Zitat von Alenia:@paul258 ich habe mir jetzt bis auf 5-6 Seiten komplett alles durchgelesen, aber irgendwie fehlt hier die Zeit in der du schwer mit Alk. und ...
Ja, nein, das stimmt so nicht.
Ich bin bisher nicht auf das Thema eingegangen, weil es ja eben nicht so präsent war in der Beziehung.
Meine "schlimme Zeit" war vor der Beziehung. Im Gegenteil, wir kamen zusammen als es mir das erste Mal wieder richtig gut ging. Ich hatte auch nie dieses "klassische Alk." wie man sich das vielleicht vorstellt. Bei mir war es eher ein Mittel zum Druckabbau, was natürlich dennoch dämlich war, keine Frage! Also ich kam z.b. von der Arbeit und habe dann Fussball geschaut und dabei ein B. getrunken. Auch bin ich in meinen ganzen Leben niemals laut oder wütend durch Alk. geworden.
Bei dem Depressionen das gleiche. Als wir uns kennenlernten war ich ja schon länger in Behandlung und mir ging es richtig, richtig gut. Absurderweise kamen die Probleme ja dann eher in der Beziehung teilweise wieder, aber (ich kenne die Krankheit ja) es war niemals auch nur ansatzweise so über wie in den Jahren davor. Hat mich früher solche Schübe vielleicht wochenlang ausgehauen war es nun so dass ich maximal ein Nachmittag schlecht drauf war. Und wie gesagt: auch das besserte sich im Laufe der Beziehung durchgehend weshalb ich vermutlich das so geschrieben habe, weil seit ca. Zwei Jahren dahingehend gar nichts mehr ist.
Meine Therapeutin von damals bot mir netterweise solche "Notfallsitzungen" aufgrund der Trennung, aber ich glaube nicht Mal dass ich die benötige, weil es mir doch (dahingehend) ganz okay geht.
Hinzu kommt übrigens auch, dass auch sie (auf meinen Anraten und Hilfe) sich therapeutische Unterstüzung gesucht hat und ich sie dabei stets unterstützt habe. Weil ich denke, dass sich da so gehört in einer Partnerschaft.
Also klar waren das wohl Themen die präsent waren. Aber es wäre viel zu kurz gedacht nun so zu tun als wäre das hier eine jahrelange Tortur gewesen. Wenn dem auch nur ansatzweise so gewesen wäre, hätte sie sich schon viel früher von mir getrennt und das absolut zu Recht. Im Gegenteil, wir haben ja oft gesprochen, auch darüber und eigentlich hatte sie das ja alles bemerkt und sich auch gefreut dass es mir besser geht.
Auch das ich dann so lange Zeit keinen Alk. getrunken habe hat ja ja absolut 0,0 an der Beziehung geändert, im Gegenteil am Ende kam es dann zur Trennung. Das ist ja das was ich schon anfangs meinte: ich habe lange und viel an mir gearbeitet und bin immer "besser" geworden...darum fand ich es merkwürdig dass sie nun bei der Trennung mir vorwarf, dass ich "früher ja psychisch labil gewesen sei" - womit sie die Zeit VOR der Beziehung meinte...was ich nicht so richtig verstehe was das soll.
Momentan ist es so, wie in den letzten 12 Monaten davor auch: ich kenne meine Baustellen und habe sie in Griff. Jetzt ist es z.b. so, dass ich nur etwas trinke, wenn ich auf einer Feier bin (wie am Wochenende). Und selbst dann halt einfach vier B. auf den ganzen Abend. Sprich ich weiß nicht, ob dass nun so furchtbar ist ein, zwei Mal im Monat vier B. zu trinken. Aber so zu tun dass daran die Beziehung zerbrochen sei finde ich übertrieben.