Hallo Lars,
da ich hier markiert wurde, melde ich mich auch mal. Ich habe leider nur Deinen Eingangspost gelesen, daher weiß ich jetzt nicht ob und welche Entwicklungen es seitdem gab. Bei Gelegenheit lese ich das mal nach.
Vermutlich hast Du das schon gehört: Du bist nicht allein. Meine Geschichte ist, zumindest im Vergleich zu Deinem Einganspost, komplett anders gelagert. Bei uns lag die Trennung vor und obwohl anders geplant, stand ich 3 Wochen nach dem Auszug meiner jetzigen Ex-Frau (ja, seit Februar 2024 sind wie geschieden), vor der Herausforderung den Hauptpart in der Erziehung unserer beiden Jungs (5 und 7 mittlerweile, damals noch 3 und 5) zu übernehmen.
Das Ganze mache ich jetzt seit fast genau 2 Jahren, arbeite weiterhin Vollzeit, aber zu fast 100% im Home Office. Vor ziemlich genau 1 Jahr hatte ich den ersten Zusammenbruch. Damals noch eine Kombiniation aus Trennung / Job / Kinder, mit der Konsequenz einer mehrwöchigen Krankschreibung und einer Therapie seitdem. Die Therapie hat meine Sicht auf die Dinge geändert und geholfen. Nur leider hab ich Ende letzten Jahres eine berufliche Chance gesehen, die ich wahr genommen und auch erfolgreich gemeistert habe - neben der Hauptverantwortung für die Kinder. Das war, wie ich dann im Februar gemerkt habe, ein Fehler. Was nützen einem die schönsten Erfolge, wenn man dann aus den Socken gehauen wird, weil der Kopp nicht mehr kann....?!
Mittlerweile hat meine Ex-Frau zwar immer noch nicht wirklich ihr Leben im Griff, aber zumindest funktioniert sie als relativ zuverlässiger Babysitter. So dass ich seit meinem Zusammenbruch im Februar dieses Jahres deutlich mehr Zeit auch für mich habe.
Grundlegend wird sich die Situation leider wohl nie ändern. Ich sehe zu, dass die Kids ihre Mama haben, aber alles andere drumherum, der berühmte "mental load" hängt zu 100% an mir.
Familie habe ich auch nicht und die Familie der Kids hält sich sehr zurück, also fehlt da ebenfalls Unterstützung. Freunde springen im Notfall mal ein, aber auch selten. Über Winter heißt es: hoffentlich werden die beiden nicht krank, denn wenn Kita und Schule besucht werden können, läuft es alles ganz gut.
Jugendamt war keine Hilfe. Alle Babysitter, die sich hier mal vorgestellt haben, waren leider nen Schuss in den Ofen. Natürlich habe ich auch über andere Varianten nachgedacht und die Hoffnung für Hilfe nie aufgegeben, aber im Moment sehe ich das nicht...
Drück Dir die Daumen und werde noch mal nachschauen, was bisher so gelaufen ist. Sind ja doch einige Seiten hier

VG
Franek