Danke für euren ganzen Input. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen das in meinem Kopf und auch Herz gerade Chaos herrscht, daher möchte ich nicht voreilig in eine Richtung springen. Ich muss das erst mal alles sacken lassen und für mich sortieren aber an der Nase durch die Manege führen lassen werde ich mich nicht.
Zitat von Lillilli: Wieso siehst du das so? Sie war doch in Therapie? Geht es ihr nicht besser?
Ihr geht es besser doch und das freut mich auch. Wie @Haeschen schrieb ist es glaube ich deshalb weil sie dafür Energie jetzt aus ihrem gerade verbesserten Zustand zieht. Erste Priorität sollte jetzt erstmal die Bindung zu den Kindern sein, zweite ihre Arbeit wieder aufnehmen da hat sie schon durch die EZ Zeit verloren und die geringe Stundenzahl um in der Weiterbildung voran zu kommen. Dazu müsste sie dann hier in der Gegend eine Wohnung finden. Ich denke das sind alles Ressourcenziehende Themen aber das waren exakt ihre Worte noch vor ein paar Wochen in der Klinik. Plötzlich sind Kapazitäten für einen anderen Menschen da und wir alle wissen wie vereinnahmend die Anfangsphase ist. Daher fühle ich mich hintergangen und betrogen um eine bessere Aussicht für uns alle. Kann natürlich auch anders kommen, aber so fühle ich mich gerade.
Zitat von alleswirdbesser: Hol sie in die Pflicht sich um die Kinder zu kümmern. Wenn jemand trotz Depression in der Lage ist, eine neue Beziehung einzugehen, sollte in der Lage sein auch ein bisschen in Energie in seine Kinder zu investieren. Beantrage einen betreuten Umgang, du musst nicht dabei sein und dich um alles kümmern, damit sie nicht sofort überfordert ist, überlasse es den Profis. Nütze die Zeit für dich.
Zitat von alleswirdbesser: Warum ich das so sehe? Wäre da kein anderer Mann, würde ich ihr die Krankheit abnehmen und auch dafür plädieren ihr die Zeit zu lassen, um zu heilen. Aber da sie so wie viele ihre Erlösung in einer neuen Liebschaft sucht, würde ich da ganz rigoros vorgehen.
Es ist wirklich verrückt aber genau das spielt sich in meinem Kopf ab. Ich frage mich schon den ganzen Tag warum genau diese neue Komponente „anderer Mann“ mich plötzlich so umdenken lässt und gleichzeitig frage ich mich ob das fair von mir ist, weil was ändert sich durch den anderen für mich genau? Ich komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis: die abgezogene Energie aus dem Bindungsaufbau und das in Kauf nehmen, dass ich seit Monaten am oberen Limit laufe.
Zitat von zimt: Aber ich würde wirklich dafür kämpfen, dass sie sich den kindern wieder annähert u ihr das auch zutrauen, nicht vor Sorge an den kindern "klammern". Ist nicht böse gemeint! Aber Du musst abgeben.
Du hast vermutlich recht, ich klammere so arg, besonders bei der kleinen. Ich habe das Gefühl ich lasse sie alleine und im Stich wenn ich sie weg gebe oder nicht für sie da bin und das hängt vermutlich mit der Zeit zusammen wo ihre Mutter sich nicht mehr gekümmert hat. Rational weiß ich, auch andere enge Personen können sich gut um sie kümmern aber innerlich habe ich Angst dass sie ihrer Hilflosigkeit wieder ausgesetzt ist, wenn ich nicht da bin. Das muss ich irgendwie in den Griff bekommen. Es ist auch gar nicht so das ich über vorsichtig oder überfürsorglich im Umgang mit ihr bin oder sonstiges aber diese Zeit hat in mir einfach einen übernormalen Beschützerinstinkt ausgelöst. Meine Sorge ist immer dass die kleine Maus denkt jetzt lässt sie noch jemand im Stich, was natürlich blödsinn ist.
Zitat von alleswirdbesser: Da sie ja bei ihren Eltern lebt, wenn ich mich recht erinnere, sollte doch ein Tag pro Woche mit den Kindern drüben möglich sein.
Ihre Eltern wohnen allerdings weiter weg, also das ist nicht ganz so leicht hin und her zu pendeln an einem Tag