fest und wird je nach Gegebenheiten angepasst. So wie in zwei Wochen, wo die Kinder dann nicht mehr über mich sondern über die Kita wechseln.
Seine Wünsche kann er wich sonst wohin stecken. Meine waren ihm ja auch egal.
Also da hörts auf, dass ich noch SEINE Wünsche berücksichtigte.

Zitat von mokka_23:
Umgekehrt bleibst du salopp gesagt in der Rolle der Verlassenen mit zwei Kleinkindern.

Damit rückt auch das in den Hintergrund.

Zitat von mokka_23:
Und für dich bietet das Wechselmodell die Chance aus deiner Rolle zu kommen.

50/50 bedeutet für mich die Kinder weniger zu sehen und zu begleiten. Will ich nicht, denn ich habe nicht beschlossen die Familie zu verlassen.

Zitat von mokka_23:
Dort wo dein Ex als Partner gescheitert ist, kann er als Vater ganzes leisten.

Es ist nicht meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass er wachsen kann. Kann er an 3 Tagen die Woche. Wer geht und das auf so eine Art und Weise, muss damit rechnen, dass der Gegenpart das eigene Leben aich anders gestaltet und das nicht unbedingt so, wie er das gern hätte.

Zitat von mokka_23:
Aber ich bleibe dabei, dass 50/50 das beste für die Kinder und ihre Beziehung zu den Eltern ist.

Vielleicht wenn sie größer sind. Aus Bindungssicht eher nicht. Ich habe mit zwei unabhängigen Therapeutinnen darüber gesprochen und da war die Empfehlung einheitlich.

Zitat von aequum:
) weil die Scheidungskinder aus meiner Kindheit alle ausnahmslos ein Elternteil komplett aus ihrem Leben gestrichen und keinen Kontakt mehr haben.

Meine große Sorge und das will ich nicht.

x 3 #9936


Stella31
Zitat von NineN:
Wie soll man denn mit sich selbst glücklich werden, wenn genau das fehlt?

Ich ticke da sehr ähnlich wie du und muss sagen, dass ich glücklich sein als Dauerzustand eh nicht glauben kann.
Wenn dann zufrieden sein.
Und es ist einfach ein Kompromiss!
Vielleicht vergisst man es auch irgendwann ein Stück weit, gewöhnt sich an den Zustand.
Aber wer grundsätzlich gerne in Partnerschaft gelebt hat, wird wahrscheinlich immer irgendwie Sehnsucht danach haben.
Andere, die evtl sehr unglücklich waren oder von jeher gerne alleine sind, empfinden das dann eben nicht so schlimm

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Heffalump
Endlich höre ich die Löwin brüllen

x 3 #9938


mokka_23
Zitat von NineN:
Gut geschrieben. So ist es. Die Scheidung beeinflusst unserer Umgangsregelung nicht . Die steht ja schon fest und wird je nach Gegebenheiten ...

Weisst du, mir fehlen die Kinder auch, wenn sie beim Vater sind. Und ich fand die Situation anfangs auch ungerecht. Aber, du kannst von keinem Menschen erwarten, dass er genau deinen Bedürfnissen entspricht, sich nie wandelt und nie für sich eine Entscheidung trifft, die deinen Bedürfnissen enrgegengesetzt ist. Ich habe beim Lesen den Eindruck, dass du deinen Ex damit bestrafen willst, dafür, dass er dich in der Schwangerschaft verlassen hat. Und deshalb möchtest du ihm das 50/50 nicht zugestehen. Aber ist das wirklich im Sinne der Kinder und kannst du damit tatsächlich deine Verletzung aufwiegen? Ich kann mir vorstellen, dass dich diese Fragen ärgern. Doch mittelfristig möchtest du dich doch emotional von deinem Ex lösen und auch von diesem unerträglichen Groll. Wahrscheinlich täte es auch eine 60/40 Lösung, aber sie sollte aus einem anderen Grund getroffen werden, nicht weil du die Kinder (mehr) brauchst und weil dein Ex dir eine unheimlich schmerzhafte Verletzung zugefügt hat.

#9939


N
Zitat von mokka_23:
Ich kann mir vorstellen, dass dich diese Fragen ärgern.

Nein, sie ärgern mich nicht. Aber sie bewegen natürlich etwas in mir. Ist ja aber in einem Forum für Austausch auch absolut in Ordnung.

Zitat von mokka_23:
Ich habe beim Lesen den Eindruck, dass du deinen Ex damit bestrafen willst, dafür, dass er dich in der Schwangerschaft verlassen hat.

Nein, ich möchte nicht ihn bestrafen. Es liegt mir fern das zu tun auch wenn ich wütend auf ihn bin. Es geht mir hier klar darum, dass so kleine Kinder eine dauerhaft feste Bezugsperson brauchen und da seh ich ihn nicht, auch wenn ich selbst ebenfalls Defizite habe. Und ja, ich möchte meine Kinder nicht weniger sehen, weil er plötzlich das Wechselmodell möchte und mir damit Dinge aufdiktiert. Ich stehe für die Kinder und mich ein, aber nicht für seine Position. Die muss er selbst verteidigen.
Er ist so kopflos in die Trennung gestürzt und dachte ja 50/50 und Familien-WG würde gehen. Meinen freien Willen hat er aber deutlich unterschätzt und da prallt er gerade auf. Im Gegensatz zu ihm habe ich trotz Trennungsschmerz meine Hausaufgaben gemacht und moch vorbereitet: Anwalt, Therapie, Beratungen usw.

Nicht meine Schuld, wenn er jetzt dasteht und bittet und jede Handhabe abgegeben hat. Ja, da bin ich nicht mehr warm und zugänglich sondern verteidige hier ganz klar meine Grenze. Mit Rache oder Strafe hat das aber nichts zu tun. Er leidet schon genug an sich selbst.

Es ist doch das was alle immer wollen. Grenzen setzen, an sich denken, für sich einstehen. Nebeneffekt ist eben auch, dass man damit unbequem für andere wird.

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Z
Ich bin jemand, der mit sich selbst seit Trennung/Scheidung "alleine" völlig zufrieden ist. Ich habe drei kinder mehr als Du und die waren alle mal klein, insbesondere vor 10Jahren zum Zeitpunkt der ebenso abrupten Trennung wie bei Dir. Meine kinder wollten immer viel Körperkontakt. Bis heute kommt das jüngste Kind viel kuscheln oder auch gern noch zu mir ins Bett nachts. Mir war das manchmal sogar zuviel. Natürlich hat es nichts mit Partnerschaft zu tun. Aber für mich persönlich waren all diese plötzlich zu bewältigenden Anforderungen, und sich immer wieder auf Neues einstellen, ständig wechselte ein Kind Schule/Kita, ich mal den Job, dann noch Freunde/Fam/Feste/Finanzen eben das Leben mal sechs organisieren, genug. Hat mir gereicht u tut es bis heute. Es ist wie ein Zerren an einem. Jeder will was. Und wenn ich dann mal für mich bin bin ich es unfassbar gern. Zwischendurch gab es mal eine kleine Verliebtheit. Das entwickelte sich dann aber komplett falsch und ich war dann da auch noch emotional eingebunden.
Ich persönlich möchte nicht noch einem anderen gerecht werden und so bin ich sehr gern einfach mit mir zusammen;) was mal kommt keine Ahnung, aber das ist mir auch egal.
Du bist noch jung, alles hat seine Zeit, man tut sich keinen Gefallen mit überstürztem Daten. Und wenn Du erst wieder arbeitest wird das alles nochmal anders werden.
Es gibt übrigens Kuschelparties, hab ich mal gehört. Ohne Intimität, aber körperkontakt in Begleitung sozusagen. Wo alle die gleichen Bedürfnisse haben. Sowas vielleicht?

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mokka_23
Zitat von NineN:
Es geht mir hier klar darum, dass so kleine Kinder eine dauerhaft feste Bezugsperson brauchen und da seh ich ihn nicht,

Das ist er jetzt schon, eine dauerhafte Bezugsperson mit all seinen Schwächen und Fehlern, mit seiner Kopflosigkeit und Feigheit. Und dennoch steht er für die Kinder ein, macht sein möglichstes. Das geht zumindest von deinen Schilderungen so hervor.
Weisst du, was für mich bisher das schmerzlichste war sn der Trennung? Es war ein kleiner Text, den mein Sohn geshrieben hat und den er mir gezeigt hast. Er schildert darin, wie er sich etwas vernachlässigt fühlt von seinem Vater und wie sehr es ihn getroffen hat, dass der Vater eine Woche Ferien mit der Freundin macht. Dann schildert er Bilder sus seinem Zimmer, die er mit dem Vater angefertigt hatte vor der Trennung. Und es endet mit "ich hab dich lieb". Ich habe selten etwas so schönes und trauriges gelesen und da wurde mir klar, wie wichtig die Beziehung zwischen meinem Sohn und meinem Ex ist, trotz der Verletzungen und Enttäuschungen, dem 50/50. Du wirst immer Leute finden, die dir bestätigen, dass es nur eine zentrale Bezugsperson gibt und zwar die, die die Kinder mehr betreut. Aber Bezugspersonen sind in erster Linie diejenigen, die uns sehen und zu denen wir eine Verbindung aufbauen können. Das müssen nicht unbedingt die Personen sein, die wir am meisten sehen. Und sie dürfen unperfekt sein, solange sie angemessen mit dem Kind umgehen.

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