Vermutlich bin ich zu pragmatisch

Mir ist schon klar, dass die Immobilien-Blase geplatzt ist und ein Verkauf des Hauses (das wahrscheinlich hauptsächlich der Bank gehört) inkl. Vorfälligkeitszinsen etc. Euch Geld kosten wird.
Werden Gerichtsverfahren, in denen z. B. ausstehende Zahlungen eingeklagt werden, aber auch. Ich sehe da einiges, was durchaus strittig ist/werden könnte.
Zitat von CaptainIglo: Alle Kosten werden natürlich auf Ihr Konto gelegt.
Ihre Nebenkosten (Strom, Heizung, TV, Internet) klar. Bei der Grundsteuer sieht es anders aus, warum sollte da sie mehr als die Hälfte zahlen?
Zitat von CaptainIglo: Genauso wie mit Reparaturen und Wartungen, da bin ich dann raus.
Auch hier: Wie kommst Du da drauf? Schönheitsreparaturen okay - aber alles andere geht (wenn sie sich von Dir nicht über den Tisch ziehen lässt) 50:50.
Zitat von CaptainIglo: Dann soll sie halt damit einen Teil meines Hauses abbezahlen.
Die Höhe des Unterhalts wird auch ein Teil des Kompromisses sein.
Sie hat den Wohnvorteil und müsste mich entschädigen.
Freudscher Fehler „meines Hauses“?

Es ist und bleibt zunächst mal Euer Haus. Unterhalt gibt es für die Kinder und nicht zum Erfüllen von Immobilienträumen der Eltern. Es liegt in deren Verantwortung, wenn sie sich trennen und/oder sich eh knapp auf Naht unbedingt ein Haus leisten wollten, das einer alleine nicht tragen kann.
Ihr seid nicht verheiratet, das vereinfacht eine Trennung deutlich. Natürlich seid und bleibt Ihr über die Kinder verbunden, aber warum wollt Ihr das auch noch zusätzlich über das Haus bleiben? Es ist doch absehbar, dass es zum Zankapfel wird, 2 kleine Kinder mittendrin.
Das ist ja alles noch sehr frisch und es muss nichts übers Knie gebrochen werden. An Deiner Stelle würde ich aber entweder die Ex auszahlen oder mich von der Ex auszahlen lassen, damit kein gemeinsames Eigentum mehr besteht (anscheinend ist das keine Option). Oder das Haus verkaufen, so schnell wie möglich, damit diese Baustelle schon mal beseitigt ist.
Dann nimmt sich jeder von Euch eine Wohnung und ist für deren Miete und Nebenkosten selbst zuständig. Ihr habt vorerst genug damit zu tun, die Elternebene hinzubekommen und könnt Euch darauf konzentrieren; wie auch immer die Regelungen dazu getroffen werden.
Die Kinder müssen gezwungenermaßen akzeptieren, dass ihre Familie in der bisherigen Form nicht mehr existiert. Sie werden sich auch an ein neues Zuhause gewöhnen; wären nicht die ersten und nicht die letzten.