Zitat von fetzenfisch:Liebe Klee,
nein, ich denke darüber nur einfach so nach, a) ob der Lektüre des Leids all jener, die real in Dreiecken stecken, mit real meine ich mit s., Geheimnis, leid, b) wie ich meine unmögliche große Liebe verorte und den Rest.
Ich möchte den Thread auch wieder zurücklenken von einem Fallbeispiel der anderen Art zu Intellektueller Auseinandersetzung.
Merci
Fetz
Liebe Fetzenfisch,
dieses Thema kann man öffentlich nur intellektuell bzw. theoretisch erörtern - wie Du es sagst.
Gemessen an 95% der "Probleme" und Sichtweisen in diesem Forum und dem Phänomen, die eigenen (Trennungs-)Erfahrungen zum ausschließlichen Maßstab der Beratung für andere in ähnlicher Situation zu machen, lässt kein freies Denken zu.
Leider, wirklich leider, hakt es schon daran, dass Begriffe erst einmal definiert werden müss(t)en. Wenn man nicht mal weiß, ob man überhaupt vom Gleichen spricht, wie will man da kommunizieren?
Polyamorie ist ein "Arbeitstitel". Er wird erst durch individuelle Auseinandersetzung greif- und u.U. lebbar. Es gibt sooo viele Formen und Ebenen der Liebe, die ja im Grunde gar nicht in Konkurrenz stehen (müssten).
Historisch gesehen ist die Liebe nie Zweck und Anlass einer Ehe und lebenslangen Verbindung gewesen. Dieser Trugschluss und die Überfrachtung ist eher der Tod von lebenslangen Bindungen - das sieht man ja heute in massenhaften Scheidungen und Trennungen. Gemessen an soziologisch-historischen Beobachtungen sind diese Verläufe regelrecht zerstörend - gesellschaftszerstörend. Auch und besonders s.uelle Treue wurde noch nie so hochgejubelt wie in der Zeit nach WK II.
Wenn man alleine diese Romane und Filme anschaut, wo das Happy End immer dann suggeriert wird, wenn das Leben eigentlich erst anfängt ...... Über den Alltag gibt es nur wenige "Geschichtchen". Der Schlusspunkt davon ist weder das End und Happy schon gar nicht. Es gilt aber, das Leben zu meistern, Bedingungen auszuhandeln, Prioritäten zu setzen .... gemessen am Ganzen auch mal Hürden zu überwinden und nicht die Beziehung zum Hobby zu machen - und wehe, der Andere "funktioniert" nicht wie man es sich in seinem kleinen, romantischen Vorstellungsvermögen, seinen "Träumen" erwünscht.
Leben ist kein Traum und wenn Traumfrauen oder -männer dann plötzlich aus dem Traum fallen, ist das Leiden groß.
Soviel zur freien Denkweise.