Zitat von DerImmerLacht:@Abendrot Seitdem er Malwinen Streit mitbekam vertragen sie sich nicht mehr so. Er versucht zwar respektvoll zu sein, oder so wie gestern zeigte er ihr dann auch was er sich kaufte. Aber ich denke beide wären froh wäre der andere der beiden nicht mehr bei mir. Anfangs lief es sogar gut, da spielte meine Partnerin ...
Ich denke schon, dass die PartnerIn einen gewissen Stellenwert haben sollte.
Daher frug ich auch , ob Du sie sofort links liegen lässt, ignorierst oder
Verabredungen mit ihr platzen lässte, wenn der Kleine sich meldet oder kommt?
Das wäre unklug.
Dass es prinzipiell aber "beiden lieber wäre wenn der andere nicht da wäre"
liest sich nicht gut!
Wir gesagt, ich war auch mal in der Situation Deiner Freundin.
Allerdings habe ich mich super mit den Kids verstanden und sie mochten
mich auch sehr. So sollte es sein.
Ich habe trotzdem nicht toleriert, wie eine heisse Kartoffel fallengelassen zu
werden oder mitten im Gespräch sitzengelassen zu werden, wenn eins der Kinder
reinplatzte. Das hat der Mann dann schon irgendwann verstanden.
Hat trotzdem nicht gehalten, aber die Kids waren nicht der Grund, im Gegenteil,
er hat die Trennung nicht akzeptieren wollen, gerade weil das mit den
Kindern und mir so gut funktionierte.
Es ist richtig, dass man heute sagt in der psychologischen Forschung, dass
der PartnerIn Priorität vor dem Kind hat. Weil wenn die Eltern sich scheiden
lassen weil sie ihre Liebe nicht pflegen, ist das kind das erste Opfer!
Kinder profitieren enorm von einer respektvollen Partnerschaft der Eltern.
Es ist das Fundament auf dem sie stehen.
Und es ist eben nicht respektvoll, den Partner sofort links liegen zu lassen,
wenn das Kind was will. Oder das Kind in der Familienhirarchie permanent
über den Partnerin zu stellen. Das hält keine Ehe aus.
Beide sollten ja gemeinsam "CEOs" sein. Nicht das Kind.
Das gilt aber für "normale" Familien, nicht für Patchwork.
Bei Patchwork entwickelt sich das jedoch erst langsam, denke ich.
Da anders als sonst erst das Kind und DANN die PartnerIn da war.
Ich denke, man kann einem Kind durchaus freundlich sagen:
Du, ich möchte mich jetzt mit XY unterhalten oder wir wollten dies und
das. Können wir später was zusammen machen?
Man lässt ja seine Freunde (hoffentlich) auch nicht stehen und liegen,
wenn sie zu Besuch sind, weil ein Kind was möchte.
Das geht aber eigentlich nur, wenn GRUNDSÄTZLICH Sympathie
und Verständnis zwischen Kind und neuer PartnerIn da ist.
Wohlwollen. Und von beiden Seiten auch die Bereitschaft, sich
mal zurückzunehmen.
Leider hört es sich so an, als sei Deine Partnerin sehr bedürftig?
Nochmal: wenn sie grundsätzlich die Anwesenheit des Kindes stört,
würde ich mich an Deiner Stelle für das Kind entscheiden!
Wenn es nur um DEIN Verhalten geht, dass Du zB sie links liegen
lässt, ignorierst, Absagen platzen lässt und springst, sobald der Kleine
sich meldet, dann finde ich wäre es an Dir, daran zu arbeiten,
dass es ausgewogen ist.
Ich würde mir an Deiner Stelle jedoch eine Partnerin wünschen, die
mein Kind mag und sich darauf freut.
Das würde die Situation gleich stark entschärfen.