Zitat von Aurel: Keine Reise, keine medizinischen Angelegenheiten, kein Anmeldung zur Vereinen usw. ohne Absprache und Einverständnis des anderen.
Entscheidungen des täglichen Lebens können vom betreuenden Elternteil ohne weitere Zustimmung des anderen getroffen werden. Natürlich ist es schön, wenn es eine gemeinsame gute Kommunikationsebene gibt. Reisen, Vereinsaktivitäten, das alles kann allein entschieden werden, solange es sich nicht um gefährdende Aktivitäten handelt. Wenn du die Kinder im Fußballverein anmelden möchtest, dann kannst du das ohne Zustimmung der Mutter. Kannst allerdings nicht darauf bestehen, dass die Mutter diese Aktivitäten in ihrer Betreuungszeit unterstützt.
Kann es sein, dass du es dir gerade viel komplizierter ausmalst oder ausmalen willst, als es tatsächlich ist? Wenn ihr ein Wechselmodell lebt, ist es nicht möglich, dass du in deiner Betreuungszeit deine 7 Stunden arbeitest, in ihrer dann halt entsprechend mehr? Ich hatte schon einmal die Frage gestellt, hast du dich mal eingehend mit dem Wechselmodell auseinandergesetzt, dich beraten lassen? Mit Eltern gesprochen, die das Modell leben, dich bei Beratungsstellen informiert?
Zitat von Aurel: Sie gerade das fordert mit allen Nachteilen für die Kinder.
Das sind in deiner Definition nur Nachteile für die Kinder. Woher kommt deine Sicherheit, wie wurde sie gebildet? In vielen Ländern ist das Wechselmodell heutzutage das "normale" Modell während in Deutschland noch immer das Residenzmodell als gesetzt gilt. Das hat sicher historische Gründe, die aber nicht unbedingt das Kindeswohl abbilden. Der größte Vorteil liegt auf der Hand. Den Kindern bleiben beide Eltern trotz Trennung als gleichwertige Vertrauenspersonen an der Seit. Auch Fremdbetreuung ist nichts verwerfliches, schadet gut organisiert und selektiert auch nicht zwangsläufig dem Kindeswohl. Die Vorteile liegen oft in größerer Selbständigkeit, Flexibilität, sozialer Verträglichkeit. ich schreibe sehr bewusst dies nicht als harte, immer zutreffende Fakten sondern als Möglichkeiten, die auch in eine Entscheidung mit einbezogen werden sollten.